Januar 6, 2022
Von Emrawi
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Auf dem Panel: Vertreterinnen vom Offenen Frauentreffen MĂŒnchen sowie der AG Feministischer Streik aus Wien, Dr. Monika Schröttle, Leiterin der Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES) am Institut fĂŒr empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg und Penelope Kemekenidou von Gender Equality Media.

Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet. Entgegen der in den Medien dominierenden Darstellung von Femi(ni)ziden als vermeintliches Familien- oder Beziehungsdrama sind diese Morde keine Einzeltaten aus „Liebe“ sondern haben Struktur und sind Ausdruck patriarchaler Gewalt. Bezeichnungen wie „Beziehungsdrama“ und „erweiterter Suizid“ nehmen die TĂ€ter aus der Verantwortung, indem sie die Tötungen als bedauerliche Einzelschicksale darstellen und den gesellschaftspolitischen Kontext sowie die patriarchale Gewalt dahinter verschleiern. Dabei sind Morde an FLINTAs nur die Ă€ußerste Zuspitzung patriarchaler Gewalt. Deshalb darf bei der Analyse von Femi(ni)ziden der Fokus nicht nur auf den Morden selbst liegen, sondern es muss beispielsweise auch die Rolle staatlicher Strukturen und GesellschaftsverhĂ€ltnisse in den Blick genommen werden. Im Panel soll diskutiert werden welche Auswirkungen die mediale Berichterstattung ĂŒber Femi(ni)zide auf das gesellschaftliche Bewusstsein hat, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen sie stattfinden und wo feministische KĂ€mpfe ansetzen können. Dazu sollen unterschiedliche feministische Perspektiven auf das Thema Femi(ni)zid im Panel zusammengefĂŒhrt werden, um gemeinsam die Frage „Was tun?“ diskutieren zu können.

Anmeldung bitte bis spÀtestens 12.01.2022 per E-Mail an asa_m@riseup.net




Quelle: Emrawi.org