Oktober 24, 2021
Von Assoziation Autonomer Umtriebe
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20:00 Uhr | FREIRAUM Dachau | Brunngartenstr.7 | Bitte kommt mit Maske | es gilt 3G+ vor Einlass |

Das kennen sicher viele: Du stehst an der Kasse oder am Bahnsteig und denkst Dir „Ist das ein Nazi-Shirt?“ Neben bekannten Marken wie „Thor Steinar“ hat sich innerhalb der letzten Jahre eine Vielzahl an rechten Modemarken etabliert. Dies ging mit einigen UmbrĂŒchen in der Nazi-Szene einher.
Anfang der Neunziger war es neonazisische Musik, der so genannte Rechtsrock, der GemeinschaftsgefĂŒhl, mĂ€nnliche StĂ€rke und die eigene ExklusivitĂ€t brachte, gleichzeitig aber auch Anziehungskraft nach außen herstellte. Mittlerweile hat sich das Spektrum an Angeboten des rechten Lifestyles deutlich erweitert. V.a. der Bereich des Kampfsports ist hier zu nennen. Dort werden BrĂŒcken in Milieus gebaut, die sich mit Rechtsrocksaufgelagen nicht erschließen ließen. Mit Kampfsport konnten neonazistische Teile der Hooligan-Szene in organisierte Strukturen eingebunden werden. Seit 2014 ist ein Geflecht aus Kampfsport-Teams und Marken, Rechtsrock-Labels und Bands, sowie politisch ideologischen Plattformen und Organisationen entstanden, die diesen Bereich stetig zu professionalisieren versuchen und mit groß angelegten Events nicht nur die Neonazi-Szene, sondern auch ihr eigenes Leben finanzieren können. Im Fahrwasser dieser Entwicklung von „gesundem Körper und gesundem Geist“ befindet sich eine nicht mehr wahllos ausgelebte, sondern eine prĂ€zisierte und geschulte Gewalt, welche gepaart mit elitĂ€rem SelbstverstĂ€ndnis, weit mehr Gefahren in sich birgt als nur einen martialischen Kult zur Schau zu stellen.
Gerade dieses Zur-Schau-stellen geschieht durch getragene Kleidung. Was dahinter steckt wollen wir Euch zeigen.




Quelle: Aaud.noblogs.org