August 14, 2021
Von Schwarze Ruhr-Uni
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Der (erste) Termin fĂŒr unseren radikalen Bildungskurs: Wie machen wir das mit der Revolution? – Vorstellungen, Strategien, PlĂ€ne steht. Es ist der 17.09 – 19.09.2021. Am Freitag, den 17.09.2021 beginnt der Kurs um 19.00 Uhr und am Sonntag, den 19.09.2021 endet er gegen 16.00 Uhr.  Der Kurs findet im Black Pigeon in Dortmund (Scharnhorststr. 50) statt.
Zur Vorbereitung auf dem Kurs wird es am Donnerstag den 26.08 ein Onlinevorbereitungstreffen geben, nĂ€heres dazu erfhĂ€rt ihr nach der Anmeldung. Es gibt bereits einige Anmeldungen, weitere sind möglich. Momentan ist die Teilnehmer*innenzahl Corona bedingt auf 10 beschrĂ€nkt. Bitte gebt bei der Anmeldung an, ob ihr geimpft seid bzw. beim Kurs vollen Impfschutz habt, dass kann organisatorisch fĂŒr uns relevant sein.  Anmeldungen bitte per Mail an: radikale-bildung(at)riseup.net. Hier nochmal alle Infos zum Kurs:

Sich die HandlungsunfÀhigkeit eingestehen

An vielen Orten in der Welt brodelt es und anti-autoritĂ€re Bewegungen werden immer stĂ€rker, so stark, dass mehr und mehr Menschen ernsthaft ĂŒber Revolution nachdenken.
Aber nicht erst die anhaltende Corona-Krise zeigt, dass antiautoritĂ€re Linke und Anarchist*innen in Deutschland weitestgehend handlungsunfĂ€hig sind. Auch die starke und und populĂ€re Klimagerechtigkeitsbewegung hat Probleme, eine Transformations- oder Revolutionsstrategie jenseits von immer gleichen Forderungen (von denen seit Jahrzehnten nicht mal das Minimum erfĂŒllt wird) und symbolischen Aktionen zu finden. Viele in anti-autoritĂ€ren Bewegungen sind vereinzelt und sehen wegen der Starrheit der Gesellschaft und Angst vor Repressionen wenige Möglichkeiten, wirklich etwas zu verĂ€ndern. Doch im Angesicht der sich verschĂ€rfenden gesellschaftlichen Krisen muss klar sein: Wir brauchen eigene, kollektive Antworten, wie wir aus der Scheiße herauskommen, die Menschen von Staat, Kapitalismus, Rassismus/Kolonialismus und Patriarchat (und anderen Herrschaftsstrukturen) eingebrockt wird. Wir mĂŒssen wissen, wie eine revolutionĂ€re Entwicklung aussehen kann und mit ihr jetzt beginnen.

Ernsthaft auf Revolution zielen

Daher wollen wir erarbeiten, wie heute eine revolutionĂ€re Selbstorganisation aussehen kann. Was fĂŒr neue Projekte brauchen wir? Wie kommen wir dann ĂŒber die Vereinzelung kleiner Projekte hinaus, hin zum Aufbau von ParallelgesellschaftenÂč im grĂ¶ĂŸeren Maßstab? Wie können wir im Angesicht der sich verschĂ€rfenden Lage handlungsfĂ€hig werden, statt ohnmĂ€chtig zu bleiben und stets höchstens reagieren zu können? NatĂŒrlich haben wir keine fertigen Antworten, sondern wollen gemeinsam mit euch nach revolutionĂ€ren Wegen suchen. Der Bildungskurs wird mindestens zwei Mal stattfinden: Einmal spezifisch fĂŒr Menschen aus Bochum und Umgebung, und einmal allgemein fĂŒr alle Interessierten. Eventuell bieten wir ihn dann auch nochmal fĂŒr Dortmund und Umgebung an.

Konkret werden

Um nicht in einer abstrakten, utopischen Diskussion hĂ€ngen zu bleiben, ist unser Vorschlag anhand von einer fiktiven Stadt und der umliegenden lĂ€ndlichen Region zu ĂŒberlegen, was Elemente eines herrschaftsfreien Lebens sind und wie wir jetzt anfangen können diese aufzubauen und zu verbinden und was danach die nĂ€chsten Schritte sind. FĂŒr lokale den Kurs wollen wir das konkret auf die jeweiligen StĂ€dte (Bochum und eventuell Dortmund) beziehen. Weil die Bildungskurse ein Konzept sind, wo alle Teilnehmer*innen ĂŒber die Inhalte und Struktur entscheiden, wird es auch nochmal jeweils ein  Online-Vorbreitungstreffen geben (anonymer verschlĂŒsselter Audio-Chat), wo wir Änderungen am Ablauf vornehmen können. Wenn ihr schon Interesse am Kurs habt, schreibt uns gerne eine Mail, dann schicken wir euch rechtzeitig nĂ€here Infos und gegebenenfalls Materialien zu.

Coronasschutz, Unterkunft und Verpflegung

Die Kurse finden statt, sobald es die Pandemiesituaion zulĂ€sst; wir hoffen auf Ende August/September. Wir peilen jeweils eine LĂ€nge von zweieinhalb Tagen an. Die Teilnehmer*innenzahl wird auf 15 Personen einschließlich der Organisator*innen beschrĂ€nkt sein. Am besten wĂ€re wenn alle Menschen, die an den Kursen teilnehmen wollen bis dahin geimpft sind. Sollten Menschen teilnehmen wollen, die (noch) nicht geimpft sind, werden wir uns darum kĂŒmmern, dass Menschen an den jeweiligen Tagen gegen SpendeÂČ eine Corona-Schnelltest machen können. Ob wir (solange wir drinnen sind) Maske tragen, wird sich an der Lage dann orientieren. Weitere Informationen bezĂŒglich des Gesundheitsschutzes wird es einige Wochen vor den Kursen geben.
FĂŒr Menschen von außerhalb werden wir eine dezentrale Schlaf-Unterbringung organisieren. Falls ihr SchlafplĂ€tze braucht schreibt uns das bitte. Es wird wie immer auch veganes Essen gegen Spende gebenÂč.

1. Exerzitium: Wie wĂŒrde ein anarchistisches Programm aussehen? (Crimethinc)
2. 16 things you can do to be ungovernable – ps. fuck Biden

Termin: 17.09.-19.09.2021
Vorbereitungstreffen: Einige Wochen vorher (Online)
Ort: Dortmund (Allgemein) und Bochum (Lokal fĂŒr Bochum)
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Wir möchten den sonst negativ besetzen Begriff der Parallelgeselschaft aufgreifen und positiv benutzten, weil er fĂŒr uns in vielerlei Hinsicht passende beschreibt was wir wollen: Netzwerke und Strukturen die eigene Gemeinschaften in allen Lebensbereichen bilden und sich nicht als Teil der bestehenden Gesellschaftsordnung sehen. Parallelgesellschaften, sollen fĂŒr uns kein reiner Ausstieg aus der jetzigen Gesellschaft sein, sondern Keimzelle von neuen Gesellschaften, die die jetzige komplett ersetzen/zerstören.
ÂČSpende heißt, wenn ihr kein Geld geben könnt, mĂŒsst ihr auch nichts geben.




Quelle: Schwarzerub.blackblogs.org