Dezember 20, 2022
Von Paradox-A
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… sind im Sinne von →Gustav Landauer verschiedene Konzepte, Traditionen, →Lebensformen und →Sehnsüchte, welche in der Gegenwart unterschwellig vorhanden, aber nicht dominant sind. Im Prozess der →Revolution verdichten sich utopische Element, motivieren und inspirieren zur Veränderung, bis sich eine neue Ordnung etabliert. In dieser sind die zuvor vorhandenen utopischen Elemente zu dem Grad verwirklicht, wie sie durchgesetzt werden und von einem größeren Teil der Leute angenommen werden konnten. Neutral betrachtet bestehen gleichzeitig Utopien unterschiedlichster politisch-weltanschaulicher Projekte nebeneinander her, deren Anhänger*innen dafür →subkulturelle Ausdrucksformen finden und versuchen, sie weiter zu pflegen. So gibt es etwa auch faschistische Utopien. Dennoch ist das utopische Denken mit dem →Sozialismus in besonderer Weise verbunden, weil sie auf die bewusste und aktive Gestaltbarkeit der Gesellschaft hinweist. Für diese braucht es bestimmte Anregungen. Anarchist*innen hängen keinen abstrakten Utopien an, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass diese entweder nicht wirklich an der gesellschaftlichen →Realität anknüpfen und deswegen eine absurde Gedankenspielerei bleiben. Oder sie werden auf totalitäre Weise durchgesetzt und erzwungen, weil Revolutionär*innen der Ansicht sind, besser zu wissen, was für andere gut ist und wie sie leben, arbeiten und sein sollten. Dagegen wird der Begriff der konkreten Utopien angeführt, welche eher Verweise auf potenziell Mögliches darstellen, aber für diejenigen, welche in ihnen teilweise leben, auch eine konkrete Lebensrealität darstellen.




Quelle: Paradox-a.de