Mai 8, 2022
Von Anarchist Black Cross Wien
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quelle: june11.noblogs.org, ĂŒbersetzung abc wien

WÀhrend die Zeit voranschreitet und die Jahreszeiten wechseln, nÀhern wir uns wieder einmal dem 11. Juni, dem Internationalen Tag der SolidaritÀt mit Marius Mason und allen anarchistischen Langzeitgefangenen. Ein weiteres Jahr ist vergangen und viele unserer lieben GefÀhrt*innen sind nach wie vor Gefangene des Staates und seiner tÀglichen Unterwerfung, Isolation und BrutalitÀt ausgesetzt. Der 11. Juni ist eine Zeit, in der wir die immer schneller werdende Hektik unseres Lebens anhalten und uns erinnern.

Erinnern wir uns an unsere inhaftierten GefĂ€hrt*innen. Erinnern wir uns an unsere eigene Geschichte der Revolte. Erinnern wir uns an die – manchmal flackernde, manchmal lodernde – Flamme des Anarchismus.

WIR SIND ALLE POTENZIELLE GEFANGENE

Mit dem 11. Juni wollen wir eine Kritik am GefĂ€ngnis vertiefen, die die Unterscheidung zwischen Gefangenen und UnterstĂŒtzenden in Frage stellt. FĂŒr uns sind diese Unterschiede bedingt: wir als Anarchist*innen sehen uns als potentielle Gefangene. Einige von uns waren es, einige werden es sein. Dies ist die Grundlage unserer SolidaritĂ€t – eine Anerkennung unserer selbst in der Notlage der Gefangenen.

Das Grenze zwischen Gefangenen und UnterstĂŒtzenden kann nur als fließend angesehen werden, wenn man auf die Beispiele von inhaftierten und ehemals inhaftierten GefĂ€hrt*innen blickt: Marius Masons TĂ€tigkeit fĂŒr das Anarchist Black Cross, Bill Dunnes Befreiung eines anarchistischen Gefangenen, Pola Roupas Versuch, anarchistische Gefangene mit dem Hubschrauber zu retten, Claudio Lavazzas Aktionen zur Befreiung von Gefangenen. Die Verbindungen vertiefen sich, wenn man bedenkt, dass zahlreiche anarchistische Gefangene wegen Angriffen auf GefĂ€ngnis-, Justiz- und Polizeieinrichtungen eingesperrt sind; und dass andere uns mit GefangenenaufstĂ€nden von Kalifornien und Alabama bis Griechenland und Italien in Verbindung bringen.

SOLIDARITÄT BEDEUTET


Wir haben immer gesagt, dass „SolidaritĂ€t Angriff bedeutet“, aber wir mĂŒssen erkennen, dass Slogans uns keinen Weg nach vorne in unseren KĂ€mpfen bieten. Wenn „Angriff“ auf eine begrenzte Auswahl von AktivitĂ€ten beschrĂ€nkt wird, schneiden wir uns von einer umfassenderen Vision des anarchistischen Kampfes ab. Wenn wir ĂŒber die bloße Wiederholung von fetischisierten Aktionen hinausgehen, welche Möglichkeiten eröffnen sich uns dann? SolidaritĂ€t bedeutet Angriff, ja, aber was bedeutet sie noch?

In diesem Sinne möchten wir einen Vorschlag machen: Anstatt das zu tun, was ihr immer fĂŒr den 11. Juni tut, versucht etwas Neues. Wenn Ihr Euch normalerweise darauf konzentriert, Gefangenen materielle Hilfe zu leisten, dann macht etwas gegen einen Teil des GefĂ€ngnissystems in Eurer Stadt. Wenn du normalerweise nachts unterwegs bist, um anzugreifen, versuche etwas zu tun, um einen anarchistischen Gefangenen direkt zu unterstĂŒtzen. Es geht nicht darum, die falsche Dichotomie zwischen direkter Aktion und Care-Arbeit weiter zu verfestigen, sondern darum, unsere verknöcherten Rollen zu hinterfragen. Indem wir neue Dinge ausprobieren, können wir erkennen, dass die Mauern, die den*die engagierte*n UnterstĂŒtzer*in und den*die engagierte*n Saboteur*in trennen, immer illusorisch waren, dass unsere Vorstellungskraft weitreichender ist, als wir dachten, und dass wir individuell und kollektiv zu mehr fĂ€hig sind, als wir uns zutrauen.

Im Mittelpunkt unserer Vision von SolidaritĂ€t steht die Aufrechterhaltung der Verbindungen, die uns mit unseren GefĂ€hrt*innen hinter Gittern verbinden. Wir sollten die Projekte, KĂ€mpfe und Bewegungen, fĂŒr die sie so viel von sich selbst geopfert haben, am Leben erhalten. Unsere Verbindungen zu anarchistischen Gefangenen gehen von einer Gemeinsamkeit aus – dem gemeinsamen Wunsch, die Welt direkt in eine befreiende und egalitĂ€re Richtung zu verĂ€ndern. Daher sollte unsere SolidaritĂ€t darin wurzeln, dass wir Gefangene in unsere Projekte einbeziehen und uns selbst in ihre Projekte investieren. Wir wollen, dass entlassene Anarchist*innen in eine Welt lebendiger Debatten, Zusammenarbeit und Aktionen eintreten, und wir wollen dies auch hinter den GefĂ€ngnismauern so weit wie möglich fördern. Das kann so einfach sein wie das Senden von Nachrichten ĂŒber lokale KĂ€mpfe an einen Gefangenen oder das Drucken von ErklĂ€rungen von Gefangenen, um sie bei Veranstaltungen zu verteilen. Wie bei jedem Aspekt der SolidaritĂ€t sind wir nur durch unsere Phantasie und unser Engagement begrenzt.

Wir sollten zwar KĂ€mpfe in den GefĂ€ngnissen unterstĂŒtzen, wenn sie stattfinden, aber wir sollten darauf achten, dass wir die Last des Kampfes gegen das GefĂ€ngnissystem nicht allein den Gefangenen aufbĂŒrden. Diejenigen, die im GefĂ€ngnis sitzen – unter Bedingungen extremer Kontrolle, Überwachung und EinschrĂ€nkung – sind in vielerlei Hinsicht am wenigsten in der Lage, aktiv gewinnbare KĂ€mpfe gegen GefĂ€ngnisinstitutionen zu fĂŒhren. Diejenigen von uns, die in relativer Freiheit leben, haben die Möglichkeit, strategisch darĂŒber nachzudenken, welche Aktionen und Orte des Kampfes sich am positivsten auf das Leben der Menschen im GefĂ€ngnis auswirken und den grĂ¶ĂŸten Beitrag zum Abbau des GefĂ€ngnissystems leisten wĂŒrden. Da das GefĂ€ngnis unweigerlich mit zahlreichen Unternehmens- und Staatsinstitutionen verbunden ist, sind die Feinde ĂŒberall: Wo können wir gewinnen?

Die UnterstĂŒtzung von Gefangenen ist auch eine Möglichkeit, verschiedene KĂ€mpfe zusammenzufĂŒhren, wie uns die letzten Jahrzehnte gelehrt haben. Von der Black Liberation Army ĂŒber die Earth Liberation Front bis hin zu den Grand Jury Resistors[i], Anti-PolizeiaufstĂ€nden und Land and Water protectors[ii] – alle BefreiungskĂ€mpfe werden zwangslĂ€ufig zu staatlicher Repression und Inhaftierung fĂŒhren. Indem wir eine unterstĂŒtzende Infrastruktur und Kultur aufbauen, indem wir das GefĂ€ngnis zu einer weniger vollstĂ€ndigen Isolation und Entfernung machen, stĂ€rken wir jeden Aspekt der Herausforderung dieser Gesellschaft. Wir finden auch zueinander, lernen voneinander, bereichern uns gegenseitig.

GEFANGENEN-UPDATES

Marius Mason hat seine lang ersehnte Verlegung in ein MÀnnergefÀngnis erreicht und ist damit wahrscheinlich der erste trans Mann, der eine solche Verlegung innerhalb des BundesgefÀngnissystems erreicht.

Die italienische GefÀngnisverwaltung hat im Oktober damit begonnen, die Korrespondenz von Alfredo Cospito zu zensieren. Die Behörden beschuldigten ihn der Anstiftung zu Straftaten und beriefen sich dabei auf seine Veröffentlichungen in der anarchistischen Zeitung Vetriolo. Diese Repression ist Teil der Operation Sibilla, bei der die italienische Polizei zahlreiche anarchistische RÀume durchsucht und Websites rund um Vetriolo geschlossen hat, um die Veröffentlichung und Verbreitung ihrer subversiven Ideen zu verhindern.

Marios Seisidis ging im Juli vor Gericht, um gegen die gegen ihn erhobene Anklage Berufung einzulegen, unterstĂŒtzt von Anarchist*innen, die sich aus SolidaritĂ€t vor dem Gericht versammelten.

Claudio Lavazza erhielt einen Aufschlag von fĂŒnf Jahren auf seine fĂŒnfundzwanzigjĂ€hrige Haftstrafe. Sein Rechtsbeistand versucht, einen frĂŒheren BewĂ€hrungstermin zu erreichen.

Eric King musste sich vor einem Bundesgericht verantworten, weil er 2018 von GefĂ€ngnismitarbeitern angegriffen und gefoltert worden war. Die Geschworenen befanden ihn fĂŒr nicht schuldig und sein Anwaltsteam reicht nun eine Klage gegen die GefĂ€ngnisverwaltung ein. Zurzeit wird Eric verlegt und ist weiterhin das Ziel eines rachsĂŒchtigen GefĂ€ngnissystems.

Michael Kimble wurde im Juni von einem Vollzugsbeamten angegriffen und anschließend in Einzelhaft gesteckt, bevor er verlegt wurde. Ihm wurde erneut die BewĂ€hrung verweigert, mit der BegrĂŒndung, dass er wegen Arbeitsverweigerung und einer Auseinandersetzung mit einem Justizvollzugsbeamten disziplinarisch vorgeladen wurde.

Auch Sean Swain wurde die Entlassung auf BewĂ€hrung verweigert, was er als Vergeltungsmaßnahme des GefĂ€ngnispersonals fĂŒr seine Äußerungen und die von ihm eingereichten Zivilklagen ansieht. Inzwischen wurde er von Virginia zurĂŒck in das OSP Youngstown in Ohio verlegt. Seine UnterstĂŒtzer*innen vermuten, dass er bald erneut verlegt werden wird.

Immer mehr Angeklagte aus dem Aufstand von 2020 in den USA werden verurteilt, einige wurden freigelassen, andere mĂŒssen ihre Strafe absitzen. Einige befinden sich noch in Untersuchungshaft und mĂŒssen mit langen Haftstrafen rechnen. Die Auswirkungen dieser Repression werden noch viele Jahre lang zu spĂŒren sein. Möge die QualitĂ€t unserer UnterstĂŒtzung fĂŒr diese Angeklagten uns stĂ€rker machen, als wir es bisher waren.

In Chile wurde der Anarchist JoaquĂ­n GarcĂ­a im vergangenen Juni zusammen mit mehreren subversiven Gefangenen in das HochsicherheitsgefĂ€ngnis von Rancagua verlegt. Im Oktober wurde er zusammen mit 20 anderen Gefangenen von etwa 50 WĂ€rtern angegriffen, woraufhin er fĂŒr 24 Stunden in Einzelhaft genommen wurde. Dies geschah, nachdem sie sich mit Pablo „Oso“ Bahamondes Ortiz solidarisiert hatten, der wegen Waffen- und Sprengstoffbesitzes zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war. Francisco Solar, ein weiterer Anarchist, der in Rancagua inhaftiert ist, wurde im vergangenen Herbst wegen einer nicht diagnostizierten Diabeteserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert. Er und MĂłnica Cabellero wurden mehrerer BombenanschlĂ€ge beschuldigt, nachdem seine DNA bei einer Verhaftung wegen Graffiti heimlich entnommen worden war, und beide befinden sich seit Juli 2020 in PrĂ€ventivhaft. Im Dezember 2021 ĂŒbernahm er die Verantwortung fĂŒr die Bombardierung von Polizeistrukturen, in SolidaritĂ€t mit den Revolten ab 2019 und den von der Polizei verletzten und ermordeten Menschen, denn „niemand und nichts ist vergessen.“ Einige Tage spĂ€ter war MĂłnica in eine SchlĂ€gerei mit einer weiteren Gefangenen verwickelt, die ihre Familie als eine vom GefĂ€ngnis inszenierte Provokation bezeichnete. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts liegen noch keine Informationen ĂŒber die Verurteilung oder ein Entlassungsdatum fĂŒr diese beiden Anarchist*innen vor.

Siarhei Ramanau, Ihar Alinevich, Dzmitry Rezanovich und Dzmitry Dubousky wurden Anfang dieses Jahres wegen direkter Aktionen gegen Ziele der belarussischen Regierung zu je 18-20 Jahren verurteilt, nachdem sie bereits seit 2019 in Untersuchungshaft saßen. Nach der UrteilsverkĂŒndung wurde bekannt, dass sie von WĂ€rtern gefoltert wurden, was zu einem GestĂ€ndnis fĂŒhrte. Da Anarchismus unter der anhaltenden Diktatur kriminalisiert wird, drohen mindestens zwei weiteren Gruppen jeweils mehrere Jahre fĂŒr ihren Dissens.

Die russischen Behörden haben den jugendlichen Anarchisten Nikita Uvarov zu fĂŒnf Jahren Haft verurteilt, weil er sich verschworen hatte, den Föderalen Sicherheitsdienst in Minecraft (ja, das Videospiel) in die Luft zu sprengen und kleine Feuerwerkskörper zu bauen. Zwei seiner Altersgenossen erhielten BewĂ€hrungsstrafen fĂŒr ihre angeblichen Verbrechen im Alter von 14 Jahren. ABC Moskau hat berichtet, dass die Repression zugenommen hat (obwohl es dort keine neuen Verfahren gegen Anarchist*innen und Antifaschist*innen gibt) und dass sie begonnen haben, ihre Ressourcen auf humanitĂ€re BemĂŒhungen umzulenken, wĂ€hrend Russland seine mörderische Invasion in der Ukraine fortsetzt.

Auch das Anarchist Black Cross Dresden konzentriert sich auf die UnterstĂŒtzung derjenigen, die in der Ukraine kĂ€mpfen oder aus der Ukraine fliehen. Diese Neuausrichtung ihrer UnterstĂŒtzung bedeutet, dass sie sich an der Finanzierung von SolidaritĂ€tsgruppen wie „The Black Headquarter“ beteiligen, die Freiwillige versammeln, um sich den russischen StreitkrĂ€ften entgegenzustellen und auch versuchen, einen autonomen Raum in Opposition zum ukrainischen Staat selbst zu schaffen. Unter dem Banner der schwarzen Flagge vereinen sich Anarchist*innen und AntiautoritĂ€re gegen nationalstaatliche Konzepte von Krieg und Frieden. Es ist erwĂ€hnenswert, dass 1918 in der Ukraine Gruppen des Anarchist Black Cross gegrĂŒndet wurden, um die Schwarze Armee zu unterstĂŒtzen, die sowohl die sowjetischen als auch die zaristischen StreitkrĂ€fte bekĂ€mpfte, die von Russland aus einmarschierten.

In England wurde Toby Shone wegen des Besitzes von Psychodelika (bei koordinierten Razzien in kollektiven anarchistischen HĂ€usern) zu fast vier Jahren Haft verurteilt, nachdem die Terroranklagen im Zusammenhang mit dem angeblichen Betrieb der Gegeninformations-Website 325 nicht aufrecht erhalten werden konnten. Obwohl es der Regierung nicht gelungen ist, ihm die Mitgliedschaft im 325-Kollektiv, in der Informal Anarchist Federation/International Revolutionary Front, in der Earth and Animal Liberation Front und die Beteiligung an entsprechenden Brandstiftungen und Schriften nachzuweisen, muss er immer noch gegen eine Anordnung zur Verhinderung schwerer organisierter KriminalitĂ€t („Serious Organised Crime Prevention Order“) ankĂ€mpfen, die ihn einem streng ĂŒberwachten fĂŒnfjĂ€hrigen Hausarrest unterwerfen wĂŒrde, der die Entwicklung der Inhaftierung durch einen zunehmend digitalisierten Staatsapparat zum Ausdruck bringt.

VORWÄRTS

Die Ausweitung von Hausarrest und Überwachung ist nicht neu, nimmt aber weiter zu, da die GefĂ€ngnisgesellschaft durch technologische Fortschritte immer weiter in den Alltag eindringt. Auch die KriegsfĂŒhrung wird immer digitaler, von Drohnenangriffen bis zum Hacking, wĂ€hrend der staatlich sanktionierte Mord in seiner ganzen EndgĂŒltigkeit weitergeht. Es mag uns an Details ĂŒber Anarchist*innen fehlen, die in ihrem Streben nach Freiheit in den laufenden KĂ€mpfen im Sudan, in Afghanistan und Syrien niedergeschlagen oder inhaftiert wurden – dennoch bewegen sie auch unsere Gedanken und Handlungen. WĂ€hrend der Staat in all seinem strafenden Verderben, Töten und Einsperren fortfĂ€hrt und wir eine gemeinsame Basis mit denen finden, die in dem BemĂŒhen kĂ€mpfen, unsere Macht zu vergrĂ¶ĂŸern und diejenigen zu destabilisieren, die versuchen, uns zu kontrollieren – tragen wir die Gefallenen und Gefangenen mit uns in unseren Beziehungen zu ihnen und durch einen anhaltenden Konflikt mit dem Bestehenden.

Ideen fĂŒr mögliche Aktionen findet ihr auf unserem Blog, in dem wir seit Jahren Berichte archivieren. Wer nach Materialien zum Ausdrucken und Weitergeben sucht, findet sie unter Ressourcen. Und, am wichtigsten: eine Liste anarchistischer Gefangener, an die man schreiben kann.

Wir sind gespannt auf die Veranstaltungen, Aktionen, ErklÀrungen und andere BeitrÀge zum diesjÀhrigen 11. Juni.

FĂŒr die Anarchie!

[i] Es geht um das Verweigern der Zeug*innenaussage vor einer Grand Jury (Geschworenengericht), was eine Beugehaft zur Folge haben kann.

[ii] „Land- und WasserschĂŒtzer*innen“ bezeichnet in den USA meist aus indigenen Communities kommende Aktivist*innen die Land oder Wasser gegen Konzerne oder den staatliche Eingriffe verteidigen bzw. gegen Pipelines etc.

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Quelle: Abc-wien.net