Oktober 13, 2021
Von Indymedia
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## Achtung!!! Triggerwarnung, Liebe Freund_innen, in unserem folgenden Aufruf sprechen wir explizite Gewalt an FLINTA`s an. ##

Wir sind verdammt wĂŒtend auf Macker, Bullen, Staat, Jobcenter und Nazis! Denn diese verkörpern patriarchale Gewalt, auch auf institutioneller Ebene.

Wir sind feministisch und unversöhnlich mit den herrschenden ZustĂ€nden. Die Existenz der Bullen beruht auf der Aufrechterhaltung von rassistischen, sexistischen, klassistischen und kapitalistischen VerhĂ€ltnissen. Diese sind nicht reformierbar, sondern aufzulösen. Bis dies erreicht ist, gilt es die Strukturen der Bullen anzugreifen, ihre staatlich legitimierte Gewalt permanent aufzuzeigen und die Folgen ihrer repressiven Maßnahmen solidarisch aufzufangen.

Nicht zuletzt sind Bullen auch TĂ€ter. Von sexualisierter, homophober, misogyner und trans*misogyner bis hin zu rechter, antisemitischer und rassistischer Gewalt. Die Bullen werden ihrer Rolle im patriarchalen Kapitalismus mehr als gerecht. Ob in Erfurt, Berlin, London, Athen oder irgendwo anders.

Die Bullen schĂŒtzen uns nicht, unsere Freund*innen schĂŒtzen uns!

Im September 2019 misshandelten und vergewaltigten zwei thĂŒringer Bullen nach einer Hausdurchsuchung eine Frau, die sie in Gewahrsam genommen hatten. 1

2020 wurde in Berlin Maria B. von Bullen ermordet. Sie wurde in ihrer Wohnung erschossen, weil 4 Bullen offensichtlich keine andere Lösung fanden, eine “45kg leichte, messerbesitzende, “psychisch-kranke” Frau” zu ĂŒberwĂ€ltigen. 2

Im MĂ€rz diesen Jahres entfĂŒhrte und ermordete ein Elite-Schwein aus London die junge Frau Sarah Everard, als diese gerade auf dem Weg nach Hause war. 3

In Athen wurde im Sommer eine Frau von Ihrem Ehemann ermordet. Daraufhin reagierten die drecks Bullen auf die EnthĂŒllung der Schuld des Ehemannes, indem sie im TV auftraten und anderen MĂ€nnern, die möglicherweise ebenfalls ihre Frauen ermorden wollen, RatschlĂ€ge erteilten, wie sie besser damit durchkommen könnten als dieser. Hierbei handelt es sich weder um einen Scherz noch um eine Übertreibung. 4

Und es gibt noch so viele Beispiele mehr. Unsere Antwort darauf ist immer die gleiche: Wir brauchen SolidaritÀt, Vernetzung und gemeinsame Aktionen. Wir brauchen FLINTA Perspektiven. Denn Frauen, Lesben, Inter-, Non-Binary-, Trans-, und AGender Personen sind immer noch die meist Betroffensten von patriachaler Gewalt.

Lasst uns gemeinsam unsere Perspektiven schĂ€rfen und fĂŒr eine Zukunft kĂ€mpfen, wie wir sie uns wĂŒnschen und wie wir sie zum Leben brauchen. Dazu gehört, feministisch auf die Straße zu gehen. Daher laden wir euch ein, sich mit uns am 23.10 die Straße zu nehmen. Laut und wĂŒtend, Alle zusammen!!!

FĂŒr die Cis-Typen in unserem Block heißt das: Haltet euch zurĂŒck, ihr werdet nicht in der ersten Reihe stehen, am lautesten brĂŒllen und Sprechchöre ĂŒberstimmen. Zeigt euch solidarisch, stimmt mit ein und lasst anderen den Vortritt.

Und NEIN! Wir beruhigen uns nicht! Schlucken unsere Wut nicht herunter, sondern schleudern sie ihren Verursacher*innen in voller Wucht entgegen!

Wir sehen uns im feministischen Block!

Alle zusammen, feministisch, autonom- bis die Scheiße aufhört!!!

allezusammen.noblogs.org

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1 https://www.jungewelt.de/artikel/371442.zwei-polizisten-wegen-vergewaltigung-angeklagt.html

2 https://taz.de/Getoetete-Frau-in-Berlin-Friedrichshain/!5656527/

3 https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/polizeigewalt-bei-mahnwache-elite-polizist-in-london-wegen-mordes-an-sarah-everard-angeklagt/27003292.html

4 https://enough-is-enough14.org/2021/06/26/bericht-von-einer-militanten-anarchistisch-feministischen-aktion-in-athen-griechenland/

 




Quelle: De.indymedia.org