Oktober 15, 2021
Von Indymedia
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In dem Moment wo die herrschenden VerhÀltnisse in Frage gestellt werden, fÀngt die Repression an. Staat und Kapitalismus versuchen immer wieder kÀmpferische Geselligkeit und individuelle Initiative abzuschaffen. Wie dem entgegentreten?
Es geht darum, bereits in unseren KĂ€mpfen die Idee der Befreiung von Herrschaft zu leben. FĂŒr die Schaffung und kĂ€mpferische Wiederaneignung von Beziehungen, Strukturen und Methoden, die sich (staatlicher) Kontrolle entziehen und der eigenen Tat wie auch dem solidarischen gemeinsamen Handeln entspringen. Um aus diesen FĂ€den ein ganz anderes rebellierendes Netz auf Augenhöhe zu schaffen. Wenn es das ist, was Leute mit dem Begriff Autonomie verbinden, fĂŒhlen wir uns nicht allein. Es bestĂ€rkt, an die Sachen von unten ran zu gehen, sich selbst als Teil von sozialen KĂ€mpfen zu verstehen, um sich persönlich mit dem ganzen Leben einzumischen in den nĂ€chsten Versuch, die herrschenden VerhĂ€ltnisse zu kippen. Das verspricht eine Menge Unbequemlichkeiten. Aber – auch wenn wir uns Ärger einhandeln und doch nie aus den WidersprĂŒchen herauskommen – so ist es doch genauso wahr, dass ein Abschied von den eigenen Ideen nicht davor schĂŒtzt, ein anstrengendes Leben zu haben und auch nicht davor, in Widerspruch zu geraten mit dem System. Ein Leben nach Ideen, die denen der vorherrschenden entgegenstehen, wird immer im Konflikt bleiben. Wir können dabei stets Einfluss nehmen auf Ort, Zeit und Form der Auseinandersetzung. So auch am 23. in Leipzig.

An dieser Stelle wollen wir noch eine Passage aus dem Text „Jenseits der Gesetze“ von den  „Menschen in SolidaritĂ€t mit den GefĂ€hrlichen Freundschaften” aufgreifen:

„Der Staat entscheidet leider so viele Dinge unseres alltĂ€glichen Lebens, jedoch sollte er nicht darĂŒber bestimmen wie und wann wir solidarisch sind. Ein Denken jenseits der Gesetze und Ermittlungen im eigenen Verlangen und den eigenen Ideen ist sehr bestĂ€rkend und erweitert den Horizont. Was bringt uns das Wissen darĂŒber, wer genau was wie getan oder nicht getan hat? Und das auch noch innerhalb einer Schuldig/Unschuldig-Logik des Staates, in der der Staat und seine Getreuen immer die Unschuldigen sind und diejenigen, die die Norm stören, die Schuldigen. SolidaritĂ€t begleitet uns ĂŒberall im Alltag, ist aber insbesondere Ausdruck eines Kampfes, ist ein Teil von allem. Denn neben der eigenen Entscheidung sind es SolidaritĂ€t und Verantwortung fĂŒreinander in den Beziehungen, die eine freie Welt in sich tragen. SolidaritĂ€t ist eine grundlegende Voraussetzung fĂŒr ein Leben frei von Herrschaft, Ausbeutung und staatlichen Strukturen. Dass heißt die Aktion, die die Repression nach sich zieht ist genauso wichtig, wie der Umgang miteinander wenn die Repression einschlĂ€gt – beides ist ein Angriff gegen den Staat!“

Mehr Infos zu den GefÀhrlichen Freundschaften unter gefaehrlichefreundschaften.noblogs.org
FĂŒr mehr gefĂ€hrliche Freundschaften!




Quelle: De.indymedia.org