Juni 28, 2022
Von Die Plattform
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Am 28. Juni 1969 wehrte sich eine wĂŒtende Gemeinschaft schwuler, lesbischer, bisexueller und trans Menschen in der New Yorker Christopher Street entschlossen gegen die queerfeindliche Schikane der Polizei. Die “Stonewall Riots” markierten den Ursprung der organisierten LGBTIAQ-Bewegung.

Doch auch 53 Jahre nach Stonewall besteht die UnterdrĂŒckung queerer Menschen weltweit fort. Sie zeigt sich in drakonischen Gesetzen, die immer noch in vielen LĂ€ndern herrschen und LGBTIAQ-Menschen nur fĂŒr ihre Existenz mit dem Tod bedrohen. Sie zeigt sich in faschistischen Angriffen auf Pride-Veranstaltungen, wie wir sie zuletzt in Österreich und den USA gesehen haben. Sie zeigt sich im fundamentalistischen Terror eines islamistischen AttentĂ€ters, der letzte Woche erst in Oslo mehrere Menschen getötet hat. Sie zeigt sich aber genauso in der stĂ€ndigen Ausgrenzung und Diskriminierung, die alle, die nicht in die engen Vorstellungen der Cis-HeterosexualitĂ€t passen, immer wieder erleben mĂŒssen – auch dort, wo Gesetze formal Gleichberechtigung sichern sollen.

Es ist offensichtlich, dass es auch weiterhin einen Kampf fĂŒr queere Befreiung braucht. Und es ist offensichtlich, dass ein sich freiheitlich gebender “Regenbogen-Kapitalismus” nie das Ziel sein kann. FĂŒr queere Befreiung zu kĂ€mpfen heißt zu kĂ€mpfen gegen den Staat, der queere Menschen unterdrĂŒckt, gegen das Kapital, das queere Menschen auf der ganzen Welt ausbeutet und gegen das Patriarchat, das die traditionellen Geschlechtervorstellungen aufrecht erhĂ€lt.

Im Gedenken an Stonewall: Sie warfen den ersten Stein fĂŒr queere Befreiung! FĂŒhren wir ihren Kampf weiter! FĂŒr eine radikale und klassenkĂ€mpferische queere Bewegung!

Zum Weiterlesen: Im vergangenen Jahr haben wir mit befreundeten anarchistischen Organisationen ein lÀngeres Statement zum Jahrestag der Stonewall-Riots herausgegeben. Hier () ist es nachzulesen.




Quelle: Dieplattform.org