November 16, 2020
Von Padovicz WatchBlog
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Das BĂŒndnis „HĂ€nde weg vom Wedding“ hat anlĂ€sslich der RĂ€umung der Liebig34 auf unverwertbar.org sieben besonders skandalöse GeschĂ€ftspraktiken der Unternehemsgruppe Padovicz zusammengefasst. HĂ€tten wir nicht besser machen können.

Am 9. Oktober soll das queerfeministische Hausprojekt #Liebig34 gerĂ€umt werden. Damit soll eine weiterer linker Freiraum aus dem Berliner Stadtbild verdrĂ€ngt werden. Wir sagen: nicht mit uns! Der HauseigentĂŒmer Padovicz ist fĂŒr seine Skrupellosigkeit bekannt und das tausendste Beispiel, warum unserer Wohnraum demokratisiert gehört. Wir prĂ€sentieren stolz: 7 GrĂŒnde gegen Padovicz!

1. Der Ausverkauf der Rummelsburger Bucht

FĂŒr den Bau eines Riesenaquariums und hochpreisiger Eigentumswohungen sollen in der Rummelsburger Bucht Anwohner*innen und Gewerbetreibende verdrĂ€ngt werden. Klimaschutz und öffentlicher Raum bleiben dabei auf der Strecke.

2. VerstĂ¶ĂŸe gegen Brandschutzverordnung

Um mit seinen HÀusern noch mehr Profit zu generieren, versuchte Padovicz in zahlreichen HauseingÀngen Geldautomaten aufstellen zu lassen. Diese Praxis ist jedoch teils illegal, weil Geldautomaten den Fluchtweg aus dem Haus blockieren.

3. Padovicz trickst gegen den Mietendeckel

Die Tageszeitung Neues Deutschland berichtete ĂŒber eine illegale Klausel in Padovicz-MietvertrĂ€gen, in der die Mieter*innen genötigt werden, auf alle ihnen durch den Mietendeckel zustehenden Rechte verzichten und mit einer sofortigen Aufhebung des Vertrages einverstanden sind, falls der Mietendeckel kippen sollte.

4. Padovicz unterstĂŒtzt die Berliner AfD

Der Landesverband der “Alternative fĂŒr Deutschland” residiert seit 2017 in einer von Padovicz’s Immobilien am KurfĂŒrstendamm. Die AfD fordert, was der Immobilien-Branche gut tut: Abschaffung der Regulierung des Immobilienmarktes, Reduzierung der Grunderwerbssteuer, Erhöhung der staatlichen Förderung von Wohungseigentum und natĂŒrlich ĂŒppige Bauförderungen. Auch zwei AfD-Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses haben bei Padovicz ihre BĂŒros.

5. Padovicz lÀsst systematisch HÀuser verfallen

Um Mieter*innen aus seinen Immobilien zu ekeln, lÀsst Padovicz systematisch deren Wohnungen verfallen. Ein Haus in Berlin-Treptow wurde inzwischen komplett von gesundheitsschÀdlichem Schwarzschimmel durchdrungen, fast alle Mieter*innen sind ausgezogen. Damit das Haus lÀnger leersteht, verschleppt Padovicz dabei die Renovierungsarbeiten.

6. Padovicz und Zweckentfremdung

In Berlin-GrĂŒnau wurden die Wohnungen eines Hauses illegal an Arbeitsmigrant*innen vermietet – zwischenzeitlich stehen 55 Namen an den Klingelschildern von vier Wohnungen. Das zustĂ€ndige Bezirksamt reagierte nicht auf die illegale Überbelegung der Wohnungen und bauliche MĂ€ngel in dem Haus.

7. Padovicz beutet auf seinen Baustellen aus

Seit einigen Jahren ist die „P.B.E.- Planen Bauen Einziehen GmbH & Co. KG.“ als Beschafferin von Bauarbeiter*innen aus dem Ausland auf Padovicz-Baustellen und WohnhĂ€usern prĂ€sent. Die UnterkĂŒnfte werden in Padovicz-HĂ€usern bereitgestellt. Die PBE vermietet diese an Bauarbeiter*innen weiter. Diese sind gezwungen mit vielen anderen in ĂŒberbelegten und schlecht ausgestatteten Wohnungen zu hausen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Bauarbeiter*innen systematisch um ihren Lohn geprellt werden, wie auch bei der “Mall of Shame” am Leipziger Platz.




Quelle: Padowatch.noblogs.org