Juli 1, 2021
Von Emrawi
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Gestern wurde nach tagelanger Überwachung eine Kurdin in Innsbruck von der Polizei verschleppt. Ihre Freund*innen können sie nicht mehr erreichen und erfuhren erst am Abend von einem Beobachter, dass sie bei sich zu Hause verhaftet wurde.

Sie soll bereits am Samstag den 2. Juli nach Istanbul abgeschoben werden. Dort droht ihr Gewalt durch ihren ehemaligen LebensgefÀhrten und dessen Familie. Ihre Freund*innen bestÀtigen, dass die Frau durch ihren Ex-Partner stark traumatisiert wurde.

Die Behörden haben diese akute Bedrohung nicht ernst genommen und ihren Asylantrag abgelehnt. Jetzt wo die TĂŒrkei sich aus der Istanbul-Konvention zurĂŒckgezogen hat, ist noch offensichtlicher, dass Frauen* in der TĂŒrkei massiver patriarchaler UnterdrĂŒckung ausgeliefert sind. Wir dĂŒrfen diese Deportation nicht hinnehmen!!

Die Abschiebung zeigt, dass die Bekundungen der Regierung nach dem Femizid in Wien nur dazu dienen ihren Rassismus zu verschleiern. Die Regierenden sprechen nur dann ĂŒber Gewalt an Frauen* wenn sie von migrantisierten Personen ausgeht und ihr heuchlerischer „Schutz“ gilt nur weißen Cis-Frauen.

Gegen Abschiebungen in die TĂŒrkei! Gegen jede Abschiebung!

Tragen wir unsere Wut auf die Strasse: Demo am 1-7-21 um 18 Uhr, Treffpunkt AnnasÀule, Innsbruck

#stopdeportation #noborder




Quelle: Emrawi.org