Juli 3, 2022
Von Indymedia
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Da erfreulicherweise die Aktionsgruppe “Bundeswehr abschaffen” eine parallele Aktion in Berlin ausfĂŒhrte und darĂŒber bereits ausfĂŒhrlich und gut hier auf Indymedia berichtet wurde, wollen wir auf diesen – sehr lesenswerten –  Bericht von letzter Woche verweisen (https://de.indymedia.org/node/201704) und nur kurz folgendes ergĂ€nzen:

Mit dem Spruch “Zu offene Aussagen auf Tinder werden bei uns bestraft – Waffen und Munition stehlen nicht!” will die Stuttgarter Aktionsgruppe auf die immer noch bestehenden strukturelle Probleme innerhalb der Bundeswehr aufmerksam machen und diese verurteilen.

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Schlimme VorfÀlle bleiben ohne Konsequenzen
So durften im FrĂŒhjahr 2020 Soldaten des Kommandos SpezialkrĂ€fte gestohlene Munition von der Bundeswehr straffrei und ohne dienstrechtliche Konsequenzen zurĂŒckgeben (https://taz.de/Prozess-gegen-KSK-Soldat/!5746319/).

Auch Oberst Klein, verantwortliche fĂŒr den Tod von 91 Zivilisten nahe Kundus 2009 durch die Anordnung eines Bombenangriffs, wurde befördert und an eine Entlassung dachte das Verteidigungsministerium bis heute – 13 Jahre danach – immer noch nicht! (de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei_Kundus)

Rechtsoffenheit wird zumal hĂ€ufig toleriert: Marcel Bohnert, ehemaliger Social-Media-Leiter der Bundeswehr, hat auf Instagram Posts der rechtsextremen „IdentitĂ€ten Bewegung“ geliket und VortrĂ€ge bei rechten Burschenschaften gehalten – auch hier keine Entlassung in Sicht.

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Sexuelle Offenheit wird hingegen geahndet
Ganz anders lĂ€uft es wenn eine Soldatin ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung nutzen möchte und auf Tinder “all genders welcome” angibt.
Diese erhielt dafĂŒr einen Verweis und muss in Zukunft Formulierungen vermeiden, die den „falschen Eindruck eines wahllosen Sexuallebens und eines erheblichen Mangels an charakterlicher IntegritĂ€t“ erwecken (de.wikipedia.org/wiki/Anastasia_Biefang).

Klara Fall von der Berliner Aktionsgruppe hierzu: „Es ist erschĂŒtternd, dass sowohl die Bundeswehr als auch die deutschen Gerichte es okay finden, wenn Nazi-Soldaten Nazi-Dinge tun, und auf der anderen Seite Trans-Frauen ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verwehren. Hier zeigt sich eine Mischung aus Transphobie, Homophobie und Sexismus, die die MĂ€rchengeschichte der ach so inklusiven Bundeswehr glasklar widerlegt“.

Matthias Poster von der Stuttgarter Gruppe “Bundeswehr raus aus Stuttgart” ergĂ€nzt: “Solche Strukturen zeigen eindeutig das die Bundeswehr eine Gefahr fĂŒr Zivilisten weltweit ist und die Beispiele Munitions- und SprengstoffdiebstĂ€hle auch ganz klar das diese Gefahr fĂŒr Zivilisten in Deutschland selbst existiert!”

“Außerdem: Mehr AufrĂŒstung ist kein Weg zu Frieden und weniger Toten Soldat*innen und Zivilisten. Darum fordern wir als Stuttgarter Gruppe: Bundeswehr abschaffen!“, so Matthias.

Gruppe ruft zu weiterem Adbusting auf:
“Aktuell hĂ€ngen von der Bundeswehr in diversen StĂ€dten Werbeplakate zur neuen Youtube-Serie der Bundis, welche wie die vorherigen vor allem auf Jugendliche abzielt. Diese Plakate laden geradezu dazu ein korrigiert zu werden!”, meinen die Stuttgarter Aktivisti.
Eine gute Anleitung wie so etwas im allgemeinen bei Werbung in Werbevitrinen geht findet sich hier: https://de.indymedia.org/tutorial/27605

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Quelle: De.indymedia.org