November 26, 2021
Von Indymedia
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Aktion:
AnlĂ€ssig des Jahrestags von Ellas Inhaftierung (26.11.20) finden ĂŒberregional Aktionen statt, um die Öffentlichkeit an diese staatliche Ungerechtigkeit zu erinnern.
“Dass Menschen und Lebewesen durch Umweltzerstörung und Klimawandel fliehen und sterben mĂŒssen ist nicht hinnehmbar. Genausowenig, dass Menschen wegen praktischem Umweltschutz hinter Gittern sitzen.” empört sich “Olchi” von den “Knastratten”.
Die autonome Kleingruppe brachte mehrere Plakate hinter berliner WerbekĂ€sten an. Mit den Aufschriften…

„FREIHEIT FÜR ELLA. Obwohl die LĂŒgen des hessischen SEK durch Videos eindeutig widerlegt wurden, sitzt Klimaaktivist*in ELLA seit einem Jahr im GefĂ€ngnis.“

und

„#FreeElla. Ein Treffer wĂ€re verdient gewesen, doch den gab es leider nicht. Wegen LĂŒgen des hessischen SEK sitzt Klimaaktivist*in Ella seit einem Jahr im GefĂ€ngnis.“

…will die Gruppe auf das LĂŒgenwerk der hessischen Polizei und Staatsanwaltschaft aufmerksam machen und das sich darauf stĂŒtzende Urteil von Richter SĂŒĂŸ angreifen. Ein QR-Code auf den Plakaten verlinkt zum neulich erschienen Dokumentarfilm gegen die LĂŒgen von Polizei und Justiz:

https://freethemall.blackblogs.org/ella-ein-dokufilm-gegen-die-lugen-von…

Hintergrund:
„Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den AblĂ€ufen bei der RĂ€umung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und KniestĂ¶ĂŸen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. GeschwĂ€rzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, WidersprĂŒche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten VorwĂŒrfen Tage oder Wochen spĂ€ter zu MissverstĂ€ndnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritĂ€r-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestĂ€rkt wurden. Der Alsfelder Richter SĂŒĂŸ machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwĂ€chte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenĂŒber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und ĂŒberregionaler Ebene offen fĂŒr den Autobahnbau eintritt – doch fĂŒr ihn galt die erfundene Regel politischer NeutralitĂ€t nicht.“

Quelle:

https://freethemall.blackblogs.org/



Erschleichen von Leistung?!
WĂ€hrend dem AufhĂ€ngen der Plakate wurden die „Knastratten“ von Zivicops in Schöneberg gestört. Es wurden Personalien aufgenommen und die Gruppe wurde aufgrund fehlender Straftat (nix geklaut, nix kaputt gemacht) mitsamt Plakaten wieder von der Maßnahme entlassen. Als ein paar Straßen weiter die selben Zivicops erneut auftauchten und wiederholt beim AufhĂ€ngen störten, wurden die Plakate diesesmal eingezogen und nach RĂŒcksprache mit dem Chef-Bulle wurde eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistung konstruiert.
Nachdem die Bullen in Vergangenheit mit Ermittlungsverfahren (wegen SachbeschĂ€digung, schweren Diebstahls, Störpropaganda) und Hausdurchsuchungen gegen Adbuster*innen nur vergeblich vorgegangen ist, haben sie sich nun einen neuen Tatvorwurf aus den Fingern gezogen. Es bleibt spannend wie lĂ€cherlich sich die Cops auch dieses mal vor Gericht machen werden…


 

Eingesperrt ist 1, doch es betrifft uns alle!!!

Freiheit fĂŒr Ella,

Freiheit fĂŒr Alle!




Quelle: De.indymedia.org