Dezember 21, 2021
Von InfoRiot
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In Cottbus gingen zuletzt etwa 3500 Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Christoph Schulze vom Moses-Mendelssohn-Zentrum schildert, man könne die Demo nicht einzeln betrachten, sondern mĂŒsse sie im Kontext bisheriger rechter Proteste sehen.

Laut dem Rechtsextremismusbeobachter Christoph Schulze verfolgt die AfD in Brandenburg bereits lĂ€nger die Strategie, eine Bewegungspartei sein zu wollen, das heiße “massiv gegen Institutionen mobil zu machen”, so Schulze. Schwerpunkt dafĂŒr sei vor allem die Straße. Die Organisatoren der Proteste in Cottbus stammten vom Verein “Zukunft Heimat”, der in der Vergangenheit Proteste gegen die Aufnahme von FlĂŒchtlingen organisiert hatte.

Radikalisierung der Bewegung

 

Man habe es mit einer Protestbewegung zu tun, die sich seit Corona entwickelt habe und inzwischen ĂŒber 1000 Proteste in Brandenburg organisiert habe. Diese Bewegng sei grĂ¶ĂŸer und radikaler geworden und setze sich heterogen zusammen. Etwa aus einem esoterischen Milieu, BĂŒrgern, die nicht lĂ€nger EinschrĂ€nkungen des persönlichen Lebens wollten, aber die stĂ€rkste Gruppe sei rechtsextrem zu verorten.

Inhaltliche ÜberstĂŒlpung

 

Als kleinsten gemeinsamen Nenner bezeichnet Schulze das, was innerhalb der Bewegung mit “Freiheit” beschrieben sei, womit in der Regel das Ende aller Corona-BeschrĂ€nkungen gemeint sei. Das sei aber mittlerweise “massiv ĂŒberwölbt worden” durch eine Anti-System-Rhetorik, bei der dunkle KrĂ€fte vermutet werden, die Corona als Vorwand nutzen, um Menschen zu unterdrĂŒcken.




Quelle: Inforiot.de