November 17, 2020
Von InfoRiot
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Wittenberge – Am Montagabend demonstrierten etw 70 Corona-Leugner*innen am Elmshorner Platz in Begleitung von 10 Polizeifahrzeugen.

Erneut zeigt die Polizei am Mon­tagabend mit etwa zehn Ein­satz­fahrzeu­gen PrĂ€senz rund um den Elmshorner Platz in Wit­ten­berge. Erneut find­en sich wie in den ver­gan­genen bei­den Wochen BĂŒrg­er ein, um gegen die Maß­nah­men zur EindĂ€m­mung der Pan­demie zu protestieren. Dies­mal sind es etwa 70 Per­so­n­en. Es bleibt wieder friedlich. Allerd­ings entwick­elt sich der stille Protest an diesem Abend zu einem Katz-und-Maus-Spiel durch die Stadt.

Sperrung der Perleberger Straße

Im Gegen­satz zu den ver­gan­genen bei­den „SpaziergĂ€n­gen im Lock­down“ jew­eils am Mittwoch ver­sam­meln sich BĂŒrg­er dies­mal bere­its am Mon­tagabend. Ort der Zusam­menkun­ft war erneut der Elmshorner Platz vor dem Wit­ten­berg­er Rathaus. Von dort set­zte sich um 19 Uhr eine Gruppe aus knapp 40 Per­so­n­en Rich­tung Per­leberg­er Straße in Bewe­gung. Als Polizei­wa­gen der Gruppe ent­ge­gen kom­men, ruft ein­er der Teil­nehmer die Mit­laufend­en auf, die AbstĂ€nde zu wahren.

An der Per­leberg­er Straße sper­ren Ein­satz­fahrzeuge kurzfristig die Kreuzung zur Rathausstraße. Die Sit­u­a­tion ist zunĂ€chst unĂŒber­sichtlich. In ein­er Durch­sage bit­tet die Polizei die Ver­sam­melten zum Rathaus zurĂŒck, um ihnen dort eine Ver­samm­lung unter Polizeis­chutz zu ermöglichen.

In Kleingruppen durch die Stadt

Statt zurĂŒck­zukehren zer­streut sich die Gruppe, mehrere kleinere Grup­pen laufen in der Folge durch die Straßen. „Schön in Bewe­gung bleiben“ und „kleine, lose Grup­pen bilden“, ruft ein Mann den hin­ter sich Laufend­en zu und gibt Anweisun­gen, in welche Rich­tung weit­er zu laufen sei, um der Polizei zu entkom­men. Die Polizei ver­sucht den Bewe­gun­gen der einzel­nen Grup­pen voraus zu sein, wartet an der nĂ€ch­sten Kreuzung. Da haben Einige bere­its wieder die Rich­tung gewech­selt, laufen in ent­ge­genge­set­zter Rich­tung weit­er. Das Spiel geht weit­er, bis die einzel­nen Grup­pen nach und nach klein­er wer­den, wĂ€hrend Beamte in Mannschaftswa­gen durch die Straßen patrouillieren.

Die Stim­mung an diesem Abend ist aggres­siv­er als an den voraus­ge­gan­genen Mittwochaben­den. Zu einem Aus­tausch zwis­chen den ver­sam­melten BĂŒrg­ern und der Polizei kommt es nicht. Die Beamten nehmen zunĂ€chst keine Per­son­alien auf. Eine Frau ruft „LĂŒgen­presse“ in Rich­tung unser­er Zeitung. Aus ein­er Gruppe her­aus wirft jemand einen Böller, aus einem Mega­fon eines Protest­teil­nehmers dröh­nt eine Sirene.






Quelle: Inforiot.de