November 26, 2021
Von HaftunterstĂŒtzung Hessen
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GefÀngnisstrafe
Sie wurden zerstört
daher haben sie zerstört
dafĂŒr werden sie noch mehr zerstört
Gerhard Dunkl

großes Banner vor dem Landgericht Gießen

GefÀngnisse sind grausam:

‱ Jede vierte Person im Knast ist mindestens einmal im Monat in Gewalt verwickelt.
‱ 9mÂČ ist die gesetzlich festgelegte GrĂ¶ĂŸe einer Einzelzelle, bei Mehrfachunterbringung 7mÂČ pro Person
‱ Gefangene verbringen oft bis zu 23 Stunden am Tag in einer 9m Zelle
‱ Knapp 10% der Menschen in Haft (Momentaufnahme) verbĂŒĂŸen Ersatzfreiheitsstrafen, also Menschen, die im Knast landen, weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen können. Da geht z.B. um Schwarzfahren, Fahren ohne FĂŒhrerschein, kleinere Körperverletzungen oder DiebstĂ€hle. Das trifft nur Arme. Wer bis dahin noch nicht im völligen sozialen Abseits lebt, kommt im GefĂ€ngnis in entsprechende Kreise
‱ Die hĂ€ufigste Todesursache im GefĂ€ngnis ist Suizid – die Suizidrate in deutschen KnĂ€sten ist mehr als 10mal so hoch wie unter dem Rest der Bevölkerung

GefÀngnisse bekÀmpfen keine KriminalitÀt:
‱ Etwa 55 % der aus Haft entlassenen Menschen werden innerhalb von vier Jahren nach Entlassung erneut in fĂŒr das gleiche Delikt verurteilt, unter Jugendlichen sogar bis zu 65%
‱ Die Mehrheit der Menschen in Haft hat einen in materieller oder emotionaler Hinsicht besonders belasteten Sozialisierungshintergrund. Es werden nicht grundsĂ€tzlich Menschen eingesperrt, die vergleichbare Voraussetzungen wie alle anderen hatten und sich „einfach nur gegen das Recht entschieden haben“. Das GefĂ€ngnis spiegelt vielmehr gesellschaftliche Ungleichheit – und verstĂ€rkt diese.
‱ Ca. 4.000 Personen sitzen zur Zeit allein in Deutschland unschuldig im GefĂ€ngnis (nicht mitgerechnet die, bei denen Strafhöhe u.Ă€. auf falschen Annahmen beruhen)

TĂŒr vom Landgericht Gießen “zugemauert”

 Das Ziel:
‱ GefĂ€ngnisse abschaffen
‱ die Freilassung aller Gefangenen
‱ ein Ende der Strafjustiz
‱ VerantwortungsĂŒbernahme fĂŒr zwischenmenschliche Konflikte,
zwischenmenschliche Konflikte wieder zu den Betroffenen zurĂŒckgeben

Transpi an den Mauern der JVA Gießen “Freiheit fĂŒr Alle!”

Bis dahin 
 Sofort-Maßnahmen:

‱ Abschaffung aller Strafparagraphen, die keine Gewalttaten gegenĂŒber Menschen beinhalten. Delikte an Sacheigentum oder Symbolen der Staatlichkeit, Drogenkonsum, rein verbale Angriffe und Störungen der öffentlichen Ordnung machen (je nach ZĂ€hlweise) 74,7 bis 92,7 Prozent aller Strafparagraphen aus.
‱ Sofortige Freilassung aller Menschen, die wegen nicht gewaltförmigen Straftaten verurteilt sind.
‱ Abschaffung des geschlossenen Vollzugs auch fĂŒr alle Menschen, die zwar wegen Gewalttaten verurteilt sind, deren Gewalttaten sich von ihrer Logik her aber nicht wiederholen können.
hatten und sich „einfach nur gegen das Recht entschieden haben“.
‱ Sicherung eines individuellen Mindesteinkommens, um Gewalttaten aus Verarmung auszuschließen. Eine gute Sozialpolitik ist innerhalb des bestehenden Herrschaftssystems die beste Verhinderungspolitik von Gewalt- und Straftaten. Statt Geld fĂŒr Herrschaftsabsicherung auszugeben, sollte dieses bereitgestellt werden, um allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen.
‱ Beendigung aller staatlichen Gewaltmaßnahmen, d.h. ein Verbot von Krieg, KnĂŒppel- und Gaseinsatz seitens der Polizei sowie jeglicher demĂŒtigenden Behandlung oder Haftbedingungen bei Polizei und GefĂ€ngnissen.
‱ AufklĂ€rung hinsichtlich der Entwicklungen bei Straftaten insgesamt und in AbhĂ€ngigkeit von autoritĂ€rer Politik im speziellen. Die tatsĂ€chlichen Zahlen sollten regelmĂ€ĂŸig veröffentlicht werden.

WĂŒrden die Gesetze Straftaten verhindern, wĂ€ren die GefĂ€ngnisse leer.

Mehr Infos unter: www.welt-ohne.strafe.siehe.website




Quelle: Freethemall.blackblogs.org