August 5, 2021
Von Indymedia
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Die Politik, die bĂŒrgerliche Presse, die Schweine und auch die Faschos hetzen derzeit wieder verstĂ€rkt gegen linke Strukturen. Bundesweit gerĂ€t hierbei Leipzig/Connewitz immer wieder in den Fokus. Ob es sich nun um brennende Baustellen gegen den Ausverkauf der Stadt, gegen den Neubau von KnĂ€sten handelt oder um das konsequente Vorgehen gegen Neonazis und Bullenterror. Allem voran die Annahme: der Feind steht links und wohnt in Connewitz. Die Hetze gegen linksradikale Praxis und der Stilisierung eines gesamten Stadtteils zur Keimzelle allen Übels ist dabei nichts Neues und nicht einzigartig. Doch natĂŒrlich geht all dies nicht unberĂŒhrt an uns vorbei. Derzeit erleben wir eine der hĂ€rtesten Repressionswellen der jĂŒngeren Vergangenheit – von EinschĂŒchterungen, GesetzesverschĂ€rfungen, zahlreichen Hausdurchsuchungen bis hin zur Festnahme der Antifaschistin Lina oder jĂŒngst die 2,5 Jahre Haft fĂŒr die Danni-Aktivistin Ella. Lasst uns in diesen bitteren Zeiten solidarisch zusammen stehen. Zeigen wir ihnen, einmal mehr, dass wir uns nicht spalten oder zurĂŒckdrĂ€ngen lassen.

Es geht nicht um ein einzelnes Viertel oder einzelne Personen. Es geht darum unsere Utopien von einer freien, solidarischen und gerechten Welt gegen die Angriffe von Staat und Kapital zu verteidigen. Es geht darum dem aufziehenden Sturm der Barbarei etwas entgegenzusetzen.

Und allen, die meinen, dies gehe sie nichts an, sei gesagt, dass sich die bekannten Probleme weiter zuspitzen und die Zukunft wenig Raum fĂŒr vermeintliche NeutralitĂ€t bietet. Wer heute meint, dem aufkeimenden Faschismus mit GleichgĂŒltigkeit begegnen zu können, wird von der Barbarei nicht unberĂŒhrt bleiben. Wer heute meint, der Kampf um FreirĂ€ume und (bezahlbaren) Wohnraum gehe sie* oder ihn* nichts an, wird sich wundern, wie sehr sich die Situation in den smarten StĂ€dten der Zukunft verschlechtern kann. Wer heute dem Überwachungs- und Polizeistaat nichts entgegensetzt oder ihn sogar begrĂŒĂŸt, wird erstaunt sein, aus welchen GrĂŒnden Delinquenz konstruiert und Repression eingesetzt werden kann. Wir laden alle, die diese Hetze und Angriffe gegen unsere Viertel und unsere Bewegung ablehnen, dazu ein, mit uns auf die Straße zu gehen. Gegen die bĂŒrgerlichen Befriedungsversuche! Gegen die Stadtentwicklung von oben! Gegen ihre Repression! Gegen den Faschismus! FĂŒr widerstĂ€ndige Viertel, gefĂ€hrliche Freundschaften und das freie, gute Leben fĂŒr alle. Lasst uns ein Zeichen setzen. Gemeinsam können wir den Angriffen der bĂŒrgerlichen Presse, der Stadtententwickler*innen, der Politiker*innen und der Bullen entgegenstehen. Am Samstag, den 23.10.2021, demonstrieren wir unter dem Motto „Alle zusammen – autonom, widerstĂ€ndig, unversöhnlich!“ in drei DemozĂŒgen durch Leipzig. Die Demos starten aus verschiedenen Kiezen und greifen bundesweit relevante Themen im Kampf gegen dieses menschenverachtende System auf:

Westen – Gegen den Ausverkauf unserer StĂ€dte;

Osten – weder Freund noch Helfer;

Innenstadt – gegen die Kriminalisierung linker Strukturen

Die Demos vereinen sich dann zu einer Großdemo, mit der wir gemeinsam kĂ€mpferisch und wĂŒtend nach Connewitz ziehen! Es liegt an uns, eine vielfĂ€ltige Bewegung der SolidaritĂ€t aufzubauen. Diese Demo sehen wir als einen Schritt uns unter dem Banner der WiderstĂ€ndigkeit zu versammeln. Zeigen wir, dass keine* und keiner* den Angriffen des Staates alleine ausgeliefert ist. Wir begrĂŒĂŸen es aus diesem Grund auch explizit, wenn verschiedene Strukturen eigene Aufrufe fĂŒr die Demos schreiben und in ihren Orten dafĂŒr mobilisieren. Alle im Vorfeld der Demo veröffentlichen Aufrufe und BeitrĂ€ge werden von uns in einer Zeitung und auf einem Blog weiterverbreitet.

Alle zusammen – autonom, widerstĂ€ndig, unversöhnlich!

Alle zusammen – am 23.10.2021 um 17:00Uhr in Leipzig!

In KĂŒrze mehr dazu auf: allezusammen.noblogs.org




Quelle: De.indymedia.org