MĂ€rz 21, 2021
Von Anarchistische Gruppe LĂŒbeck
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Gegen jede AutoritĂ€t! FĂŒr einen autonom-anarchistischen 1.Mai!

Seit mehreren Jahrzehnten ist der 1.Mai nun in Europa und anderen Teilen der Welt ein etablierter Feiertag. Fast jedes Jahr wiederholt sich das Spektakel in ziemlich Ă€hnlicher Form. Viele machen sich die eigentliche Bedeutung dieses Tages nicht mehr bewusst und verziehen sich zum Grillen und Saufen in ihre SchrebergĂ€rten oder machen einen ausgedehnten Spaziergang, die Gewerkschaften machen viel Werbung fĂŒr sich und reden mit großer Begeisterung ĂŒber die ein oder andere kleine Reform und die Politiker*innen labern viel ĂŒber sog. „Arbeitnehmer*innenrechte“ wĂ€hrend unsere Arbeitsbedingungen eigentlich immer schlechter werden. Wenn das ganze alljĂ€hrliche Theater vorbei ist, geht man am nĂ€chsten Tag wieder ganz entspannt zur Arbeit und lĂ€sst sich sorglos ausbeuten. Somit ist der 1.Mai kaum noch mehr als eine gewohnte Routine, der fast jeder kĂ€mpferische Anspruch verloren gegangen ist.

Der 1.Mai soll der Tag der Arbeit sein, doch was bedeutet diese Art von Arbeit fĂŒr uns eigentlich? Sie durchzieht unser Leben von der Geburt bis zum Tod. Schon als Kinder merken wir, dass unsere Eltern keine Zeit fĂŒr uns haben und wir in der Kita landen. In der Schule zĂ€hlen nur die guten Leistungen und unsere AnpassungsfĂ€higkeit um einen guten Job zu bekommen. Nach der Schule oder dem Studium mĂŒssen wir uns einen Platz suchen, um als kleines Zahnrad das ganze System am Laufen zu halten. Um uns dazu zu motivieren diesen langweiligen und unfreien Weg zu gehen, wird uns Geld geboten und dafĂŒr tauschen wir etwas ein, was sich eigentlich nicht in Zahlen bemessen lĂ€sst: Unser Leben und unsere Gesundheit. Von einigen von uns ist eine Stunde unserer Lebenszeit nicht mehr wert als eine TiefkĂŒhlpizza.

Die Gewerkschaften und Politiker*innen wollen uns diesen Prozess schmackhafter machen, indem sie uns kleine Köder vorwerfen. Doch was nĂŒtzen uns ein bisschen mehr Geld oder ein paar mickrige Urlaubstage mehr, wenn der ganze Prozess im Kern derselbe bleibt.

Egal wie schön sie uns die Arbeit machen wollen, in diesem System bedeutet sie immer das gleiche: Wir verkaufen unsere Freiheit um die Taschen einiger weniger zu fĂŒllen und uns selbst dann durch sinnlosen Konsum zu befriedigen.

Deshalb ist es fĂŒr uns keine Option uns einfach nur in dieses alljĂ€hrliche Spektakel einzureihen, wenn sich dabei eh nichts Ă€ndern wird. Den Ausweg aus diesem miserablen Leben werden uns keine Parteien oder Organisationen ermöglichen, das können nur wir selbst schaffen. Ganz ohne Stellvertreter*innen oder AutoritĂ€ten. Wir wollen nach einem Leben greifen, dass es wert ist gelebt zu werden und die vermeidliche Ordnung ins Chaos zu stĂŒrzen. Weg mit der Lohnarbeit und den Institutionen, die sie uns aufdrĂ€ngen wollen.

Lasst uns aus den TrĂŒmmern der Fabriken, BĂŒros und Jobcenter eine neue Welt aufbauen, die auf gegenseitiger Hilfe, SolidaritĂ€t, Respekt, Liebe und Freiheit besteht.

FĂŒr ein Leben in Liebe, Freiheit und Anarchie!

FĂŒr einen antiautoritĂ€ren 1.Mai!




Quelle: Aghl.noblogs.org