Oktober 15, 2020
Von FAU Freiburg
202 ansichten


Lesung am Samstag, 24.10.20 um 10:00 – 12:00 Uhr
KTS – Kulturtreff in Selbstverwaltung (Basler Straße 103) im Rahmen der Anarchistische Buchmesse Freiburg 23.-25. Oktober

Sam Dolgoff (1902-1990) war Malerarbeiter und Mitglied der Industrial Workers of the World (IWW), auch Wobblies genannt, von den frĂŒhen 1920er-Jahren bis zu seinem Tod. Zusammen mit seiner Ehefrau, Esther Dolgoff, stand er im Zentrum des US-amerikanischen Anarchismus, insbesondere des Anarchosyndikalismus. Ihr Sohn, Anatole Dolgoff (geb. 1937), zeichnet in diesem Buch nicht nur Sam Dolgoffs Leben nach, sondern schreibt gleichzeitig eine leidenschaftliche Geschichte der radikalen Arbeiterbewegung in den USA des 20. Jahrhunderts.

Anatole Dolgoff wuchs in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts mitten im Milieu der Wobblies sowie im jĂŒdisch geprĂ€gten Milieu der aus der Immigration kommenden Arbeiter*innen New Yorks auf. Sein Buch erzĂ€hlt von der Macht der Nachbarschafts-SolidaritĂ€t unter den Arbeiter*innen, aber auch von proletarischen und kulturellen Spaltungslinien.

Nur kurze Zeit vor den US-Wahlen am 3. November ruft das Buch die unbekannte Geschichte der US-Arbeiterbewegung in Erinnerung und zeigt, dass integrierte Gewerkschaften mit schwarzen und weißen Arbeiter*innen schon ab den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts existierten. Gewerkschaftsaktivisten wie der afrikanische Amerikaner Ben Fletcher waren prĂ€gend fĂŒr die IWW und werden im Buch ausfĂŒhrlich vorgestellt.

Buchvorstellung durch Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution)




Quelle: Freiburg.fau.org