Oktober 8, 2021
Von SchwarzerPfeil
355 ansichten


UrsprĂŒnglich veröffentlicht auf Barrikade

Wir haben in der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober das Auto des Faschisten GĂŒlten SemtĂŒrk zerstört.
Diese Aktion ist eine Reaktion auf die andauernden Giftgas-Angriffe vom tĂŒrkischen MilitĂ€r auf die Gerila der PKK und der Repression der europĂ€ischen Staaten gegenĂŒber der kurdischen Freiheitsbewegung.

Seit ĂŒber 5 Monaten setzt das tĂŒrkische MilitĂ€r gezielt Giftgas gegen die Gerila in den Bergen Kurdistans ein. Die Verwendung chemischer Kriegswaffen ist bestens dokumentiert und verstösst gegen jegliche internationalen Konventionen. Trotzdem gibt es keinerlei Reaktionen darauf. EuropĂ€ische «Werte» zĂ€hlen nur dann, wenn sie sich auch mit den Interessen der euopĂ€ischen Staaten decken.
Die Schweiz hat am 1.Oktober ihre Handelsbeziehungen mit der TĂŒrkei mit der neu Ratifizierung des Freihandelsabkommen noch weiter vertieft, Deutschland bleibt Erdogans wichtigster Partner und auch der französische Staat positioniert sich immer direkter gegen die kurdische Bewegung.
Verschiedene kurdische Vereine wurden in den letzten Monaten durchsucht, Akitivst*innen verhaftet und inhaftiert. Am letzten Wochenende wurde zudem ein legales Protestcamp der kurdischen Bewegung gegen die Isloation Abdullah Öcalans brutal von der Polizei angegriffen.
Die Repression gegenĂŒber der PKK ist klar politisch motiviert. FĂŒr Deutschland ist es kein Problem mit der islamistischen Taliban an einen Tisch zu sitzen, aber die PKK wird kriminalisiert.
Diese Beispiele zeigen, dass die europĂ€ischen Staaten nicht anhand ethischer oder moralischer BewegrĂŒnde handeln. Sie handeln aufgrund eigener Interessen: dem Export von Kapital und der ZurĂŒckhaltung von GeflĂŒchteten – und sie haben in Erdogan einen guten Handelspartner gefunden.
Neben staatlicher und wirtschaftlicher UnterstĂŒtzung hat der tĂŒrkische Faschismus mit den grauen Wölfen in Europa auch eine gewaltbereite Basis auf der Strasse. Diese rechtextreme Organisation, propagiert einen ethnischen Nationalismus und strebt den Wiederaufbau eines tĂŒrkischen Grossreiches an.
Ihre Ideologie basiert auf der Abwertung von allem was nicht «tĂŒrkisch» ist, der UnterdĂŒckung von Frauen sowie einem offenen Antisemitismus,
Organisatorisch sind sie direkt an die Regierungspartei MHP angebunden und sie setzen ihre politische Agenda mit Gewalt durch. Angriffe auf Kurd*innen, Armenier*innen und Linke stehen auf der Tagesordnung, auch vor Mord schrecken sie nicht zurĂŒck. JĂŒngste Beispiele sind der Mord an der HDP- Politikerin Deniz Poyraz oder die Ermordung einer kurdischen Familie in Konya.
Auch in Europa sind sie bestens organisiert. Allein in Deutschland haben sie ĂŒber 6000 Mitglieder und greifen immer wieder Kurd*innen, Armenier*innen und linke Strukturen an. In der Schweiz organisieren sich die Grauen Wölfe.
Eines ihrer Mitglieder ist GĂŒlten SemtĂŒrk, ein bekennender Faschist. Mit am Auto angebrachten Runen-Symbolen der grauen Wölfe zeigt er offen sein Gedankengut. Damit macht er sich zu einem legitimen Angriffsziel.
Die Situation in Kurdistan ist ernst. Wir können uns nicht auf die Hilfe der europĂ€ischen Staaten verlassen, wir mĂŒssen selber handeln.
Die Feinde der kurdischen Bewegung, die Feinde der Revolution in Rojava befinden sich auch hier in Europa. Es sind europĂ€ische und tĂŒrkische Staatsvertreter*innen, Graue Wölfe Waffenkonzerne und Banken.
In den Worten der Guerilla Kommandantin BĂȘrĂźtan Dersim:

«Alle mĂŒssen tun, was sie können. Wenn man nichts tun kann, dann sollte man wenigstens eine Kundgebung organisieren, FlugblĂ€tter verteilen, die Menschen informieren oder einen Stein werfen. Tut was ihr könnt. Jugendliche, geht hin, zerschlagt die Scheiben der AKP-BĂŒros, zĂŒndet ihre Autos an. Es gibt so viel, was getan werden kann.»

Folge uns!
SchwarzerPfeil
Folge uns!



Quelle: Schwarzerpfeil.de