MĂ€rz 13, 2021
Von End Of Road
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15.03 Stattspaziergang anlÀsslich des Internationalen Tages gegen Polizeigewalt
KOP Bremen
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17.03 OnlineVA zu „Corona und Knast“
Rote Hilfe OG Bremen
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18.03. DEMO: Unsere SolidaritĂ€t gegen ihre Repression! Freiheit fĂŒr alle politischen Gefangenen!
NIKA Bremen
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21.03. Gefangenenschreibwerkstatt: Die Mauern, die uns trennen, niederschreiben – SolidaritĂ€t ist eine Postkarte
EA BREMEN
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15.03 Stattspaziergang anlÀsslich des Internationalen Tages gegen Polizeigewalt
KOP Bremen

Nach dem Mord an George Floyd im Mai 2020 war rassistische Polizeigewalt kurzzeitig auch in Deutschland ein viel beachtetes Thema in den (sozialen) Medien. Die daran anschließenden Proteste machten deutlich, dass Polizeigewalt auch hier Alltag vieler Menschen ist. Seit einem Jahr lĂ€sst sich im Zuge der Corona-Pandemie deutlich erkennen, dass einige Personengruppen mehr unter den repressiven Maßnahmen der Polizei leiden als andere. Hier zeigt sich deutlich, dass das Menschenbild der Polizei geprĂ€gt ist von einer Kriminalisierung marginalisierter Gruppen.

In Bremen gibt es eine traurige KontinuitĂ€t tödlicher Polizeigewalt. So starb Laya-Alama CondĂ© 2005 durch die zwangsweise Vergabe von Brechmitteln, eine bis dahin hĂ€ufig durch die Polizei und den Beweissicherungsdienst angewandte Folterpraxis. Im Jahr 2020 wurde Mohamed Idrissi von der Polizei erschossen, nachdem er versuchte, vor einer Pfefferspray-Attacke eines Beamten zu flĂŒchten – die Polizei war ohne den sozialpsychatrischen Dienst vor Ort, obwohl sie von der psychischen Erkrankung Mohameds wusste.

Mit unserem am Montag den 15.03.2021 geplanten Stattspaziergang nehmen wir den Internationalen Tag gegen Polizeigewalt zum Anlass, um gemeinsam die Bremer Geschichte und Gegenwart der rassistischer Polizeipraxis und Gewahrsamnahme aufzuzeigen. Unser Spaziergang zeigt Orte und Akteure in der Innenstadt und im Bremer Viertel. Die Stationen, die wir besuchen, reprÀsentieren dieses System von institutionalisiertem Rassismus. Hier wollen wir von der Geschichte, den KontinuitÀten und der AktualitÀt von Rassismus in einsperrenden Institutionen erzÀhlen.

Seit 1997 wird am 15. MĂ€rz der Internationale Tag gegen Polizeigewalt („International Day against Police Brutality“) begangen. Verschiedene Initiativen machen weltweit auf die Situation der Betroffenen von Polizeigewalt aufmerksam. Das Problem beschrĂ€nkt sich nicht nur auf jene Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Auch Obdachlose, Sexworker*innen und Fußballfans waren in der Vergangenheit mit Polizeigewalt konfrontiert.

Wir nehmen den diesjÀhrigen Internationalen Tag gegen Polizeigewalt erneut zum Anlass, diese anhaltenden MissstÀnde anzuprangern, Forderungen zu stellen und uns solidarisch mit den Betroffenen von Polizeigewalt zu zeigen.

Die Teilnahme am Stattspaziergang wird aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie in der Teilnehmendenzahl begrenzt sein. Anmeldung und weitere Infos unter: kop-bremen@riseup.net

17.03 OnlineVA zu „Corona und Knast“
Rote Hilfe OG Bremen

Am 17.03.2021 um 19.00 Uhr veranstaltet die Rote Hilfe Ortsgruppe Bremen einen Online-Vortrag zum Thema „Corona im Knast“ im Rahmen der Antirepressionswoche und zum Tag der politischen Gefangenen.

Die Coronapandemie betrifft alle Menschen in Deutschland verschieden stark. Die Probleme, die die Pandemie fĂŒr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen mit sich bringt, werden teilweise öffentlich diskutiert und erhalten Aufmerksamkeit. Die Situation von Gefangenen fand schon vor der Pandemie wenig Beachtung. Nun hat sich ihre Lage noch verschlechtert. Die Corona-bedingten VerhĂ€ltnisse in den KnĂ€sten werden nicht öffentlich besprochen. Deshalb veranstalten wir diesen Online-Vortrag zusammen mit der GG/BO Jena, um auf die MissstĂ€nde aufmerksam zu machen.
Die Gefangenen-Gewerkschaft Bundesweite/Organisation GG/BO Jena und Manuel Matzke sprechen mit uns ĂŒber die Bedingungen im Strafvollzug, welche Maßnahmen aufgrund von Corona getroffen wurden und was Gefangene fordern.
Dieser Online-Vortrag wird ĂŒber YouTube gestreamt. Eine vorherige Anmeldung erfolgt ĂŒber bremen@rote-hilfe.de
DarĂŒber erhaltet ihr den Veranstaltungslink und weitere Informationen.

18.03. DEMO: Unsere SolidaritĂ€t gegen ihre Repression! Freiheit fĂŒr alle politischen Gefangenen!
NIKA Bremen

Auch 2021 macht die autoritĂ€re Formierung keine Pause. Immer noch werden wir und unsere Genoss*innen und GefĂ€hrt*innen fĂŒr ihr politisches Engagement mit Repression ĂŒberzogen, kriminalisiert und verurteilt. Nicht nur beim sogenannten „Rondenbarg-Prozess“, dem skandalösen Parkbankbank-Prozess oder der U-Haft unserer Genossin Lina aus Leipzig zeigt sich, dass dem deutschen Staat kein Vorwurf zu konstruiert und keine Strafe zu hoch ist, um unliebsame Linke weiter in die Enge zu treiben. WĂ€hrend sich die erstarkte Rechte zunehmend auf den Straßen, in den Parlamenten und staatlichen Institutionen formiert und dabei Menschen ermordet, Waffen hortet, TerroranschlĂ€ge begeht und Hetzjagden auf nicht-weiße Menschen veranstaltet, wird die Politik nicht mĂŒde stets die Gefahr von links zu unterstreichen. So werden aus FarbbeutelwĂŒrfen Terrorangriffe, brennende Autos mit brennenden UnterkĂŒnften fĂŒr GeflĂŒchtete gleichgesetzt und Blockaden als Verbrechen gegen die Demokratie verklĂ€rt.
In Bremen zeigten uns der Bulleneinsatz am 05. Dezember 2020, bei dem etliche Antifaschist_innen fest genommen wurden, sowie die mehrfachen Hausdurchsuchungen fĂŒr angebliche FarbbeutelwĂŒrfe, wo der Staat seine PrioritĂ€ten setzt.

FĂŒr uns als radikale Linke steht fest, dass gesellschaftlicher Fortschritt erkĂ€mpft wird. Und zwar nicht mit, sondern gegen den Staat. Wenn linke Bewegungen Repression erfahren, stehen wir solidarisch zusammen. Der 18. MĂ€rz wurde 1923 von der Internationalen Roten Hilfe als Tag gewĂ€hlt, um der Niederschlagung der Pariser Commune 1871 zu gedenken. Damit steht dieser Tag nicht nur im Zeichen der Repression, sondern vor allem fĂŒr Aufbruch und Widerstand. In SolidaritĂ€t mit denjenigen, die an diesem Tag nicht mit uns auf der Straße sein können. Auch dieses Jahr werden wir auf die Straße gehen, uns nicht gegeneinander ausspielen lassen und die staatlichen Angriffe solidarisch abzuwehren.

Kommt am 18.03.2021 um 18:30 Uhr zum Leibnizplatz in der Bremer Neustadt. Von dort ziehen wir laut und beherzt ins Viertel. Um wĂ€hrend der Pandemie verantwortungsvoll zu demonstrieren, bitten wir um den Gebrauch von FFP2-Masken und die Einhaltung der ĂŒblichen AbstĂ€nde zueinander.

Unsere SolidaritĂ€t gegen ihre Repression! Freiheit fĂŒr alle politischen Gefangenen!
18.03.2021 / 18:30 Uhr / Leibnizplatz

21.03. Gefangenenschreibwerkstatt: Die Mauern, die uns trennen, niederschreiben – SolidaritĂ€t ist eine Postkarte
EA BREMEN 15-18 Uhr, Ort: TBA

Es befinden sich viele Menschen aus unterschiedlichen linken Bewegungen im Knast. KnĂ€ste sollen isolieren und unsere Verbindungen trennen, deshalb ist es umso wichtiger, die Leute nicht alleine zu lassen und sie nicht zu vergessen. Unsere SolidaritĂ€t ĂŒberwindet Grenzen und Mauern!

Wir stellen alles, was notwendig ist und vielleicht gibt es auch ein StĂŒckchen Solikuchen. Was ihr mitbringen solltet? Wut, KreativitĂ€t und eventuell ein bisschen Zeit, damit das ganze auch coronakonform lĂ€uft.

FĂŒr eine Welt ohne KnĂ€ste – EA Bremen




Quelle: Endofroad.blackblogs.org