Mai 11, 2021
Von Indymedia
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Am 20.04. gegen spĂ€ten Nachmittag standen zwei unbekannte Personen vor einem Elternhaus in Weimar und wiesen sich als Mitarbeiter des „ThĂŒringer Ministerium fĂŒr Inneres und Kommunales“ (ThĂŒringer Verfassungsschutz) aus. Dabei verwendeten sie die kreativen Namen „GrĂŒnder“ und „JĂ€ger“.

Die angebliche Zielperson des Anquatschversuchs wurde an diesem Standort vermutet, aber nicht angetroffen. Durch das ĂŒberrumpeln der anwesenden Familienmitglieder, konnten die Beamten sie in ein GesprĂ€ch verwickeln und dabei ausfragen. Die Beamten des VS stellte Fragen unter dem Deckmantel mit der Zielperson sprechen zu wollen, um sie aus dem Umfeld angeblich gewalttĂ€tiger Personen zu „retten und aus der Gewaltspirale zu befreien bevor es zu spĂ€t ist“.
Sie stellten Fragen zu einer Hausbesetzung die in Weimar in den Wochen zuvor stattgefunden hat und fragten nach Beziehungen zu weiteren Personen der Stadt. Sie packten einige private Informationen ĂŒber Familienmitglieder und AktivitĂ€ten der Zielperson aus und bemerkten das sie mitbekommen haben, dass die Kommunikation mit den Eltern von Whatsapp auf Telegram gewechselt ist.
Es ist wahrscheinlich, dass die Informationen einer laufenden TKÜ entnommen wurden und unterstreicht erneut die Notwendigkeit einer sicheren Kommunikation und zeigt, wie einfach es fĂŒr die Hunde sein kann, uns zu Überwachen.

Der „GrĂŒnder“ konnte wie folgt beschrieben werden: ca. 1,90 groß, schlank/drahtig, hellblondes kurz rasiertes Haar, kantiges/grimmiges Gesicht, unauffĂ€llige Draht-Brille, zwischen 45-50 Jahre alt, 3-Tage-Bart. Trug Jeans, Weste und eine dunkle, sportliche UmhĂ€ngetasche. Herr GrĂŒnder war 7 Jahre bei den Bullen, bevor er vom VS empfangen wurde.
„JĂ€ger“ ist ca. 1,70 groß, 50+ Jahre alt, hat dichtes graues leicht gewelltes Haar, dass ihm bis in den Nacken hĂ€ngt. Er ist pummelig mit einem runden Gesicht, dass auf den ersten Blick sympathisch wirkt, hat aber eine sehr schleimige Ausstrahlung. Er trug eine mittelgroße lederne UmhĂ€ngetasche.

Passt auf euch auf, trefft keine Aussagen, redet mit euren Familien und klÀrt auf wie ein guter Umgang mit der Polizei und anderen Repressionsorganen aussehen kann.
Macht Anquatschversuche öffentlich und holt sie damit aus ihrer Deckung!
Achtet auf eine sichere Kommunikation mit Bezugis, FreundInnen und Familie und tauscht euch aus, informiert euch weiter und bildet zusammen undurchsichtige Strukturen.

Der Hass auf den Staat und seine Hunde ist groß und wĂ€chst stetig.

Haltet euch von unseren Familien fern sonst werden morgen eure durchleuchtet!




Quelle: De.indymedia.org