Januar 18, 2022
Von End Of Road
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Die Bremer A-Karte soll der Visualisierung von Kriegsprofiteur*innen sowie kriegsverherrlichenden Elementen in Bremen dienen. Sie soll somit einen Überblick ĂŒber die gesamte Bandbreite des bremischen Militarismus geben.

Die BRD gehört zu den großen Akteur*innen des RĂŒstungsexports. WĂ€hrend der Krieg gefĂŒhlt „weit weg“ stattfindet, beginnen die Vorbereitungen hĂ€ufig direkt vor unserer TĂŒr. Waffenproduktion, -transport und -verkauf sind alltĂ€gliche und nicht unwesentliche Bestandteile der deutschen und vor allem der bremer Wirtschaft. WĂ€hrend das weitestgehend unsichtbar und unbekannt bleibt, sind zynischerweise Kriegsverherrlichung in Form von DenkmĂ€lern oder abstruser Bundeswehr-Propaganda (nicht nur) im bremer Stadtbild verankert. Sie sind offensichtlich und mit SelbstverstĂ€ndlichkeit in unserer Gesellschaft platziert, ĂŒber wirtschaftliche Profite der BRD bzw. des Landes Bremen wird hingegen in Anbetracht des Ausmaßes erstaunlich wenig berichtet.

Die deutschen Politiker*innen unterteilen Militarismus gerne in “zivile” Sicherheitstechnologien und militĂ€rische Verteidigungstechnologien. Beide Bezeichnungen sind scheinheilig.
Als militĂ€rische Verteidigungstechnologien werden Waffen und andere RĂŒstungsgĂŒter bezeichnet, die vor allem in andere LĂ€nder exportiert werden. Um wessen Verteidigung handelt es sich hier also und vor wem? Wieso bezeichnet man Waffen die nach Saudi Arabien geliefert werden, um dann im Krieg gegen den Jemen zum Einsatz zu kommen, als Verteidigungstechnologien?
Unter den sogenannten “zivilen” Sicherheitstechnologien wird insbesondere Überwachungsmaterial und Mittel zur BekĂ€mpfung von Terror gefasst. Diese Sicherheitsindustrie wird von Politiker*innen gerĂŒhmt und völlig unkritisch als eine Errungenschaft fĂŒr unsere Sicherheit dargestellt. Die “Sicherheitspolitik” fĂŒhrt jedoch nicht zu selbiger, sondern gaukelt Sicherheit vor wĂ€hrend sie eigentlich Unsicherheiten und gesellschaftliche Ausgrenzung fördert.
Wir stellen uns gegen einen Sicherheitsstaat und verurteilen die Heroisierung von Militarismus.

Bremen spielt eine große Rolle in Entwicklung, Produktion und Transport von Kriegsmaterial. Laut eines Strategiepapiers der Bundesregierung aus 2015 arbeiten ca. 1% aller Bremer BeschĂ€ftigten in der Verteidigungsindustrie (hier wird die sparte der Sicherheitsindustrie noch nicht mitgezĂ€hlt). Im VerhĂ€ltnis zur GrĂ¶ĂŸe gesehen liegt Bremen damit ganz vorne.

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Quelle: Endofroad.blackblogs.org