März 15, 2022
Von Emrawi
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„Holocaust movies always have Jews as victims. I want to see something different. Let’s see Germans that are scared of Jews”, so monierte mit Recht der amerikanische Star-Regisseur Quentin Tarantino. Der Widerstand von Jüdinnen und Juden gegen den Nationalsozialismus während der Jahre der Shoah und des Zweiten Weltkrieges wurde nur allzu oft marginalisiert, in seiner Bedeutung enorm geschmälert oder gar geleugnet. Doch so ausweglos, so schwierig die Lage und Situation der meisten im nationalsozialistischen Einflussbereich lebenden Jüdinnen und Juden auch war, gelang es unterschiedlichsten Einzelpersonen, Gruppen und ganzen Organisationen dennoch aktiven Widerstand gegen die drohende Verfolgung und die letztlich von den Nazis angestrebte völlige Vernichtung des europäischen Judentums zu üben.

Diese marginalisierte Form der Darstellung der Leistung von Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Nationalsozialismus, dieses „fragmentierte Geschichtsbild“, das fast ausschließlich den Verfolgungsaspekt hervorhebt, ist jedoch nicht allein auf die literarische und wissenschaftliche Aufarbeitung und Betrachtung beschränkt geblieben. Die Geschichtsschreibung mag sich zwar seit vielen Jahren mit dem Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden beschäftigen, Tausende von Arbeiten zu diesem Thema wurden veröffentlicht, die Fakten des tatsächlichen Widerstandes von Jüdinnen und Juden im

Kampf gegen das nationalsozialistische Terrorregime aber sind bis heute einer breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt verblieben.

So scheint es wenig verwundernd, dass eben dieses einseitige wie falsche Geschichtsbild auch in der filmischen Betrachtung der Shoah seinen Ausdruck fand. Nur wenige Produktionen kennen Jüdinnen und Juden auch in aktiven Rollen. Darin erscheinen die Verfolgten nun nicht mehr länger als so oft schweigende und ärmliche Personen, sie treten den Nazis und ihren Kollaborateur*innen bestimmt und offensiv gegenüber. Sie lassen sich nicht “wie die Schafe zur Schlachtbank führen”. Im “Killin’ Nazi Business” rächen sich die jüdischen Held*innen des Widerstandes an ihren Peiniger*innen, sie töten, sie morden und jagen ganze Häuser und Schlösser in die Luft.

Kommt bitte unbedingt geimpft und PCR-getestet (!), während der Veranstaltung bitten wir euch Maske zu tragen und vor Ort aufeinander zu achten. Seid gerne schon etwas früher dort. Sollte der Raum irgendwann zu voll werden, werden wir einen Einlassstopp machen müssen. Vor Ort, während und nach der Veranstaltung wird es auch wieder Getränke zum kleinen Preis geben.

Das Antifa-Café findet monatlich statt. Organisiert und durchgeführt wird es von der AG Antifa der Plattform Radikale Linke. Die leider ausgefallene Veranstaltung zu “Rassismus im Gesundheitswesen” wird im Mai nachgeholt!

Donnerstag, 24.3 – 19.00 Uhr – KSŠŠD – Mondscheingasse 11, 1070 Wien




Quelle: Emrawi.org