Februar 28, 2021
Von Indymedia
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Wir beteiligten uns als LibertÀres Treffen an den Gegenprotesten zu welchen rund 250 Menschen kamen und klar machten dass sie nicht einverstanden sind mit der faschistoiden und menschenfeindlichen Hetze der AfD. An mehreren Punkten rund um die Afd gab es Blockadeversuche und direkte Proteste, welche der AfD zeigte dass sie weder hier in Schorndorf noch sonstwo willkommen ist. Einigen Afdler*innen konnte der Durchgang blockiert werden und sie mussten Umwege in Kauf nehmen.

Die Afd fuhr groß auf und brachte rassistische Hetzer*innen wie Weidel und Frohnmaier auf die BĂŒhne. Imnsgesamt gab es 6 Reden die den gleichen Inhalt hatten. Sie beschwerten sich ĂŒber eine angebliche Gewaltbereitschaft der radikalen Linken und forderten einen vermeintlichen “demokratischen Diskurs”, von dem sie selbst am weitesten entfernt ist.

Afdler*innen und ihre AnhĂ€nger*innen attakierten Journalist*innen und Antifas, rasen mit Autos in Gegenproteste, riskieren so Schwerverletzte oder sogar Tote und bereiten mit ihrer rhetorischen Hetze die Grundlage fĂŒr rechten Terror. Sei es der “große Austausch” von welchem sowohl Afdler*innen als auch der antisemitische und antifeministische Terrorist aus Halle sprachen, oder die AfD Hetze gegen Shishabars gegen welche sich der rassistische Terroranschlag von Hanau richtete.

Auf diese gewalttĂ€tige rhetorische Grundlage welche die AfD legt, gingen wir auch in unserer Rede (siehe unten) auf der Gegenkundgebung ein. FĂŒr uns ist klar, dass wo immer die AfD ihre menschenfeindliche Hetze hintrĂ€gt wir uns ihr entschlossen entgegenstellen.

Siamo tutti antifaschiscti!

Noch zwei Wochen ist Wahlkampf in BaWĂŒ. Haltet die Augen offen nach der Afd und ihrer Propaganda und nehmt ihnen die Öffentlichkeit!

Liebe Antifaschist*innen,

die AfD hat sich heute gegönnt. Eine rechte Kundgebung mit Opferkult und Rufen nach einem demokratischen Diskurs. Sechs Reden zu einem Thema, welches kein wirkliches ist und zu einem mit dem die Partei nichts zu tun hat.
Ausgerechnet die Partei in der 60 Millionen Tote ein „Vogelschiss” darstellt und Hitler nicht als das „böse” sehen will. Ausgerechnet diese Partei inszeniert sich als TrĂ€ger eines demokratischen Diskurses. Klar wird hier eine mediale Strategie verfolgt. In ihrer Selbstinszenierung versucht die Partei ein demokratischen Mantel zu tragen. Und zu oft werden sie deswegen angehört oder gar in Diskussioneneingeladen.

Anhand handverlesener Beispiele wollen wir diesen Mantel heute lĂŒften.

Beginnen wir bei uns vor der HaustĂŒr:
Steffen Degler, Stadtrat von Backnang postete erst letzten Herbst ein Bild mit „where we go 1 we go all”. Einem der zentralen Slogans der Q-Anon-Verschwörer, welche tatsĂ€chlich glauben Reiche wĂŒrden Kinderblut trinken. Zuletzt weigerte er sich Masken zu tragen und kĂŒndigte an einen
Backnanger Politiker physisch anzugehen.

Benjamin Stein, ein ehemaliger hochrangiger NPD-Kader aus Rems-Murr arbeitete zuletzt fĂŒr die AfD Stadtratsfraktion in Trier. Zuvor hatte er in Rems-Murr mehrfach fĂŒr die Nazis kandidiert und sich an rechten AktivitĂ€ten beteiligt.

Marcel Grauf, lassen wir am besten fĂŒr sich selbst sprechen. In Chats schrieb dieser “Ich wĂŒnsche mir so sehr einen BĂŒrgerkrieg und Millionen Tote. Frauen, Kinder. Mir egal. Hauptsache es geht los … Tote, VerkrĂŒppelte. Es wĂ€re so schön. Ich will auf Leichen pissen und auf GrĂ€bern tanzen. SIEG HEIL!” und “Gibt ein offenes Mikrophon. Hab gedacht ich Ă€ußere mich mal. Eröffnungsgag: ‘Immerhin haben wir jetzt so viele AuslĂ€nder im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen wĂŒrde.'”. Bis heute arbeitet das ehemalige NPD-Mitglied weiterhin fĂŒr die Landtagsabgeordnete Christina Baum.

Zu ein paar weiteren.
Dubravko Mandic, griff in der Freiburger Innenstadt AfD-Gegner*innen mit Pfefferspray und Eisenstange an. Zudem posierte er im T-Shirt des Neonazikampfsportevents Kampf der Nibelungen.

Niko Boutakoglou, bezeichnete Hitler als letzten deutschen mit „Eiern in der Hose” und zitierte auf Facebook den Spruch von Auschwitz „Arbeit macht frei”.

Zuletzt noch Markus Frohnmaier, welcher heute ein paar KrokodilstrĂ€nen vergossen hat. Praktisch sieht Frohnmaier kein Problem in extrem rechten Positionen und Allianzen. Im Falle weiterer Erfolge kĂŒndigte er an „Wenn wir kommen, dann wird aufgerĂ€umt, dann wird ausgemistet”.

Mit diesen feuchten TrĂ€umen von Deportationen und Inhaftierungen ist Frohnmaier in der AfD nicht allein. Diese paar Beispiele aus Baden-WĂŒrttemberg und Rems-Murr sind lange noch nicht alles und dieListe wĂŒrde sich fast endlos erweitern lassen.

Die Liste ist ein Appell an alle sich nicht von der Selbstinszenierung der AfD tĂ€uschen zu lassen. Die blauen Rassisten sind nicht an einem demokratischen oder gewaltfreien Diskurs interessiert. Oder weshalb haben sie sonst damals den Hooliganmob durch Chemnitz gefĂŒhrt?




Quelle: De.indymedia.org