Januar 18, 2021
Von Emrawi
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Am Morgen des 16.1. wurden in Wien eine Mutter und ihre zwei Kinder verhaftet und in Abschiebehaft in Wien gesteckt. Alle drei sollen per Austrian Airline Linienflug OS863 am Montag den 18.1. um 14 Uhr nach Ägypten abgeschoben werden. Der 10-jĂ€hrige Sohn leidet an spastischen LĂ€hmungen. Deshalb ist er dringend auf medizinische Versorgung angewiesen, die er in Ägypten nicht bekommen wird. Er hat starke Schmerzen und kann kaum gehen. Die Mutter flĂŒchtete nach Österreich, um ihrem Kind medizinische Betreuung zu ermöglichen. Dies wird durch die Deportation zerstört. In Ägypten erwartet die Familie nicht nur absolute Perspektivlosigkeit, sondern auf die Gefahr hin, dass der Junge an Corona erkranken könnte – auch Lebensgefahr! Er gehört zur Corona-Risikogruppe und Österreich hat fĂŒr Ägypten aufgrund der Pandemie Reisewarnung der Stufe 5 ausgesprochen.

Die AuA fĂŒhrt immer wieder Deportationen durch – obwohl bereits mehrmals Flugpersonal dagegen protestierte. Wir fordern die Crew der Austrian Airline sowie alle anderen Wiener Flughafenmitarbeitenden auf, sich gegen diese Abschiebung zu stellen! Ebenso alle Passagier*inne.

Hier gehts zur Anleitung, wie eine Abschiebung verhindert werden kann:

https://stopdeportationsvienna.noblogs.org/uber-uns/

https://freesugar.noblogs.org/post/2021/01/17/medizinische-situation-des-von-abschiebung-bedrohten-jungen/


Diese menschenverachtende Politik Österreichs ist nicht hinnehmbar! Deswegen – und aus vielen anderen GrĂŒnden – haben wir uns am Sonntag , 17.1.2021,die Strasse genommen.

Es finden trotz Pandemie laufend Sammelabschiebungen statt. Auch in Kriegsgebiete oder Regionen, in denen die Menschen Folter, Verschleppung und Ermordung erwartet.

Im November 2020 hat die Polizei einer geflĂŒchteten Person die medizinische Versorgung verweigert woraufhin sie verstorben ist. Menschen werden monatelang in RĂŒckkehr-Zentren und Abschiebe-GefĂ€ngnissen eingesperrt, um sie dort unter unmenschlichen Bedingungen zu isolieren und zu brechen.

In den Camps in Bosnien und Griechenland herrschen untragbare ZustÀnde, die Menschen erfrieren!

Am 16.1.2021 wurde eine Familie aus Innsbruck, von den Behörden festgenommen und soll wahrscheinlich in die TĂŒrkei deportiert werden, weitere Infos folgen noch.

https://freesugar.noblogs.org/post/2021/01/17/demo-die-abschiebung-einer-familie-muss-gestoppt-werden/

Rassismus tötet!

Vor den Grenzen, an den Grenzen und in der Festung Europa selbst.


Wochenende fĂŒr Moria

Wir wollen nicht mehr zu Hause sitzen und die schreckliche Situation der FlĂŒchtlinge vor den Toren bzw. in Europa mittragen. Wir wollen, dass die Menschen bei uns menschenwĂŒrdig aufgenommen werden. Denn #WirHabenPlatz .

Wir haben beschlossen uns der KĂ€lte, die diese Menschen im eigentlichen und ĂŒbertragenen Sinn ertragen mĂŒssen, auszusetzen. Aus SolidaritĂ€t, und um die Regierung zum Handeln zu bewegen.

Jede und jeder ist willkommen sich bei uns zu beteiligen, als Teilnehmer*in mit einer Unterschrift mit Kreide auf dem Platz, als Kerzenbringer*in am Samstag fĂŒr ein Lichtermeer, als Tee- und Verpflegungsbringer*in, als AktiveR um Informationen an die Passant*innen zu vermitteln, als Übernachtende/er im Zelt, als Multiplikator*in nach Außen via sozialer Medien, Flyer, Mundpropaganda oder via persönlicher Kontakte….Deine KreativitĂ€t ist willkommen!

Jedes Wochende im JĂ€nner/Februar 2021. Die Aktion ist schon im November in Tirol gestartet und findet jetzt auch in Kufstein,Salzburg statt. In Vorarlberg gibt es derzeit “Mahnwache fĂŒr Moria”

Wenn du auch eine Aktion in deinem Ort starten willst, haben wir ein motivierendes TOOLKIT mit unseren Erfahrungen erstellt. Gerne schicken wir dir es auch zu.

https://www.und-lieben.tirol/wochenende-f%C3%BCr-moria/


Support for Suggar:

Unser Freund Sugar wurde letzten November nach fĂŒnf Monaten Schubhaft nach Nigeria abgeschoben. Mittlerweile baut er sich dort ein neues Leben auf. Er hat bereits den FĂŒhrerschein gemacht und spart jetzt fĂŒr ein Auto. Bald wird er als Taxifahrer arbeiten.

Sugar hat sich in Österreich immer auch fĂŒr seine Mitmenschen und Freund*innen eingesetzt, jetzt braucht er unsere UnterstĂŒtzung, um das Auto zu bezahlen. Wenn ihr etwas Geld ĂŒbrig habt, dann könnt ihr es auf das folgende Konto ĂŒberwiesen (siehe Link). Falls nicht, dann leitet diese Nachricht bitte an eure Freund*innen weiter.

SolidaritÀt bleibt unsere Waffe!

https://freesugar.noblogs.org/post/2021/01/13/unterstutzung-fur-sugar/


Grenzen Töten Demo!

More languages on social media!

Im Mittelmeer, in den WĂ€ldern von Bosnien oder in Moria auf Lesbos – das militĂ€rische Grenzregime Europas organisiert unfassbares Leid. Menschen, die in Europa Zuflucht suchen, werden vor den Grenzen aufgehalten. Viele haben nicht einmal die Möglichkeit einen Asylantrag zu stellen! Sie werden in illegalen Aktionen von der Grenze weggebracht und ausgesetzt, mĂŒssen ohne Dach ĂŒber dem Kopf in der KĂ€lte verbleiben.

Europa kollaboriert mit diktatorischen Staaten und privaten Agenturen wie Frontex um diese rassistischen Maßnahmen durchzusetzen.

Überwinden wir das nationalistische Denken: Ermöglichen wir sichere Fluchtwege, öffnen wir die Grenzen – wir haben Platz!

Die Menschenverachtung dieser rassistischen Grenzpolitik zeigt sich nicht nur an den Außengrenzen der Festung Europa, sondern auch im Inneren: Menschen mĂŒssen oft viele Monate in Schubhaft verbringen und die ZustĂ€nde in den knastĂ€hnlichen Asyl- und RĂŒckkehrzentren sind unertrĂ€glich.

Ein konkretes Beispiel dafĂŒr ist das Abschiebelager BĂŒrglkopf in Tirol. Auf 1250m Höhe, weit abgelegen in den Bergen, werden derzeit rund 90 GeflĂŒchtete festgehalten. Ziel dieser Einrichtung ist es GeflĂŒchtete zu isolieren, sie zu brechen und zur „freiwilligen“ Ausreise zu zwingen. BĂŒrglkopf – und alle anderen Lager – mĂŒssen unverzĂŒglich geschlossen werden! Organisieren wir solidarische UnterstĂŒtzung, wie zum Beispiel dezentrale Wohnmöglichkeiten fĂŒr geflĂŒchtete Menschen!

Der österreichische Staat schiebt zudem fortlaufend Menschen ab – trotz Pandemie! In den letzten Monaten gab es Charterabschiebungen nach Russland, Nigeria und Afghanistan, sowie viele Einzelabschiebungen. In diesen LĂ€ndern regieren Autokraten, es werden VerstĂ¶ĂŸe gegen die Menschenrechte begangen und es herrscht Krieg.

Dies dĂŒrfen wir nicht unbeantwortet lassen! Widerstand gegen Abschiebungen ist möglich und bitter nötig.

Europa profitiert seit Jahrhunderten von Ausbeutung und Krieg im Globalen SĂŒden. Die Ideologie des Rassismus und die FortfĂŒhrung der kolonialen Wirtschaftsstruktur mĂŒssen endlich gebrochen werden!

Es ist lĂ€ngst an der Zeit eine befreite Gesellschaft aufzubauen – another world is possible!

Bitte tragt Masken und halten die MindestabstÀnde ein!

https://enough-is-enough14.org/2021/01/10/grenzen-toeten-demo-in-innsbruck-oesterreich/


Schwurbler*innen Treffen in Innsbruck

Sehr aktive Treffen in Tirol und anderen StĂ€dten sind momentan ersichtlich. Treffpunkte wie BiolĂ€den, esoterische Verkaufsorte, CafĂ©s usw…werden seit Monaten als “Schwurbler*innen Zeitung, Merchandise Verteilerzentren” genutzt.

Am 1.1.2021 haben und 150 Aktivist:innen den Aufmarsch mehrerer hundert rechter Corona-Leugner:innen blockiert.

Wie berichtet war die Demonstration der Corona-Leugner:innen nicht angemeldet. Der rechtsgesinnte Initiator Martin Rutter, der noch bis zuletzt behauptet hatte, den “Spaziergang” angemeldet zu haben, tauchte erst gar nicht auf.

Rechtsextreme Ordner und “Arbeit macht frei”-Rufe

Wer hingegen dabei waren : Ein bekannter Nazi aus Schwaz in Tirol, der als Ordner aktiv, wie Fotos belegen, wurde aus er FPÖ (B.K) ausgeschlossen, nachdem er wegen einer rassistischen und religionsfeindlichen Aktion verurteilt worden war. Danach machte er als Aktivist der rechtsextremen IdentitĂ€ren Bewegung von sich Reden.

Die Corona-Leugner:innen, die sich neben der angemeldeten antifaschistischen Kundgebung an der AnnasĂ€ule gesammelt hatten, zogen schließlich – von “Alerta Antifascista”-Rufen begleitet – ĂŒber die Museumsstraße zum Bahnhof: dicht gedrĂ€ngt, die meisten ohne Maske. Zahlreiche Teilnehmer:innen der Demonstration waren dem patriotischen und nationalistischen Lager zuzuordnen, auch Rechtsextreme marschierten mit: “Geht’s doch was arbeiten!”, rief ein Teilnehmer den Antifaschist:innen zu, sein Begleiter ergĂ€nzte lachend: “Arbeit macht frei!”

Blockade bei der Triumphpforte. Dies wurde von der Polizei verhindert.

Doch die Antifaschist:innen schafften es beim zweitem Mal ein Durchkommen unmöglich zu machen: Mit mehreren Bannern blockierten sie die Straße, um die RĂŒckkehr des Demozuges zur AnnasĂ€ule zu verhindern.

Mit Erfolg: Die Corona-Leugner:innen machten kehrt, ein Teil trat den Heimweg an, rund die HĂ€lfte der Teilnehmer:innen erreichte schließlich ĂŒber einen Umweg den Marktplatz. Dort wurden sie wieder von antifaschistischen Sprechchören empfangen, der rechte Demonstrationszug löste sich schnell auf.

Gegen rechte Verschwörungstheorien, hier und ĂŒberall

https://aibk.org/antifaschistinnen-blockieren-rechte-corona-demo/

https://aibk.org/events/antifa-heisst-maske-auf-aktionstag-gegen-rechte-ideologien/




Quelle: Emrawi.org