Mai 15, 2021
Von InfoRiot
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DenkmÀler

Arbeitsgruppe prĂŒft KolonialbezĂŒge

14.05.2021, 14:10

Potsdam. Die Stiftung Preußische Schlösser und GĂ€rten Berlin-Brandenburg (SPSG) will sich auch weiter kritisch mit Kunstwerken oder Objekten aus der Kolonialzeit auseinandersetzen. Die öffentliche Debatte ĂŒber die koloniale Vergangenheit wirke sich auf viele Bereiche des gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens und damit auch auf die Arbeit in musealen Einrichtungen aus, teilte die Stiftung am Freitag mit. Bereits seit 2020 beschĂ€ftigt sich eine Steuerungsgruppe mit der ErklĂ€rung kolonialer BezĂŒge. Ein erstes Ergebnis ist die Umbenennung des “Mohrenrondell” im Park Sanssouci, das nun wieder den Namen “Erstes Rondell” zurĂŒck erhĂ€lt.


Dort fĂŒhrt kĂŒnftig eine neue Informationstafel in die Geschichte des Ersten Rondells und seines Skulpturenprogramms ein, wie die Stiftung am Donnerstag weiter mitteilte. Mittels QR-Code ist ein Beitrag ĂŒber die auf hohen Postamenten aufgestellten BildnisbĂŒsten afrikanischer Frauen und MĂ€nner sowie der römischen Kaiser Titus Vespasianus und Marc Aurel auf einer neu eingerichteten Themenseite der SPSG-Homepage www.spsg.de/kolonialekontexte abrufbar.

Zwar habe die Stiftung nach aktuellen Erkenntnissen keine Objekte in ihren BestĂ€nden, die auf kolonial bedingte Erwerbungen zurĂŒckgingen, hieß es. In jedem konkreten Fall solle aber kritisch darĂŒber befunden werden, ob die Titel der in den Schlössern und GĂ€rten der Stiftung prĂ€sentierten Kunstwerke und Sammlungsobjekte den tatsĂ€chlichen historischen Gegebenheiten entsprechen. Gegebenfalls mĂŒssten sie geĂ€ndert oder ihr historischer Hintergrund erlĂ€utert werden. So forscht die SPSG derzeit unter anderem auch nach Namen und Familiengeschichten von auf GemĂ€lden abgebildeten schwarzen Menschen, deren IdentitĂ€t ermittelt und deren Sozialgeschichte am Hof beleuchtet werden soll.

© dpa-infocom, dpa:210514-99-598215/2





Quelle: Inforiot.de