September 5, 2021
Von FAU Flensburg
306 ansichten


Der Arbeitskampf zwischen dem Staatskonzern Deutsche Bahn und der Gewerkschaft der LokomotivfĂŒhrer GDL nimmt an SchĂ€rfe zu. Eine Klage des Verkehrskonzerns vor Gericht gegen den Streik scheiterte, die Arbeitsniederlegung der GDL-Mitglieder geht also weiter. Doch die Bahn will in Berufung gehen.

Der Vorstand der Deutschen Bahn ist am gestrigen Donnerstag Abend mit dem Versuch, den GDL-Streik vor Gericht zu stoppen, vorerst gescheitert. Das Arbeitsgericht Frankfurt lehnte einen Eintrag des Staatskonzerns auf „einstweilige VerfĂŒgung“ gegen den Streik ab. Damit können die Streiks im Personenverkehr vorerst weiterlaufen. Die GDL will noch bis zum 7. September um 2 Uhr morgens GĂŒter- und Personenverkehr bestreiken.

„Die Kammer hat uns ganz klar bestĂ€tigt: Die Arbeitskampfmaßnahme ist rechtmĂ€ĂŸig, sie ist zulĂ€ssig und sie ist auch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig“, so GDL-Chef Claus Weselsky nach der Verhandlung.

Eine Sprecherin der Bahn erklĂ€rte am Abend: „Wir waren uns bewusst, dass die HĂŒrden in einem Eilverfahren sehr hoch liegen und dass das Streikrecht in Deutschland mit gutem Grund sehr geschĂŒtzt ist“. Dennoch wolle man „nichts unversucht zu lassen, den Streik zu beenden“. Dem entsprechend hat der Konzern auch sofort Berufung eingelegt. Diese Verhandlung vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht soll bereits am heutigen Freitag beginnen.

Verhandlungen gescheitert

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag – also zum Beginn der Streikaktionen im Personenverkehr – hatte die Deutsche Bahn der GDL noch ein Angebot vorgelegt. Darin hatte sie erstmalig eine Corona-PrĂ€mie mit konkreten Zahlen hinterlegt. So sollten diese sich am öffentlichen Dienst orientieren, bei der es bis zu 600€ PrĂ€mie gĂ€be. Zudem wurde eine Laufzeit fĂŒr den Tarifvertrag von 36 statt zuvor 40 Monaten vorgeschlagen.

Die GDL lehnte den Vorschlag aus verschiedenen GrĂŒnen dennoch ab. So beinhalte er immer noch einen Angriff auf die Betriebsrenten, und es werde im Jahr 2022 eine „Nullrunde“ geben. Dabei betonte sie noch nicht einmal, dass schon die eigene Forderung von 3,2% Lohn auf eine Laufzeit von 28 Monaten ebenfalls aufgrund der starken Inflation von rund 4% eine Nullrunde oder sogar Lohnsenkung bedeuten wĂŒrde – nur eben nicht eine so starke wie von der Bahn gefordert.

Mehr lesen (perspektive-online.net)




Quelle: Fau-fl.org