September 7, 2021
Von ZĂŒndlumpen
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Die industrielle Windenergie ist niemals etwas anderes als die FortfĂŒhrung der industriellen Gesellschaft mit anderen Mitteln. Anders gesagt kann eine klarsichtige Kritik der ElektrizitĂ€t und der Energie im Allgemeinen nichts anderes als eine Kritik an der Gesellschaft sein, fĂŒr die die massive Energieproduktion ĂŒberlebensnotwendig ist. Der Rest ist nur Illusion: maskierte Zustimmung zur aktuellen Situation, zu deren Erhaltung in ihren wesentlichen Aspekten sie beitrĂ€gt.

Le vent nous porte sur le systĂšme, 2009

Eine Gewitternacht. Die elektrischen Entladungen erleuchten den Himmel, wĂ€hrend der Donner das Ende der Welt anzukĂŒnden scheint. Auch wenn letzteres an diesem 1. Juni 2018 in Marsanne (DrĂŽme [Frankreich, Anm. d. Übs.]) nicht eintrat, ist dennoch etwas in jener Nacht geschehen, oder besser zwei Dinge, die letzlich ein unerwartetes Schicksal erlitten: zwei WindkraftrĂ€der werden angegriffen. Eines brennt vollstĂ€ndig ab, das zweite wird beschĂ€digt. Die missgelaunten StaatsbĂŒttel und die RES-Gru ppe [Erneuerbare-Energien-Unternehmen, Anm. d. Übs.] konnten nur noch die Einbruchsspuren an den beiden EingangstĂŒren der gigantischen Kolonnen feststellen,  auf denen die Turbine und die FlĂŒgel dieser Industriemonster der erneuerbaren Energie sitzen. [1] Zwei weniger von den Abertausenden, die in Frankreich in diesem letzten Jahrzehnt aufgepflanzt wurden. Oder besser drei, wenn man den Brand des Windrads vom Plateau d’Aumelas, nicht weit von Saint-Pargoire (HĂ©rault [Frankreich, Anm. d. Übs.]) entfernt, vier Tage spĂ€ter, mitzĂ€hlt, durch einen dieser kalendarischen ZufĂ€lle, die manchmal alles noch besser machen.

Dass diese WindrĂ€der nichts mehr mit den malerischen WindmĂŒhlen von anno dazumal zu tun haben – die, das nebenbei erwĂ€hnt, in den meisten FĂ€llen wichtige Akkumulationsquellen fĂŒr die mehr oder weniger lokale Elite gewesen sind, die hĂ€ufig die WutausbrĂŒche der Bauern auf sich zogen –, ist zweifelsohne ziemlich offensichtlich.  Aber warum unterstĂŒtzen die Staaten zahlreicher LĂ€nder die Aufstellung dieser „Windparks“ auf den HĂŒgeln, in den TĂ€lern und bis ins Meer hinein? Sicherlich nicht aus rein mathematischem KalkĂŒl, denn selbst die Ingenieure können nicht alle Zahlen manipulieren und mĂŒssen zugeben, dass die WindrĂ€der nicht mehr als 19 % der Zeit pro Jahr laufen (ein deutlich niedrigerer KapazitĂ€tsfaktor als Atomkraftwerke, die 75 % erreichen oder Kohlekraftwerke mit zwischen 30 und 60 %). Es kann auch nicht wegen des Willens sein den gesamten Energiepark in einen „erneuerbaren“ zu verwandeln, wenn man betrachtet, dass das schlichtweg unmöglich ist, wenn man denselben Stromverbrauch aufrechterhĂ€lt (in Frankreich mĂŒsste man dafĂŒr alle 5 kmÂČ ein Windrad hinstellen). Es kann auch nicht wegen der Sorge um die „Umwelt“ sein, auch ohne dass das Risiko ausgeschlossen ist sich von den smarten Diskursen einer sauberen Technologie einwickeln zu lassen, wenn man bedenkt, dass allein die Produktion und Installation von WindrĂ€dern (ganz zu schweigen vom zentralisierten Stromnetz, an das man sie anschließen muss) den Abbau sehr seltener und sehr toxischer Stoffe erfordert, ebenso ölfressende Boote zum Transport der Mineralien, gigantische Fabriken um sie zu bauen, Autobahnen um die Teile zu transportieren, usw. Letztlich kann es auch nicht sein um Steine in das RĂ€derwerk der großen Energiekonzerne zu schmeißen, die vor allem mit Erdöl und Gas ein Vermögen gemacht haben, denn es sind dieselben Unternehmen, die massiv in die erneuerbaren Energien investieren. Nein, ĂŒber diese Wege werden wir nichts verstehen, wir mĂŒssen eine andere ErklĂ€rung finden.

Eliminieren wir auch sogleich alle umweltschĂŒtzenden und Öko-Prahlereien, die inzwischen nicht nur von den Demokraten vom Dienst vor sich hergetragen werden, sondern auch von fast jedem Unternehmen, jedem Staat, jedem Forscher. Es gibt keine „Energiewende“, die gerade im Gange wĂ€re, es hat in der ganzen Geschichte noch keine gegeben. Was auch immer die umworbenen Mitarbeiter der technologischen Start-Ups behaupten, die Ausbeutung der menschlichen Muskelkraft wurde nie aufgegeben
 Die allgemeine Verbreitung der Verwendung von Erdöl hat nicht zu einer Aufgabe der Kohle gefĂŒhrt. Die gewaltsame EinfĂŒhrung der Atomkraft hat kein bisschen das Verschwinden der „klassischen“ Kraftwerke bedeutet, die mit Gas, Öl oder Kohle funktionieren. Es gibt keine Wende, es gibt nur ErgĂ€nzungen. Die beschleunigte Forschung an neuen Energieressourcen hĂ€ngt ausschließlich mit strategischen Interessen, und sicherlich nicht mit ethischen, zusammen. In einer Welt, die nicht nur abhĂ€ngig, sondern ultra-abhĂ€ngig von der Stromenergie ist, ist die Diversifizierung der Arten sie zu produzieren angesagt. Um die WiderstandsfĂ€higkeit der Zufuhr zu erhöhen, was eine entscheidende Wichtigkeit in einer vernetzten Welt hat, die auf allen Ebenen bedarfsorientiert funktioniert, ist die Quellen zu diversifizieren und zu multiplizieren die Losung, einschließlich um mit den berĂŒhmten „Spitzenlasten“ fertig zu werden, die, aus technischen GrĂŒnden, nicht von einem einzigen Typ der Energieproduktion aufgefangen werden können (wie beispielsweise die Atomkraft). Daher nicht nur die Entwicklung der Wind- und der Solarkraft, sondern auch von Biomassekraftwerken, genetisch verĂ€ndertem Raps, der als Biotreibstoff dient (welche Verrenkungen die Sprache der Technowelt erlaubt!), neuen Typen von Atomkraftwerken, nanoproduzierten leitenden Werkstoffen, die versprechen den WĂ€rmeverlust im Zuge des Stromtransports um winzig kleine Mikro-ProzentsĂ€tze zu reduzieren, und die Liste könnte hier noch fortgesetzt werden.
Es ist also nicht verwunderlich, dass eine von den drei ausgewĂ€hlten DomĂ€nen fĂŒr die subventionierten europĂ€ischen Forschungsprogramme im Rahmen des Horizont 2020 die der Energie ist.

***

Aber was ist denn nun diese Energie und in welchen Bereich fĂ€llt die Energiefrage im Allgemeinen? Wie die zahlreichen KĂ€mpfe der Vergangenheit ins Licht gerĂŒckt haben, insbesondere jene gegen die Atomkraft, ist die Energie eine Drehachse der staatlichen und kapitalistischen industrialisierten Gesellschaft. Wenn Energie Produktion bedeutet, erlaubt die Produktion den Profit durch die Vermarktung. Wenn Energie StĂ€rke bedeutet, erlaubt die StĂ€rke den Krieg und Krieg bedeutet Macht.

Die Macht, die die Kontrolle ĂŒber die Energieproduktion ermöglicht, ist immens. Die westlichen Staaten haben nicht die Ölkrise von 1973 abgewartet, als ihre AbhĂ€ngigkeit von den ölproduzierenden LĂ€ndern, die ihre eigenen MachtplĂ€ne verfolgten, fĂŒr alle offensichtlich wurde, um sich dessen bewusst zu werden. Diese war eine der wesentlichen Triebfedern mehrerer Staaten, darunter auch Frankreichs, um den Ausbau der Atomkraft zu rechtfertigen: ĂŒber eine relative energetische UnabhĂ€ngigkeit zu verfĂŒgen und diese als Waffe zu nutzen um andere LĂ€nder dazu zu zwingen zu spuren. Eine Sache allerdings ist vielleicht noch wichtiger, und es ist das, wo uns die Kritik an der Atomkraft erlaubt, die Rolle der Energie in ihrer ganzen Tragweite zu begreifen: die Atomkraft bestĂ€tigt, dass einzig der Staat und das Kapital die KapazitĂ€ten zur Energieproduktion innehaben dĂŒrfen, dass diese KapazitĂ€ten eine Beziehung, die mit dem AbhĂ€ngigkeitsgrad der Bevölkerungen verbunden ist, reprĂ€sentieren, dass jede revolutionĂ€re Aufwallung, die die Welt radikal verĂ€ndern will, sich mit diesen Energiekolossen auseinandersetzen mĂŒssen wird. Kurz, dass Energie Herrschaft bedeutet. Wie es ein sehr gut untermauerter kritischer Essay von vor einigen Jahren unterstrich, der die Atomkraftfrage mit der der Windkraft verknĂŒpfte: „die wesentliche Energie, die aktuell verbraucht wird, dient dazu eine unterwerfende Maschinerie am Laufen zu halten, aus der wir uns befreien wollen.“

Trotzdem verursacht das Aufbringen der Energiefrage immer noch hĂ€ufig, auch unter den Feinden dieser Welt, mindestens eine gewisse Verlegenheit. Wir assoziieren tatsĂ€chlich leicht die Energie mit dem Leben,  nach dem Muster der Energetiker, die umfassend dazu beigetragen haben, eine Vision zu verbreiten, die jedes LebensphĂ€nomen mithilfe von (chemischen, kinetischen, thermodynamischen,
) EnergieĂŒbertragungen, -verlusten und -umwandlungen erklĂ€rt. Der Körper sei demzufolge nur eine Ansammlung an energetischen Prozessen, so wie eine Pflanze nur eine Zusammenwirken chemischer Umwandlungen sei. Ein anderes Beispiel, wie eine ideologische Konstruktion die sozialen Beziehungen beeinflusst – und dann wiederum von diesen beeinflusst wird–, ist die sehr aktuelle VerknĂŒpfung von MobilitĂ€t, Energie und Leben. Permanent seinen Standort zu wechseln, nicht stillzustehen, „in der Welt herumzukommen“, indem man von einem ICE in einen Billigflieger hĂŒpft, um in einem Sekundenbruchteil hunderte Kilometer zurĂŒckzulegen, ist ein neues Paradigma „des sozialen Erfolgs“. Reise, Entdeckung, Abenteuer und das Unbekannte sind Wörter, die inzwischen auf allen Werbetafeln zu finden sind, und die durch eine gefĂ€lschte Assimilation eine ganze Bandbreite an menschlichen Erfahrungen, die auf schnelle und risikolose Besichtigungen von Orten, die zu diesem Zweck hergerichtet wurden, reduziert wurden. zerstören. Bis hin dazu in Zimmern von Unbekannten zu schlafen, die durch die Registrierung und die Datenbanken einer virtuellen Plattform ordnungsgemĂ€ĂŸ kontrolliert, garantiert und bewirtschaftet werden. Vielleicht ist es aus dem Grund, dass die Wangen sich röten oder die Lippen zu beben beginnen, sobald es jemand wagt vorzuschlagen, dieser Welt den Saft abzudrehen.

Diese Verlegenheit zu besiegen ist keine einfache Sache. Eine ganze staatliche Propaganda versetzt uns kontinuierlich in Alarmbereitschaft, unterstĂŒtzt von sehr realen Kriegsbildern, was die Zerstörung der Energiezufuhr bedeutet. Trotzdem ist eine kleine MĂŒhe um sich von den ChimĂ€ren zu befreien, die in unseren Köpfen spuken, ein notwendiger Schritt. Und das ohne dennoch „alternative Programme“ zu entwickeln um diese Frage zu lösen, denn in dieser Welt kann sie nicht gelöst werden. Die modernen StĂ€dte können nicht ohne ein zentralisiertes Energiesystem auskommen, ob dieses jetzt von Atomkraftwerken, Nanomaterialien oder WindrĂ€dern produziert wird. Die Industrie kann nicht darauf verzichten monströse Mengen an  Energie zu verschlingen.
Das Schlimmste – und das ist das, was teilweise gerade umgesetzt wird, nicht nur innerhalb der KĂ€mpfe gegen das Energiemanagement und die Ressourcenausbeutung, sondern auch innerhalb derer gegen das Patriarchat, Rassismus und den Kapitalismus – wĂ€re, wenn aus dem BedĂŒrfnis heraus angesichts einer unruhigen und ungewissen Zukunft nicht mit leeren HĂ€nden dastehen zu wollen, die Forschung und die Experimente fĂŒr eine Autonomie den Fortschritt der Herrschenden nĂ€hren. Die experimentellen WindrĂ€der innerhalb der Hippie-Kommunen der 60er Jahre in den USA haben vielleicht einige Zeit gebraucht, ehe sie Einzug in die Industrie hielten, doch heute sind sie ein wichtiger Vektor der kapitalistischen und staatlichen Umstrukturierung. Wie es ein kĂŒrzlich erschiener Text zusammenfasste, der Kampfperspektiven skizzierte, die von aktuellen Konflikten in verschiedenen Ecken der Welt rund um die Energiefrage inspiriert sind:

Sicherlich ist es möglich, im Gegensatz zur Vergangenheit, dass in diesem beginnenden dritten Jahrtausend das Verlangen nach Subversion sich mit der Hoffnung auf Überleben auf demselben Gebiet kreuzt, jenem, der darauf abzielt die technische Reproduktion des Existierenden zu be- und zu verhindern. Doch es ist eine Begegnung, die dazu verdammt ist sich in eine Konfrontation zu verwandeln, weil es offensichtlich ist, dass ein Teil des Problems nicht gleichzeitig Teil der Lösung sein kann. Um ohne diese ganze Energie auszukommen, die hauptsĂ€chlich fĂŒr die Politiker und die Industriellen notwendig ist, muss man auch ohne jene auskommen wollen, die sie erforschen, sie ausbeuten, sie verkaufen, sie benutzen. Die energetischen Erfordernisse einer ganzen Zivilisation – der des Geldes und der Macht – können sicherlich nicht bloß aufgrund des Respekts gegenĂŒber hunderte Jahre alten OlivenbĂ€umen, gegenĂŒber Riten unserer Ahnen oder fĂŒr die Bewqhrung der WĂ€lder und der StrĂ€nde, die bereits großteils verseucht sind, infrage gestellt werden. Nur eine andere Auffassung des Lebens, der Welt und der Beziehungen kann das machen. Nur das kann und muss die Energie infrage stellen – in ihrem Gebrauch und ihren falschen BedĂŒrfnissen, und also auch in ihren Strukturen –, indem sie die Gesellschaft selbst infrage stellt.

Und wenn diese titanische Gesellschaft effektiv dem Schiffbruch entgegensteuert und auf dem Weg dahin jede Möglichkeit eines autonomen Lebens, jedes innere Leben, jede einzigartige Erfahrung reduziert oder zerstört, die Böden verwĂŒstet, die Luft vergiftet, das Wasser verschmutzt, die Zellen verstĂŒmmelt, denken wir wirklich, dass es deplatziert oder zu willkĂŒrlich wĂ€re vorzuschlagen, dass, um der Herrschaft zu schaden, um ein bisschen Hoffnung zu haben, unbekannte Horizonte zu eröffnen, um einer maßlosen und abgezĂ€umten Freiheit etwas Raum zu verschaffen, die energetischen Fundamente dieser selben Herrschaft zu unterhöhlen einen der wertvollsten Wege darstellen könnte?

***

Betrachten wir, was wir vor uns und um uns herum haben: ĂŒberall auf der Welt gibt es Konflikte rund um die Ausbeutung von natĂŒrlichen Rohstoffen oder gegen die Errichtung von Energiestrukturen (Windparks, AKWs, Pipelines und Ferngasleitungen, Hochspannungsleitungen und Biomassekraftwerke, genetisch verĂ€nderte Rapsfelder, Minen,
) . Alle Staaten betrachten diese neuen Projekte und die existierenden Energieinfrastrukturen als „kritische Infrastrukturen“, d. h. unentbehrlich fĂŒr die Macht. Angesichts der ZentralitĂ€t der Energiefrage muss man sich auch nicht wundern zu lesen, dass im jĂ€hrlichen Bericht einer der angesehensten Agenturen zur Beobachtung politischer und sozialer Spannungen  in der Welt (die von den globalen Versicherungskolossen subventioniert wird), dass von allen als solche berichteten und von „nicht-staatlichen“ Akteuren ausgefĂŒhrten Attentaten und Sabotagen auf diesem Planeten, unabhĂ€ngig von den Tendenzen und Ideologien, 70 % Energie- und logistische Infrastruktur zum Ziel hatten (etwa Strommasten, Transformatoren, Pipelines und Ferngasleitungen, Funkmasten, Stromleitungen, Brennstofflager, Minen und die Bahn).
Klar, die Motivationen, die diejenigen, die innerhalb dieser Konflikte kĂ€mpfen, antreiben, könnten nicht diverser sein. Mal reformistisch, mal ökoaktivistisch, mal aus indigenen oder religiösen AnsprĂŒchen resultierend, mal revolutionĂ€r oder manchmal einfach nur zur VerstĂ€rkung der Fundamente eines Staates – oder eines zukĂŒnftigen Staates. Weit von uns entfernt ist die Idee, die Entwicklung, die Vertiefung und die Verbreitung einer radikalen Kritik aller Aspekte der Herrschaft zu vernachlĂ€ssigen, aber was wir hier gerne unterstreichen wĂŒrden, ist dass sich innerhalb dieser selben asymmetrischen Konflikte ebenfalls eine Methode des autonomen, selbstorganisierten Kampfes und der direkten Aktion verbreitet, die de fakto mit anarchistischen VorschlĂ€gen in diese Richtung ĂŒbereinstimmt. Über die aufstĂ€ndischen Potenziale hinaus, die diese Konflikte rund um neue Energieprojekte haben könnten, die vielleicht Möglichkeiten einer umfassenderen und massiven Revolte gegen diese SchĂ€dlichkeiten sichtbar machen könnten, ist es auf jeden Fall klar, dass die Produktion, die Lagerung und der Transport all dieser Energie, die diese Gesellschaft benötigt, um auszubeuten, zu kontrollieren, Krieg zu fĂŒhren, zu unterwerfen und zu beherrschen, unverĂ€nderlich von einer ganzen Serie an auf dem ganzen Gebiet verstreuten Infrastrukturen abhĂ€ngig ist, die die verstreute Aktion in kleinen autonomen Gruppen begĂŒnstigt.

Wenn die Geschichte der revolutionĂ€ren KĂ€mpfe vor sehr wegweisenden Beispielen ĂŒberlĂ€uft, wenn es um die Aktionsmöglichkeiten gegen das, was die staatliche und kapitalistische Maschinerie am Laufen hĂ€lt, geht, zeigt ein Blick auf die Chronologien der Sabotagen der letzten Jahre, dass es in der Gegenwart in unseren Gegenden auch nicht daran mangelt. Die Verlegenheit von sich abzuschĂŒtteln, anderswo und anders hinzuschauen, zu experimentieren, was möglich ist und was sich ergibt, das sind die Bereiche, die es zu erkunden gilt.  Niemand kann vorhersagen, was dabei herauskommt, aber eine Sache bleibt sicher: dies fĂ€llt in den Bereich der anarchistische Praxis der Freiheit.

Übersetzt aus dem Französischen, „Que tourne le vent!“ aus: Avis de TempĂȘtes n# 6 – 15. Juni 2018.

Anmerkungen der Übersetzung

[1]  „01.06.18 Marsanne (Frankreich]. In der DrĂŽme wird ein Industriewindrad der RES-Gruppe zerstört und ein zweites beschĂ€digt, nachdem ihre TĂŒren aufgebrochen und anschließend die elektrischen SchrĂ€nke [armoires Ă©lĂ©ctriques, TODO] an der Spitze des Mastes ebenso wie am Fuß in Brand gesetzt worden waren. Zwei Millionen Euro Schaden. Angriff, zu dem sich „Individuen [bekannten], die fĂŒr sich handeln und sich zeitweise zu Sabotagekommandos zusammenschließen
“ (Avis de TempĂȘtes, n# 6, S. 9)




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org