Juli 30, 2021
Von Kiez Kommune
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Am Samstag, den 31.07., will sich ein Zusammenschluss von Gruppen unter dem Deckmantel ‚Marktplatz der Demokratie‘ versammeln. Sie bezeichnen sich als ‚frei, links und demokratisch‘. Bei Betrachtung der verbreiteten Inhalte werden jedoch ihre rechten und von VerschwörungserzĂ€hlungen geprĂ€gten Ansichten deutlich. Dagegen regt sich Widerstand im Wedding.
In der Partei ‚Die Basis‘ haben sich zum Beispiel etliche fĂŒhrende Persönlichkeiten der Querdenken-Bewegung organisiert, um ihre antisemitischen und demokratiefeindlichen Ansichten zu verbreiten. Auch die Gruppe ‚Christen im Widerstand‘ sieht Corona als ‚Werk des Teufels‘ und sich in der Nachfolge des christlichen Widerstands im Nationalsozialismus. Die Gruppe ‚Freie Linke‘ reiht sich mit ihren Aussagen in das beschriebene Lager ein und spricht auf Veranstaltungen gemeinsam mit der AfD.
Diese Leugnung der GefĂ€hrlichkeit von Corona ist ein Schlag ins Gesicht aller Arbeiter*innen, die unzĂ€hlige Extraschichten unter miserablen Bedingungen oder völlig ungeschĂŒtzt leisten mussten und immernoch mĂŒssen. Es ist ein Schlag ins Gesicht aller, die rĂŒcksichtsvoll und solidarisch mit ihren Mitmenschen handeln und gehandelt haben. Die Angehörige verloren haben oder selbst unter den Folgen der Krankheit leiden.
Auf dem ‚Marktplatz der Demokratie‘ wird eine Freiheit gefordert, die eine RĂŒckkehr in eine Gesellschaft vor der Pandemie bedeutet. Darin stimmen sie mit der Regierung durchaus ĂŒberein auch wenn sie vorgeben dagegen „Widerstand“ zu leisten. Doch der Zustand davor bedeutet fĂŒr niemanden Freiheit.
Die Pandemie hat aber auch gezeigt, dass im kapitalistisch-patriarchalen System auch in der Krise Profite ĂŒber dem Schutz von Menschenleben stehen. Deshalb wollen wir eine Gesellschaft, in der wir selbstorganisiert und unter BerĂŒcksichtigung aller BedĂŒrfnisse zusammenleben können. Darin ist kein Platz fĂŒr rechte Propaganda.

Wir rufen alle Weddinger*innen dazu auf sich diesem menschenverachtenden Treiben morgen entgegenzustellen.

Informiert euch am besten ĂŒber Twitter oder berlin-gegen-nazis.de




Quelle: Kiezkommune.noblogs.org