Mai 12, 2022
Von Karawane MĂŒnchen
151 ansichten

Wir rufen gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zu Demonstration zur Inneminister*innenkonferenz in WĂŒrzburg auf. Schließt euch der Mobilisierung an und kommt mit uns gemeinsam nach WĂŒrzburg! 

Treffpunkt zur gemeinsamen Zuganreise: 02.06.2022, 12.30 Uhr, Gleis 26 Hauptbahnhof MĂŒnchen

Weitere Informationen findet ihr auf der Kampagnenwebsite: https://www.imk2022.bayern/

Flyer zum mobilisieren findet ihr hier.

Hier gibt es das Plakat als PDF-Vorlage zum Herunterladen:

IMK Plakat – IMK-Plakat-2

Den gesamten Aufruf findet ihr hier:

Aufruf zu Protesten anlĂ€sslich der Innenminister*innenkonferenz (IMK) in WĂŒrzburg
Wir stehen an der Seite aller Menschen, die bedroht sind – egal ob sie aus der Ukraine oder
aus anderen Krisenregionen der Welt vor Krieg, Not und Verfolgung fliehen. Wir sagen: Es
darf keine GeflĂŒchtete erster und zweiter Klasse geben. Von den Innenminister*innen, die in
WĂŒrzburg tagen, fordern wir daher: Vergesst die Menschen aus Afghanistan und anderen
LĂ€ndern nicht!
#BleiberechtJetzt: Schluss mit dem Angstzustand Duldung!
#DontForgetAfghanistan: Die Menschen in Afghanistan nicht im Stich lassen!
Demonstration zur IMK in WĂŒrzburg
Donnerstag, 02.06.2022, 16:30 Uhr, Demo zur IMK, WĂŒrzburg
Aktionen im Vorfeld der IMK
Dienstag, 17.05.2022, 17 Uhr, Ort der IMK Vorkonferenz, Berlin
Samstag, 07.5.2022, 14 Uhr, Bay. Innenministerium, MĂŒnchen
#BleiberechtJetzt: Schluss mit dem Angstzustand Duldung!
242.000 geflĂŒchtete Menschen leben in Deutschland mit dem unsicheren Status der
Duldung, der Großteil von ihnen schon seit vielen Jahren. Die meisten sind aus dem Irak,
Afghanistan, Nigeria, dem Iran oder aus russischen Teilrepubliken wie Tschetschenien
geflohen. Ihr Alltag ist geprÀgt von Perspektivlosigkeit, Angst vor einer Abschiebung und der
EinschrÀnkung sozialer Rechte. Auch zehntausende Kinder und Jugendliche sind davon
betroffen.
Die Bundesregierung muss geduldeten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen endlich
Perspektiven eröffnen! Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Bleiberechtsregelungen

mĂŒssen großzĂŒgig und zeitnah umgesetzt werden. Die „Duldung light“ sowie Ausbildungs-
und Arbeitsverbote gehören abgeschafft.

Doch was passiert? Die Landesinnenminister*innen schieben weiterhin ab. Mitten in der

Nacht, ĂŒberfallartig werden ganze Familien aus ihren Betten gerissen – obwohl die Ampel-
Koalition vereinbart hat, dass sie bleiben sollen. Auch Kinder und Jugendliche, die schon

lange hier leben, mĂŒssen in LĂ€nder „zurĂŒckkehren“, die sie kaum kennen.
Wir fordern von der IMK einen allgemeinen Abschiebungsstopp, damit sichergestellt ist, dass
Menschen nicht noch schnell abgeschoben werden, bevor das neue Bleiberecht im
Bundestag beschlossen wird.

#DontForgetAfghanistan: Die Menschen in Afghanistan nicht im Stich lassen!
Ein halbes Jahr nach MachtĂŒbernahme der Taliban in Afghanistan sind dort immer mehr
Menschen in Lebensgefahr. Die Bundesregierung hat ihr Versprechen gebrochen, die
Menschen in Afghanistan nicht im Stich zu lassen. Sogar Menschen, die fĂŒr deutsche
Organisationen oder die Bundeswehr gearbeitet haben und deswegen von den Taliban
verfolgt werden, haben oft keine Chance auf Aufnahme in Deutschland.
Jeden Tag werden schwere Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan begangen. Vor
allem Aktivist*innen fĂŒr Frauen- und Menschenrechte, Journalist*innen, aber auch
Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten, LGBTIQ und Mitarbeiter*innen der
frĂŒheren Regierung sowie Menschen, die in der Vergangenheit fĂŒr westliche Organisationen
gearbeitet haben, erfahren Gewalt durch die Taliban. Die Rechte von Frauen und MĂ€dchen
werden kontinuierlich eingeschrÀnkt. Immer mehr MÀdchen werden zwangsverheiratet, statt
Bildung zu erhalten.
Wir fordern eine unverzĂŒgliche, schnelle und sichere Aufnahme aus Afghanistan! Das
Versagen der deutschen Behörden bei der Evakuierung gefÀhrdeter Personen darf nicht ohne
Konsequenzen bleiben.
Es mĂŒssen sofort Landes- sowie Bundesaufnahmeprogramme geschaffen werden. Besonders
gefĂ€hrdete Personen mĂŒssen unabhĂ€ngig von solchen Programmen aufgenommen werden.
Auch das OrtskrÀfteverfahren muss reformiert und beschleunigt werden und alle gefÀhrdeten
Familienmitglieder bei der Aufnahme berĂŒcksichtigt werden. Aus Deutschland abgeschobene
Afghan*innen gelten als verwestlicht und sind damit durch die Taliban bedroht. Sie mĂŒssen
zurĂŒckkommen dĂŒrfen.
Wie im Koalitionsvertrag versprochen, muss zudem der Familiennachzug endlich erleichtert
werden. AblĂ€ufe mĂŒssen vereinfacht und beschleunigt werden, damit geflĂŒchtete
Afghan*innen in Deutschland ihre Familien in Sicherheit bringen können. Alle Menschen, die
bereits aus Afghanistan nach Deutschland fliehen konnten, mĂŒssen umgehend einen sicheren
Aufenthaltsstatus erhalten.

Aufruf unterzeichnen und informiert bleiben!
Bitte schickt bis zum 2. Mai den Namen eurer Organisation/Initiative, Logo und Kontaktmail
an presse@jogspace.net. Ihr könnt auch spÀter noch unterzeichnen, dann klappt es
wahrscheinlich nicht mehr mit einem Abdruck auf dem Flyer sondern nur Online. Wenn ihr
als Privatperson unterstĂŒtzen wollt, schickt uns einfach eure Mailadresse, wir halten euch
dann auf dem Laufenden.
Erstunterzeichnungen

Jugendliche ohne Grenzen | AktionsbĂŒndnis gegen Abschiebung Rhein Main |AuslĂ€nder-
und Integrationsbeirat WĂŒrzburg | Bayerischer FlĂŒchtlingsrat | BumF e.V. | BĂŒndnis „NoIMK

WĂŒrzburg“ | BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen WĂŒrzburg | GrĂŒne Jugend WĂŒrzburg | Hessischer
FlĂŒchtlingsrat | Imedana e. V. | Jusos WĂŒrzburg-Stadt | Karawane MĂŒnchen | Karawane
NĂŒrnberg | medico international e.V. | MĂŒnchner FlĂŒchtlingsrat | PRO ASYL Bundesweite
Arbeitsgemeinschaft fĂŒr FlĂŒchtlinge e.V. | SeebrĂŒcke MĂŒnchen | SeebrĂŒcke NĂŒrnberg | terre
des hommes Deutschland e.V. | WĂŒrzburger FlĂŒchtlingsrat




Quelle: Karawane-muenchen.org