Juli 18, 2021
Von Anarchist Black Cross Dresden
219 ansichten


Es existiert eine fundamentale LĂŒge in der kapitalistischen Gesellschaft. Ein Versprechen, das niemals wahr wird. Das Versprechen der Freiheit – man muss nur hart genug arbeiten. Jedes Mal, wenn wir ĂŒber die Krise des Kapitalismus stolpern, werden wir daran erinnert. Mehr als ein Jahr  mit Covid-19 liegt hinter uns. Manche sagen, dass Covid-19 eine Gesundheitskrise ist. Aber das ist es nicht! Covid-19 ist eine weitere Krise, verursacht durch den Kapitalismus. Ausgelöst durch das Verlangen nach mehr Reichtum und Wachstum. Welches fruchtbare Böden durch industrielle Landwirtschaft verseucht, Lebensraum der Menschen und Wildtiere durch die Politik der Gewinnung von Rohstoffen stiehlt, die blĂŒhende WĂ€lder in WĂŒsten verwandelt. Es ist der Wahnsinn des Kapitalismus, der die Menschheit an den Rand immer neuer Grenzen treibt, wo weitere Viren auf uns warten.

Dieses Jahr brachte mehr soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit, mehr Leid, aber auch mehr Kampf. Menschen erhoben sich gegen das kapitalistische System und gegen autoritĂ€re Regime. Die Menschen kĂ€mpften fĂŒr ihre Freiheit und gegen Ausbeutung. Menschen streikten in den Fabriken und erhoben sich in den GefĂ€ngnissen gegen die autoritĂ€re und profitorientierte Politik.

Es war ein hartes Jahr und es wird noch mehr kommen. In diesen Zeiten brauchen wir SolidaritĂ€t mehr denn je – im tĂ€glichen Leben, in unseren Nachbarschaften, in unseren Communities. Aber wir sollten unsere GefĂ€hrt:innen im GefĂ€ngnis nicht vergessen, die fĂŒr Freiheit und Gleichheit kĂ€mpfen. Sie erleben gerade jetzt harte Zeiten. Denn die Pandemie isoliert die Menschen im GefĂ€ngnis nur noch mehr.

Deshalb rufen wir auch in diesem Jahr wieder zur Internationalen Woche der SolidaritÀt mit anarchistischen Gefangenen auf.

Macht eine SolidaritĂ€tsaktion, einen Bannerdrop, organisiert eine Briefe-Schreib-Ecke oder eine FilmvorfĂŒhrung, macht auf die Menschen in den GefĂ€ngnissen aufmerksam und lasst sie wissen, dass sie nicht allein und nicht vergessen sind.

Schickt uns ein Bild, einen kurzen Text, ein Video von Eurer Veranstaltung oder Aktion, einen Radiobeitrag – Eurer KreativitĂ€t sind keine Grenzen gesetzt.

Lasst uns an diejenigen erinnern, die gegen diese Ungerechtigkeit gekĂ€mpft und mit ihrem Leben bezahlt haben. 
Lasst uns nicht diejenigen vergessen, die im GefÀngnis sind und ihren Kampf fortsetzen.
Lasst uns weiter kÀmpfen!
Lasst die Reichen fĂŒr Covid bezahlen!




Quelle: Abcdd.org