November 16, 2020
Von Decolonize Jena
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grenzenlos und unverschĂ€mt – so lautet der Titel eines Gedichts von May Ayim. Ein Gedicht ĂŒber Rassismus im Alltag und den immer wiederkehrenden Kampf um die Anerkennung von Schwarz-Sein in Deutschland. Mit ihrer Lyrik und ihrer politischen AktivitĂ€t als MitbegrĂŒnderin der afrodeutschen Frauenbewegung (ADEFRA) in den 1980er Jahren und als VorkĂ€mpferin der Neuen Schwarzen Bewegung in Deutschland widmete sie sich einer kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus und dem Umgang mit der kolonialen Vergangenheit. Außerdem arbeitete sie im Rahmen ihrer wissenschaftlichen TĂ€tigkeit u.a. zu machtkritischer PĂ€dagogik. Sie machte auf afrodeutsches Leben aufmerksam, schrieb afrodeutsche Geschichte – dieser Geschichte und May Ayim möchten wir an ihrem Geburtstag gedenken.

Am Sonntag, den 03. Mai 2020, wĂŒrde May Ayim 60 Jahre alt werden, hĂ€tte sie sich nicht 1996 im Alter von 36 Jahren das Leben genommen. Ihr Wirken, ihre Gedichte, ihre Forschung und ihre politische Arbeit leben weiter und inspirierten uns zu einer Onlineaktion. Denn ihr Schreiben scheint (mal wieder) aktueller denn je.

Wir möchten euch aufrufen, mitzumachen und gemeinsam May Ayim als Dichterin, PĂ€dagogin und politischer Aktivistin zu gedenken und somit auf LebensrealitĂ€ten aufmerksam zu machen, die von ausgrenzenden Sichtweisen und Denkstrukturen bedroht sind. Wir wollen sie fĂŒr sich sprechen lassen und nicht fĂŒr sie sprechen, denn ihre Stimmen sind laut. Doch sie mĂŒssen gehört werden.

Schnappt euch Pappe und Transparente, beschreibt und bemalt sie mit AuszĂŒgen aus May Ayims Gedichten oder anderen SprĂŒchen, hĂ€ngt sie an euren Balkon oder aus eurem Fenster, macht ein Foto davon und schickt es uns!

Also:
Am Sonntag, den 03. Mai 2020, sollen in Jena Plakate und Transparente hÀngen, um May Ayim zu gedenken. Damit wir auch online Aufmerksamkeit erzeugen können, schickt uns bitte ein Foto von euren aufgehÀngten Plakaten oder Transpis bis Samstag, den 02. Mai 2020 an decolonize-jena [Àt] riseup.net.

Wir freuen uns drauf!

PS: SpÀter im Jahr, wenn wieder Veranstaltungen erlaubt sein werden, wollen wir May Ayims Wirken und Leben in den Fokus einer eigenen Veranstaltungsreihe stellen. Wir halten euch auf dem Laufenden.




Quelle: Jenapostkolonial.noblogs.org