Mai 4, 2021
Von Indymedia
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Der Auftakt der klassenkĂ€mpferischen Demonstration war um 11 Uhr am Hackeschen Markt vor dem DGB-GebĂ€ude am Henriette-Herz-Platz. Zu Beginn sprach ein Vertreter der „Vernetzung fĂŒr kĂ€mpferische Gewerkschaften“ und ging auf die UnfĂ€higkeit der Regierung ein, die Pandemie wirkungsvoll zu bekĂ€mpfen unter der vor allem arme Menschen leiden. Weitere BeitrĂ€ge beim Auftakt gab es von HĂ€nde weg vom Wedding und den Vereinten RevolutionĂ€ren KrĂ€ften.

Die große Demo setzte sich in Bewegung Richtung Rotes Rathaus. Es beteiligten sich an der Demo viele linke Gruppen, BeschĂ€ftigte aus dem Gesundheitsbereich, Callcentern, Taxifahrer*innen und Rider. Aktivist*innen aus DGB-Gewerkschaften, dem Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall und von der FAU waren ebenfalls dabei wie auch viele kurdische Genoss*innen.

Bei der Zwischenkundgebung am Roten Rathaus gab es einen Beitrag zu Union Busting bei Goldnetz und eine Rede vom BĂŒndnis fĂŒr gerechte Bildung. Weitere Reden gab es von DIDF und der jungen GEW. Beim zweiten Stopp am Haus der Wirtschaft wurden Schilder gezeigt, die das Wort Ausbeutung bildeten. BeitrĂ€ge gab es hier u.a. von der Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht (BAGA). Die Vertreterin sagte: „Ob bei der Prekarisierung der Löhne im Gesundheitswesen, beim Ausverkauf der S Bahn oder bei der Deregulierung auf dem Taximarkt, ob am Botanischen Garten, an der CharitĂ©, an den Unis oder den BezirksĂ€mtern es ist der Rot-Rot-GrĂŒne Senat, der hier die Prekarisierung und die Umverteilung von unten nach oben massiv vorantreibt!“ In der Rede der AG Taxi wurde auf die dramatische Situation im Taxigewerbe eingegangen, denn Pleiten, Entlassungen und Hartz-IV werden viele der 15.000 Berliner Taxifahrer*innen treffen.

Die Demonstration zog weiter Richtung Kreuzberg. Unterwegs gab es eine Rede vom RevolutionĂ€ren Jugendbund auf Deutsch und auf TĂŒrkisch, in dem es um KĂ€mpfe von Arbeiter*innen und den Studierenden der Bogazici UniversitĂ€t in der TĂŒrkei ging. Der Abschluss der Demo war in der Urbanstraße beim Vivantes-Krankenhaus mit Reden vom Berliner BĂŒndnis Gesundheit statt Profite und dem Walk of Care. Einen schönen Abschluss bildete der musikalische Auftritt der Band vom Walk of Care.

Die RevolutionĂ€re 1.-Mai-Demonstration startete mit ĂŒber 25 000 Menschen. Mit dem klassenkĂ€mpferischen Block beteiligten wir uns auch mit einen Lauti daran. Bis zu den brutalen Angriffen der Berliner Polizei auf die Demonstration, gab es einige kĂ€mpferische Reden und auch Audio-BeitrĂ€ge zum Beispiel von Prisons Dialogue aus dem Iran und von der rĂ€umungsbedrohten Potse. In der Pressemitteilung der Revolutionen 1.-Mai-BĂŒndnis heißt es: „Dutzende Menschen wurden verletzt, einige wurden durch Tritte und SchlĂ€ge der Polizei bewusstlos; zahlreiche Festnahmen konnten beobachtet werden. Schließlich wurde die Demonstration ohne rechtliche Grundlage aufgelöst.“ In der engen Situation in der Karl-Marx-Straße mit der Baustelle hat die Berliner Polizei dafĂŒr gesorgt, dass AbstĂ€nde schlecht eingehalten werden konnten. FFP2-Masken haben fast alle Teilnehmer*innen der Demonstration getragen. Auch direkt um unseren Lautsprecherwagen wurden Menschen von der Polizei brutal zusammengeschlagen und getreten. Mehrere Bullen saßen auf einer zuvor von ihnen zusammengeschlagenen und mit Handschellen gefesselten Person. Bis zur Bewusstlosigkeit hat ein Bulle der Person minutenlang mit dem Knie auf den Kopf gedrĂŒckt.

Wir sind wĂŒtend ĂŒber die Polizeigewalt am 1. Mai und wĂŒnschen allen Verletzten und Festgenommen eine schnelle Erholung!

Die RedebeitrÀge und weitere Fotos der Demonstration findet ihr hier:
http://klassenkampfblock.blogsport.de/2021/05/02/bericht-und-fotos-vom-1-mai-2021




Quelle: De.indymedia.org