MĂ€rz 31, 2021
Von Indymedia
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Die Coronakrise hat unser Leben verĂ€ndert. Ein gefĂ€hrliches Virus trifft auf ein durch kapitalisiertes und kaputt gespartes Gesundheitssystem und einen Staat, der das wirtschaftliche System auf Biegen und Brechen am Laufen erhalten will. Die Zeche dafĂŒr zahlen wir, mit unserer Gesundheit oder durch das Ertragen von EinschrĂ€nkungen. WĂ€hrend sich morgens Menschen auf dem Weg zur Arbeit in die vollgestopften Bahnen drĂ€ngeln, sollen im Privaten alle Kontakte reduziert werden. Die Wirtschaft soll weiter rollen. Das bedeutet jedoch vor allem, dass große Unternehmen weiter ordentlich Profite machen können oder mit staatlichen Mitteln wieder fit gemacht werden. FĂŒr viele kleine KiezlĂ€den oder SelbststĂ€ndige gibt es hingegen nur unzureichende oder gar keine staatlichen Hilfen. Es braucht eine Lösung fĂŒr diese Krise. Doch diese kann nur eine solidarische sein. DemgegenĂŒber erscheinen viele der staatlichen Regelungen willkĂŒrlich und dienen vor allem dem Erhalt des Kapitalismus, nicht aber dem Wohl und Schutz der Menschen!

Doch damit nicht genug. Mit Corona kamen auch die Coronaleugner:innen. Esoteriker:innen, Hippies, geltungsbedĂŒrftige C-Promis und ihre Freund:innen demonstrieren seit Monaten in der ganzen Bundesrepublik. Etliche Neonazis und AfD-Mitglieder sprangen von Anfang an auf den Zug mit auf. Sie nutzen die Krise, um Menschen fĂŒr ihre autoritĂ€re Politik zu gewinnen. Nur allzu gern vergleichen sie die Coronapandemie mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. Wir hingegen wissen: Wer denkt, dass eine Maske beim Brötchenholen nur im Ansatz mit der Shoah vergleichbar wĂ€re, ist nichts weiter als ein Wohlstandsopfer und Revisionist. Sie wollen zurĂŒck in eine kapitalistische NormalitĂ€t und ihre gesellschaftliche Position schĂŒtzen. Doch wir wollen nicht zurĂŒck, sondern nach vorne.

Wir wollen eine solidarische Perspektive – weg von kapitalistischer Ausbeutung und autoritĂ€rer Diskriminierung. Staat und Wirtschaft werden uns dabei nicht helfen, denn dazu mĂŒsste eine grundlegende Umverteilung der Profite erfolgen. MillionĂ€r:innen und Großunternehmen werden nicht anfangen, auch nur ein Prozent ihres Gewinns fĂŒr die Allgemeinheit abzugeben. Um wirkliche VerĂ€nderungen zu erreichen, mĂŒssen wir diese VerhĂ€ltnisse ĂŒberwinden. Und wir mĂŒssen rechte Strukturen zurĂŒckdrĂ€ngen, da sie unsere KĂ€mpfe fĂŒr ein besseres Leben in einer solidarischen Gesellschaft bedrohen.

Wir fordern:
Kein Platz fĂŒr Neonazis und Coronaleugner:innen – in Marzahn-Hellersdorf und ĂŒberall!
Verschwörungsideolog:innen und AfD-Sympathisant:innen raus aus der Alice-Salomon-Hochschule!
AfD-Treff „Mittelpunkt der Erde“ in Hönow dichtmachen!

Lasst uns eigene Strukturen aufbauen, um solidarische Wege aus der Krise zu finden.
Wir rufen euch deshalb zu einer antifaschistischen Kiezdemo auf. Wenn wir etwas erreichen wollen, mĂŒssen wir raus aus der Komfortzone.

Auf nach Marzahn-Hellersdorf!
Antifa ist notwendig!




Quelle: De.indymedia.org