Mai 11, 2021
Von Indymedia
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Ebenfalls vor Ort waren Aktivist*innen von Greenpeace, die mit einem Transparent mit der Aufschrift „Stop Arms Exports!“ vor dem Rheinmetall-BĂŒro standen. Heute finden außerdem Proteste vor der Rheinmetall-Zentrale in DĂŒsseldorf und am Rheinmetall Produktionsstandort in UnterlĂŒĂŸ statt. Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, feiert in seiner Rede zur Hauptversammlung die Leistung des Konzerns, trotz der Krise Gewinne einzufahren. Die RĂŒstungsindustrie hat volle AuftragsbĂŒcher und profitiert von steigenden MilitĂ€rausgaben. Wir sagen: Rheinmetall, an euren HĂ€nden klebt Blut!

Spontan sprach ein Aktivist von Greenpeace bei der Kundgebung. Greenpeace hatte 50 KindersĂ€rge vor dem Rheinmetall-BĂŒro und vor dem Bundeskanzlerinnenamt aufgestellt, um darauf aufmerksam zu machen, dass jedes Jahr 10.000 Kinder in Kriegen getötet werden. In jedem Konflikt sind auch Waffen von Rheinmetall zu finden. Der nĂ€chste Redebeitrag war von einer Vertreterin von Migrantifa Berlin. Darin wurde darauf eingegangen, dass Waffen von Rheinmetall in Libyen zum Einsatz kommen und die so genannte libysche KĂŒstenwache mit deutschen Waffen aufgerĂŒstet wird. Auch in Rojava töten deutsche Waffen und Rheinmetall macht blutige GeschĂ€fte mit der TĂŒrkei.

Der Beitrag von Corasol wurde auf Französisch gehalten und auf Deutsch ĂŒbersetzt. Darin wurde thematisiert, dass Rheinmetall auch wĂ€hrend der Pandemie weiter Waffen in Kriegsgebiete und an Diktatoren exportiert, so zum Beispiel nach Pakistan, Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien, die TĂŒrkei oder auch nach Kamerun, wo das Regime die Bevölkerung unterdrĂŒckt. Die Rede von der No Border Assembly gab es ebenfalls auf Französisch und Deutsch. Im Beitrag ging es um die Unternehmen, die vom Grenzregime profitieren, da sie ZĂ€une, Schiffe, Drohnen und AbschiebegefĂ€ngnisse bauen und das Security-Personal, GrenzĂŒberwachungssysteme oder Datenbanken bereitstellen, um die Festung Europa immer undurchdringlicher zu machen. Zwischen den BeitrĂ€gen wurde ein Lied von einem KĂŒnstler aus Kamerun abgespielt, in dem es um den Kampf gegen Grenzen und Rassismus ging.

Einen kĂ€mpferischen Beitrag gab es auch von Niki Drakus von der HipHop Partei – Die Urbane, welche Teil sind von ABA, dem AktionsbĂŒndnis Antira. Im Beitrag von ABA wurde deutlich gemacht, dass Europa zwar als Hort des Friedens inszeniert wird, aber nichts weiter weg von der Wahrheit ist. Europa hat das kapitalistische System auf dem RĂŒcken von Versklavten errichtet. Deutsche und europĂ€ische Gewalt hat den Planeten hierarchisiert. Es wurde betont, dass es wichtig ist, KĂ€mpfe wie heute gegen RĂŒstung mit dem Kampf gegen Patriarchat, Kapitalismus und gegen koloniale und rassistische KontinuitĂ€ten zu verbinden. Der Beitrag endete mit der Forderung Rheinmetall und alle Waffenproduzenten zu enteignen.

Zwischendrin gab es kurze, knackige Audio-Statements von Rheinmetall Entwaffnen Berlin zu den Themen Lobbyismus, zu Netzwerken der deutschen RĂŒstungsindustrie und zu AufstandsbekĂ€mpfung. Zum Abschluss wurde noch auf die Berlin Security Conference eingegangen. Die BSC findet dieses Jahr nur online statt. Sie ist zu einer der wichtigsten RĂŒstungskonferenzen Europas geworden und deshalb eine Veranstaltung, die unsere Aufmerksamkeit und unseren Widerstand auch in den nĂ€chsten Jahren verdient. Außerdem wurde noch auf die aktuell laufenden MilitĂ€rĂŒbung Defender 2021 hingewiesen. Daran sind mehr als 30.000 Soldat*innen aus 27 Nationen beteiligt. Wir fordern den Stopp solcher KriegsĂŒbungen!

Audio-Statements




Quelle: De.indymedia.org