November 13, 2020
Von Indymedia
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Diese Demonstrationen und Kundgebungen sind eine Mimikry, eine Inszenierung. Eine ganz besonders absurde Inszenierung dieser rechten Coronaleugner*innen stellt der sogenannte Schweigemarsch dar. Mit viel Abstand und Maske inszenieren sie sich hier als zum Schweigen gebrachte Opfer einer angeblichen Corona-Diktatur und protestieren gegen das Tragen von Masken und alle anderen Maßnahmen zum Infektionsschutz. Dieser Schweigemarsch fand am 10.10. das erste Mal auf dem KurfĂŒrstendamm in Berlin statt. Die Anmelderin Andrea Feuer (Netzwerk Impfentscheid) meldete diesen als „Schweigemarsch gegen Rassismus“ an. Die Opferinszenierung, bei der die Coronaleugner*innen sonst oft mit Symbolen und Anspielungen den Holocaust verharmlosen, indem sie sich mit den verfolgten JĂŒdinnen und Juden zur Zeit der Naziherrschaft vergleichen, vergreift sich hierbei am Leid von Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Andrea Feuer argumentiert, dass Maskenverweigerer in Deutschland „rassistisch“ diskriminiert wĂŒrden.

Wozu die Teilnehmer*innen des rechtsoffenen Marsches aber tatsĂ€chlich schweigen, sind die Coronatoten und die Menschen, die auf Intensivstationen jeden Tag um ihr Leben kĂ€mpfen.Wozu sie tatsĂ€chlich schweigen, sind die Folgen ihres egoistischen und antisozialen Verhaltens fĂŒr alle anderen Menschen. Sie schweigen zu den Gefahren fĂŒr Risikogruppen und zu den verzweifelten Bitten von Ärzt*innen und Pflegepersonal, sich an Hygieneregeln zu halten. Sie schweigen zu den sozialen KĂ€mpfen der BeschĂ€ftigten gegen die Folgen der Coronakrise. Vor allem aber schweigen sie zu den Rechten und Neonazis in den eigenen Reihen. Dieses Schweigen werden wir ihnen am 22.11. nicht durchgehen lassen!

Normalerweise suchen sich die VerschwörungsglĂ€ubigen und Coronaleugner*innen das Berliner Regierungsviertel oder Ă€hnlich unbewohnte Orte fĂŒr ihre AufmĂ€rsche aus. Am 22.11. wollen sie nun aber durch den Prenzlauer Berg marschieren. Ihr Marsch startet um 12 Uhr an der Bornholmer Straße und fĂŒhrt dann ĂŒber die Schönhauser Allee und die Greifswalder Straße. Ziel ist der Pariser Platz. Wir sagen: Diesmal haben sie sich den falschen Kiez ausgesucht! Prenzlauer Berg wird ihnen keine Kulisse fĂŒr ihre Opferinszenierung bieten. Wir rufen dazu auf, den rechtsoffenen Schweigemarsch lautstark zu stören!

Kommt am 20.11. zur antifaschistischen Kiezdemo, um die Nachbarschaft zu mobilisieren!

HĂ€ngt am 22.11. Banner und Transparente aus euren Wohnungen!
Kommt mit Töpfen, Pfannen und allem was LĂ€rm macht an eure Fenster, Balkone oder raus auf die Straßen! Die rechte Opferinszenierung stören! Laut und entschlossen gegen den rechten Schweigemarsch im Prenzlauer Berg!

Fr. 20.11.2020
Antifaschistische Kiezdemo
18:00 Uhr, Mauerpark

So. 22.11.2020
Protest gegen den Aufmarsch
12:00 Uhr, ab S-Bhf. Bornholmer Str.

BĂŒndnis gegen den rechten Schweigemarsch

Infos, Route und Material: www.antifa-nordost.org

Nutzt unsere Kopiervorlagen fĂŒr Flyer und Poster um den Kiez zu informieren!




Quelle: De.indymedia.org