Januar 15, 2021
Von Indymedia
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Am 24. Januar jÀhrt sich der Mord an Maria B. durch vier Berliner Polizisten zum ersten Mal.

Am frĂŒhen morgen des 24.1.2020 drangen die Polizisten gewaltsam in Marias Zimmer ein, in dem sie zuvor Schutz suchte. Dort fanden sie, wie erwartet, Maria vor, die sich mit einem Messer in der Hand auf der anderen Seite des Zimmers befand. Aus sechs Metern Entfernung schossen die Polizisten der Frau in die Brust. Sie starb an den Folgen der SchĂŒsse.

Im Nachhinein lief dann alles wie immer – die Ermittlungen wurden sang- und klanglos eingestellt, die TĂ€ter behaupteten, aus Not heraus gehandelt und keine Fehler begangen zu haben.

Sie kamen wohl nicht darauf, das Zimmer wieder zu verlassen. Oder gar nicht erst einzubrechen. Sie kamen nicht auf die Idee, den Sozial-Psychiatrischen Dienst einzuschalten. Sie kamen nicht auf die Idee, die Psycholog:innen dazu zu rufen, die der Polizei zur VerfĂŒgung stehen.

Es gibt zahlreiche Berufsgruppen, die regelmĂ€ĂŸig mit Messern konfrontiert sind – Sozialarbeiter:innen, Pfleger:innen, TĂŒrsteher:innen – sie alle schaffen das, ohne ihren GegenĂŒber zu töten.

Warum also morden Polizisten? Wahrscheinlich, weil sie keine Strafen befĂŒrchten mĂŒssen. In gerade einmal 6% der FĂ€lle, in denen wegen unrechtmĂ€ĂŸiger Gewaltanwendung  durch Polizist:innen ermittelt wird, kommt es ĂŒberhaupt zur Anklage. Polizist:innen sind hĂ€ufig so von sich selbst und der RechtmĂ€ĂŸigkeit ihrer Tat ĂŒberzeugt, dass sie dafĂŒr wortwörtlich ĂŒber Leichen gehen.

Wir wollen das Gedenken an Maria im Kiez verankern!

Nicht nur wurden die Ermittlungen zu Marias Tod eingestellt, es gab auch keine abschließende Stellungnahme durch die Polzei, oder auch nur eine Randnotiz in Zeitungen.

Doch der Mord an Maria muss öffentlich sichtbar bleiben!

Gedenken wir Maria gemeinsam:

Am 24.1.2021, 15:00 Uhr

GrĂŒnberger Straße 46, Friedrichshain

Maria, Rest In Power!




Quelle: De.indymedia.org