November 16, 2020
Von ZĂŒndlumpen
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Gefunden auf Indymedia BrĂŒssel, die Übersetzung ist von panopticon. Panopticon hatten in den letzten Jahren mehrere Artikel zu diesem Fall veröffentlicht der jetzt zum Abschluss gekommen ist, um den ganzen Kontext zu verstehen hier die Texte chronologisch wie sie sie veröffentlicht haben: I;II;III;IV;V;VI

Urteil des Prozesses und SolidaritÀtsspaziergang

Von 2008 bis 2014 fĂŒhrte der belgische Staat eine umfassende Untersuchung ĂŒber die KĂ€mpfe durch, die geschlossene Zentren (A.d.Ü., KnĂ€ste aller Art, von Jugendlichen, fĂŒr Abschiebungs, usw.) , Grenzen, GefĂ€ngnisse und diese auf AutoritĂ€t und Ausbeutung basierende Welt angriffen. Im Visier der Justiz: die anarchistische Bibliothek Acrata, anarchistische und antiautoritĂ€re Publikationen (Hors Service, La Cavale und Tout doit partir), Dutzende von FlugblĂ€ttern und Plakaten, mehr als hundert Aktionen, Angriffe und Sabotage
 kurz gesagt, der Kampf gegen die Macht in seinen verschiedenen Ausdrucksformen.ZunĂ€chst wegen „Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung“ strafrechtlich verfolgt, kam es schließlich unter dem Vorwurf der „kriminellen Verschwörung“ dazu, dass im April 2019 12 GefĂ€hrt*innen vor Gericht kamen. In der ersten Instanz hatte der Richter die Überwachung als „unzulĂ€ssig“ erklĂ€rt und damit die Anklage lĂ€cherlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein.

Anfang Oktober 2020 fand der zweite Prozess in einer Kammer statt, die fĂŒr ihre Grausamkeit bekannt ist. Der Staatsanwalt fĂŒhlte sich auch wohl dabei, doppelt so lange Strafen zu fordern wie in der ersten Instanz. Schließlich sprach der Richter am Donnerstag, 12. November, einen der GefĂ€hrten vollstĂ€ndig frei, verhĂ€ngte vier mehrmonatige BewĂ€hrungsstrafen und fĂŒnf Strafaussetzungen. Also wurde niemand festgenommen. Die Verurteilung bezieht sich auf kriminelle Vereinigung, SprĂŒhereien, Verkehrsbehinderung, Rebellion usw. Auf der anderen Seite scheiterte der lĂ€cherliche Versuch, eine Demonstration mit Feuerwerkskörpern vor einem geschlossenen Zentrum in einen Versuch zu verwandeln, es in Brand zu setzen.

Am Abend nach dem Prozess versammelten wir uns zu einer kleinen SolidaritÀtsaktion. Wir bildeten kleine Gruppen, die Plakate aufhÀngten und FlugblÀtter an die Passanten verteilten.
SolidaritĂ€tsbotschaften mit den Angeklagten, Plakate gegen die Polizei und das GefĂ€ngnis, Aufrufe, der Ausgangssperre zu trotzen, schmĂŒckten die BrĂŒsseler Stadtviertel.
Diese Verurteilungen schĂŒren nur unsere Revolten, sie werden uns nicht dazu bringen, unsere Ideen oder unsere KĂ€mpfe aufzugeben!

Nieder mit dem Staat!
Lang lebe die Anarchie!




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org