Dezember 26, 2021
Von InfoRiot
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Potsdam – 255 gefĂ€lschte Impfausweise hat die Brandenburger Polizei in diesem Jahr bereits festgestellt. Davon konnten nach Angaben des Sprechers des Brandenburger PolizeiprĂ€sidiums, Mario Heinemann, mit Stand Donnerstag (23.12.) 181 FĂ€lle aufgeklĂ€rt werden – eine AufklĂ€rungsquote von knapp 71 Prozent. „In den weiteren FĂ€llen laufen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen unvermindert fort“, teilte der Sprecher am Donnerstag weiter mit. Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der UrkundenfĂ€lschung oder der FĂ€lschung von Gesundheitszeugnissen. Der Strafrahmen reiche dabei von einer Geldstrafe bis hin zu mehrjĂ€hriger Freiheitsstreife. „Wir sprechen also nicht von einem Kavaliersdelikt“, betonte Heinemann.

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Den Angaben zufolge nahmen die FÀlschungen in der zweiten JahreshÀlfte zu. Im November wurden mit 119 die meisten gefÀlschten Impfausweise ermittelt. Im Dezember waren es bislang 36. Der Polizeisprecher wies darauf hin, dass sich die Zahlen noch Àndern könnten, da Strafanzeigen erst verspÀtet erstattet werden. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres gab es demnach noch keinen einzigen Fall.

FĂ€lschungen sind ab 100 Euro zu haben

Im Oktober dieses Jahres hatte sich das PolizeiprĂ€sidium an die Landesapothekerkammer gewandt und die Apotheken fĂŒr FĂ€lschungen sensibilisiert. Das scheine gut zu funktionieren, schĂ€tzte Heinemann ein. Die Mehrheit der gemeldeten FĂ€lle sei durch aufmerksames PrĂŒfen der Apotheken entdeckt worden. Meist wollten Inhaber solcher Ausweise ein digitales Impfzertifikat erhalten. Das Altersspektrum der TatverdĂ€chtigen reiche vom Jugend- bis hin zum Rentenalter.

FĂŒr Impfgegner könnte das Angebot im Internet verlockend klingen: Dort werden gefĂ€lschte Impfausweise mit Kaufpreisen von 100 bis 200 Euro angeboten. Auch der Handel im Netz sei Gegenstand von Ermittlungen, erklĂ€rte Heinemann. Details nannte er mit Verweis auf ermittlungstaktische GrĂŒnde nicht. (dpa)




Quelle: Inforiot.de