März 25, 2022
Von InfoRiot
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Ukraine-Krieg

Bereits mehr als 15.000 Kriegsflüchtlinge angekommen

25.03.2022, 14:35

| Lesedauer: 2 Minuten


Flüchtlinge aus der Ukraine steigen aus einem Sonderzug in Cottbus aus.

Flüchtlinge aus der Ukraine steigen aus einem Sonderzug in Cottbus aus.

Foto: dpa

Potsdam. In Brandenburg sind bereits mehr als 15.000 Flüchtlinge aus der Ukraine nach Angaben des Landesinnenministeriums angekommen. In den Einrichtungen der Zentralen Ausländerbehörde seien seit Jahresanfang 3530 Zugänge aus der Ukraine erfasst worden, teilte das Innenministerium am Freitag auf Anfrage mit. Allein im März seien bisher 3514 Zugänge registriert worden.

In den Kommunen wurden nach Angaben des Sozialministeriums bislang 14 313 Kriegsflüchtlinge über die Sozialämter gemeldet. Die tatsächliche Zahl der in den Landkreisen und kreisfreien Städten angekommenen Personen sei aber vermutlich deutlich höher, sagte Dominik Lenz, stellvertretender Sprecher des Sozialministeriums.

Anreise und Aufnahme erfolge überwiegend auf privater oder ehrenamtlicher Initiative. Schwierig sei derzeit die unklare Datenlage. “Das heißt, wir wissen nicht, wie viele Menschen in den vergangenen Wochen tatsächlich nach Brandenburg gekommen sind”, sagte Lenz.

Alle Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die zuerst in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung aufgenommen werden, erhielten eine medizinische Erstuntersuchung auf übertragbare Krankheiten im Krankenhaus in Eisenhüttenstadt, sagte der Sprecher. Für Personen, die privat untergebracht seien, gebe es seit dieser Woche einen Rahmenvertrag mit landesweit 28 Kliniken. Zahlen über durchgeführte Untersuchungen liegen bislang nicht vor.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Freitag hat die Bundespolizei bundesweit seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine vor gut einem Monat die Ankunft von insgesamt 253.157 Kriegsflüchtlingen festgestellt. In der Vorwoche waren täglich jeweils mehr als zehntausend Ukraine-Flüchtlinge eingereist, die von der Bundespolizei erfasst wurden.

Da es im Regelfall keine festen Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen gibt und Ukrainer zudem erst einmal ohne Visum einreisen dürfen, ist die Zahl der tatsächlich Angekommenen wahrscheinlich deutlich höher. Nicht erfasst wird außerdem, wie viele der Geflüchteten von Deutschland aus weiterreisen in anderen Staaten.





Quelle: Inforiot.de