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Das Netzwerk Anarchismus in Karlsruhe (ANIKA) hatte fĂŒr den 1. Mai zu einer Kundgebung auf dem Schloßplatz in Karlsruhe aufgerufen.

Ab 11:30 Uhr versammelten sich einige Menschen auf einem Teil des Schloßplatzes zur Kundgebung, die ihre inhaltlichen Schwerpunkte auf die Themen Arbeitsrecht in Zeiten von Corona und gegenseitige Hilfe setzte.

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Um die RedebeitrÀge mit praktischen Beispielen zu untermalen wurden auf dem Kundgebungsplatz eine Kleiderstange des Umsonstladens und eine Essensausgabe aufgebaut.

Nach der BegrĂŒĂŸung gab es einen kurzen historischen Abriss ĂŒber die Geschichte des 1. Mai und seine UrsprĂŒnge in den anarchistischen und sozialistischen Bewegungen in den USA.

In den vier RedebeitrĂ€gen von Vertreter*innen des Netzwerks ANIKA und Vertretern der anarchistischen Organisierung Die Plattform wurde die aktuelle Gesellschaft, die durch Konkurrenzdenken sowohl im Alltag, als auch in ihrer Wirtschaftsstruktur geprĂ€gt ist kritisiert. Dem gegenĂŒber wurde die Idee eines solidarischen Miteinander gestellt.
An Hand von Beispielen wurde aufgezeigt, dass AnsÀtze dazu in der heutigen Gesellschaft vorhanden sind. Ob gegenseitige Hilfe im Alltag, wie das verleihen von benötigten GegenstÀnden an Nachbar*innen oder Freund*innen, Foodsharing, UmsonstlÀden oder auch Projekte wie das in der Coronazeit entstandene Herzprojekt Karlsruhe, welches wöchentlich Lebensmittel ausgibt.
Dass die Idee von gegenseitiger Hilfe nicht im kleinsten Privaten bleiben muss, wurde mit dem Fallbeispiel des Arbeitsstreik in Bornheim im MĂ€rz 2020 aufgezeigt. Dort haben ĂŒber einhundert Erntehelfer*innen in einem wilden Streik die Arbeit nieder gelegt und gegen die unwĂŒrdigen Bedingungen protestiert. Ein Netzwerk aus solidarischen Menschen, welches sich in kĂŒrzester Zeit gebildet hatte, konnte die Streikenden finanziell, juristisch und politisch unterstĂŒtzen und somit viele Forderungen der Streikenden durchsetzen.
Zwei Vertreter referierten zum Thema Arbeitsrecht in Zeiten von Corona. Sie forderten die Menschen auf, auch in diesen schwierigen Zeiten auf ihre Rechte zu bestehen und nicht vor gut gemeinter SolidaritÀt darauf zu verzichten, wÀhrend die EinschrÀnkungen im privaten betrÀchtlich sind.

Mit bis zu 60 Menschen war die Kundgebung deutlich besser besucht als im Voraus angenommen. Auf Grund des Wetters waren einige Menschen im Schloßpark unterwegs und der eine und die andere hat den Reden gelauscht oder sich mit ausliegenden Infomaterialien eingedeckt.
Im Anschluß beteiligten sich einige der Kundgebungsteilnehmer*innen an der Demonstration des 1.Mai-BĂŒndnis Karlsruhe, die mit unserer SchĂ€tzung bis zu 500 Teilnehmenden gut besucht war.

An diesem ersten Mai haben wir uns ein StĂŒck öffentlichen Raum genommen, um auf bestehende Probleme innerhalb unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen und diesen mögliche Alternativen entgegen zu setzen.

Es liegt an uns Allen, diese Gesellschaft zum Positiven zu verÀndern.

FĂŒr eine Welt ohne Ausbeutung und UnterdrĂŒckung!
FĂŒr eine solidarische Gesellschaft!
FĂŒr die soziale Revolution!



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Quelle: Anika.noblogs.org