Juni 15, 2022
Von Indymedia
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Auch der Ex-Mann von Zohra Mohammad Gul fĂŒhlte sich dazu ermĂ€chtigt sie aus dem Leben zu reißen, als er sie Ende April in Pankow auf offener Straße tötete. Die Tat hat viele Menschen aufgewĂŒhlt. Wir wollen diese Wut und Fassungslosigkeit nicht versiegen lassen, sondern in solidarisches und gemeinsames Handeln verwandeln. Wir wollen Gerechtigkeit erkĂ€mpfen und zwar fĂŒr alle Schwestern!  DafĂŒr braucht es den Austausch ĂŒber Erfahrungen aus der Praxis, ĂŒber politische Forderungen sowie persönliche und politische Sichtweisen auf Femizde. Wir organisieren darum fĂŒr den 18. Juni ein kleines Podium mit Aktivist*innen aus Berlin, die seit mehreren Jahren gegen Femizide kĂ€mpfen.  – welchen Schwierigkeiten und Doppelbelastungen haben migrantisierte Frauen, wenn sie von patriarchaler Gewalt betroffen sind und sich daraus befreien wollen?  – An welchen Stellen “versagen” hier staatliche Institutionen, wo sie eigentlich Schutz bieten mĂŒssten?  – Welche Forderungen formulieren wir? – Welche Hilfe können wir aufbauen? Wie kann im Alltag besser gegen patriarchale Gewalt vorgegangen werden?  – Welche Form der politischen Arbeit (Öffentlichkeit, Angehörigenarbeit, Prozessbegleitung, Gedenken) brauchen wir?  Mit unserer Veranstaltung wollen wir fĂŒr Menschen, die sich mit der Bewegung gegen Femizide verbunden fĂŒhlen aber selber noch keinen direkten Draht zu ihr aufbauen konnten, einen Rahem des Austausches schaffen. Wir wollen den AktivitĂ€ten der Gruppen damit mehr Sichtbarkeit verschaffen und hoffen dadurch auch dazu beitragen zu können, dass sich bei Kundgebungen auf dem Widerstandsplatz, beim Revisionsprozess im Homa und Tajala-Falloder bei Gedenkationen mehr Menschen anschließen.   Femizide stoppen! Diskussion & Antifa-Tresen:  Sa. 18.06.2022 | 19:00 Uhr | Bunte Kuh  (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)Veranstalter:innen:North-East Antifascists [NEA]  Doors: 19:00 Uhr | Veranstaltung: 19:30 UhrIndoor-Veranstaltung | Kommt 2G+: geimpft oder genesen (+ Test)  zu den Redner*innen:     Homa und Tajala AufklĂ€rungsinitiativehttps://homa-und-tajala.de  Die 38-jĂ€hrige, aus Afghanistan geflohene Afghanin Homa Zaher und ihre Tochter Tajala wurden am 29.02.2020 in Marzahn ermordet. Die Initiative unterstĂŒtzte frĂŒh die Angehörigen und kĂŒmmerte sich um die Realisierung eines Gedenksteins. Sie kritisierte kontinuierlich die halbherzigen Ermittlungen in diesem Mordfall und warf auch die Frage nach einem möglichen rassistischen Mordmotiv auf. der Schwerpunkt der Initiative liegt  aktuell vor allem auf der Prozessbegleitung.  Gerechtigkeit fĂŒr Zohra-Initiativehttps://www.instagram.com/gerechtigkeitfuerzohra  Am 29. April 2021 wurde sie sechsfache Mutter Zohra Mohammad Gul von ihrem Ex-Partner bei der GeflĂŒchtetenunterkunft in der Pankower MĂŒhlenstraße erstochen, da sie sich getrnnt hatte, um einer gewaltvollen Beziehung zu entkommen. Die Initiative hĂ€lt aktuell engen Kontakt zu den Angehörigen und organisiert regelmĂ€ĂŸig Gedenken und Aktionen. Sie sagen, dass die Tat hĂ€tte verhindert werden können und sehen Institutionen dafĂŒr in der Verantwortung, dass Zohra und ihre Kinder keinen sicheren Wohnort erhielten.  Nelson Mandela Kulturhaus e.V.http://mandela-kulturhaus.org/  Der Nelson Madela Kulturhaus e.V. verfolgt das Ziel Frauen auf ihrem Weg unabhĂ€ngig zu sein, die afrikanische Kultur zu fördern und den weniger privilegierten Hoffnung zu geben. Der Verein kooperiert mit dem Survivors Network for women in Kumba (Region SĂŒdwesten in Kamerun). Die VereinsgrĂŒnderin Ali Mohamed Shama war selbst Opfer einer gewalttĂ€tigen Beziehung. Sie gibt in Kamerun Workshops, um Frauen beim Start in ihre SelbststĂ€ndigkeit zu unterstĂŒtzen. Ali Mohamed Shama beteiligt sich regelmĂ€ĂŸig bei Aktionen des Netzwerk gegen Femizide und wird an diesem Abend reden.  Netzwerk gegen Femizidehttps://wirwollenunslebend.wixsite.com/netzwerkggnfeminizid/  https://www.instagram.com/netzwerkgegenfeminizide/  Das Netzwerk gegen Femizide ist ein internationalistisch ausgerichter Zusammenschluss feministischer Gruppen aus Berlin. Das Netzwerk beteiligent sich ich u.a. an der Vorbereitung des Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November und organisiert regelmĂ€ĂŸig Aktionstage gegen Femizide auf dem Weddinger Nettelbeck. Diesen, nach dem SklavenhĂ€ndler Joachim Christian Nettelbeck




Quelle: De.indymedia.org