April 17, 2021
Von FAU Freiburg
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01. Mai 2021 | 10.45 Uhr | Platz der alten Synagoge – Freiburg (bei den
FAU Fahnen)

Weltweit werden wir, die LohnabhĂ€ngigen, in einen Wettbewerb zueinander gesetzt, um die Mehrwertproduktion anzukurbeln und ĂŒberhaupt erst zu ermöglichen. Egal wo wir wohnen, welches Geschlecht wir haben, welche NationalitĂ€t uns zugeschrieben wird, wir sind im selben Kampf verwoben, ob wir wollen oder nicht. KĂŒrzungen sozialer Dienstleistungen in öffentlichen Haushalten, Outsourcing, das DrĂŒcken von Löhnen, Privatisierungen, ansteigende Lebenshaltungskosten sowie StudiengebĂŒhren und die Zerstörung natĂŒrlicher Grundlagen sind nur einige Symptome, die im direkten Zusammenhang mit dem globalen Wirtschaftssystem stehen. Ein System, welches auf Ausbeutung und Wettbewerb basiert und die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche vorantreibt.

Der stetig zunehmende Leistungsdruck, Vereinzelung und die Entfremdung von unseren BedĂŒrfnissen und Mitmenschen mit denen wir arbeiten und leben machen uns krank. Das erfahren wir am Arbeitsplatz, in der (Hoch-)Schule und leider auch im zunehmenden Maße wĂ€hrend der Kindheit und Jugend. Die Mechanismen der Marktwirtschaft und die damit einhergehenden nationalstaatlichen Strukturen fĂŒhren dazu, dass die Anpassung an das Diktat der WettbewerbsfĂ€higkeit sowie die
Mehrwertproduktion priorisiert, anstatt dass emanzipatorische FÀhigkeiten gefördert werden.

Die EinfĂŒhrung eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf globaler Ebene kann ein erster emanzipatorischer Schritt hin zur Überwindung vorherrschender LohnabhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse sein.

Wir wollen dieses System nicht nur stören, sondern streben an, es zu ĂŒberwinden.

Durch den transnationalen Charakter des kapitalistischen Systems, ist es fĂŒr LohnabhĂ€ngige notwendig sich ebenfalls auf globaler Ebene zu vernetzen. Durch diese Vernetzung können globale ZusammenhĂ€nge, die lokale Bedingungen maßgeblich prĂ€gen, sichtbar gemacht werden. Außerdem eröffnet es Möglichkeiten und erschließt Potentiale im Kampf gegen Ausbeutung und prekĂ€re Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Verhandlungsmacht von Arbeiter*innen wĂŒrde sich enorm erhöhen, wenn wir uns innerhalb von Wertschöpfungsketten zusammenschließen wĂŒrden.

Besonders in Zeiten von wachsenden national(istisch)en und rassistischen Tendenzen, ist es uns ein Anliegen den gemeinsamen Kampf fĂŒr dieses Ziel zu unterstreichen anstatt sich gegeneinander ausspielen zu lassen.

FĂŒr ein besseres Leben fĂŒr alle ĂŒber sĂ€mtliche Grenzen hinweg!

/#globalmayday2021 #1world1struggle/

Anmerkung zur Coronavirus-Pandemie

Die Welt durchlebt eine ernsthafte CoViD-19 Pandemie. Wie bei allen Krisen sind die Ärmsten am stĂ€rksten betroffen. Viele Unternehmen zwingen LohnabhĂ€ngige weiterhin zur Arbeit zu kommen und verwehren ihnen somit die Möglichkeit zu Hause in QuarantĂ€ne zu bleiben. Viele Arbeiter*innen verlieren auch ihren Job. (Schein-)SelbststĂ€ndige, StraßenhĂ€ndler und andere Arbeiter*innen haben kein Einkommen. Menschen in Camps fĂŒr GeflĂŒchtete und wohnungslose Menschen haben keinen Zugang zu einem Mindeststandard an sanitĂ€ren Anlagen.

Wir kĂ€mpfen fĂŒr 


1) 
 das Recht auf ErfĂŒllung grundlegender BedĂŒrfnisse fĂŒr alle.

2) 
 angemessene hygienische Arbeitsbedingungen fĂŒr alle Arbeiter*innen.

3) 
 den freien Zugang zu Impfungen gegen CoViD-19 fĂŒr alle.

4) 
 die unverzĂŒgliche Aussetzung der Rechnungen fĂŒr Wasser, Strom, zum Kochen benötigte Gasflaschen, Telefonie und Internetzugang.

5) 
 die unverzĂŒgliche Aussetzung von Mietforderungen.

Die Reichen sollen fĂŒr die Krise zahlen!




Quelle: Freiburg.fau.org