November 13, 2022
Von IWW Wien
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on 13. November 2022
Allgemein
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Am 9.12 veranstalten wir in Innsbruck, Salzburg und Wien jeweils von 10-15 Uhr eine Kundgebung vor der ÖGK um mehr Wahrnehmung für die Betroffenen von der Krankheit ME/CFS zu schaffen. Auch fordern wir seitens der Krankenkassa einen besseren Umgang mit den Betroffenen.

Die Myalgische Enzephalomyelitis, bzw. das Chronisches Fatigue Syndrom kurz ME/CFS ist eine organische Störung der Luftaufnahme im Blut. Sie ist verbreitet (bis zu 35.000 Fälle in Österreich lt. Ärztekammer) aber weitgehend unerforscht und derzeit ohne anerkannte Heilungsmöglichkeiten. Im Zuge der COVID-19 Pandemie hat die Zahl der Erkrankten Personen deutlich zugenommen: circa die Hälfte der Long-COVID-Patient:innen erfüllt, nach einem halben Jahr Erkrankungsdauer, die Diagnosekriterien.

Das CFS, sowie dessen Entwicklung durch Viruserkrankungen ist seit Jahren bekannt. Trotzdem mangelt es an gesellschaftlicher Akzeptanz als “offizielle” Krankheit: Die Symptome scheinen bei Routineuntersuchungen nicht auf, was zu falschen Diagnosen, (z.B. psychosomatischer Depression) führt oder mit Aussagen wie „Das bildest du dir doch alles nur ein.“ abgetan wird. In Folge bekommen die Betroffenen neben einer falschen Behandlung, auch Pflegestufen oder den Behindertenstatus nicht anerkannt und aufgrund dessen keine existenzsichernden Transferleistungen.

Es sind vor allem junge Menschen betroffen, welche noch keine Versicherungszeiten ansammeln konnten und somit nicht einmal Anspruch auf Kranken- und Arbeitslosengeld haben. Nicht zuletzt darum kämpfen wir für eine tiefgreifende Erforschung dieser Erkrankung, sowie die Freigabe bereits entwickelter lebenswichtiger Medikamente – unabhängig vom wirtschaftlichen Profit.

Die betroffenen Menschen stehen im Mittelpunkt. Die Gesellschaft muss ihre Krankheit ernst nehmen und ihnen die Unterstützung ermöglichen, die sie benötigen.

Solidarity forever! – Die ME/CFS Soligruppe der IWW in Österreich




Quelle: Iww.or.at