Februar 19, 2021
Von FAU Flensburg
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Das deutsche Unternehmen Biontech und der amerikanische Konzern Pfizer haben von der EU-Kommission im Juni extrem hohe Preise von 54,08 Euro pro Impfdose verlangt. Und das trotz UnterstĂŒtzung durch Steuergeld. Was haben die Multi-MilliardĂ€re Andreas und Thomas StrĂŒngmann damit zu tun?

Bereits als im Juni 2020, als die erste Corona-Welle abklang, war klar, dass Impfen eine zentrale Bedeutung in der BekĂ€mpfung der Pandemie haben wĂŒrde. Das Mainzer Unternehmen BioNTech und der amerikanische Pharmariese Pfizer waren dabei in der Entwicklung eines Impfstoffs schon weit fortgeschritten. Sie nutzten ihre FĂŒhrungsposition jedoch um gegenĂŒber der EU-Kommission extrem hohe Preise zu verlangen.

Wie tagesschau.de berichtet, verlangten BioNTech/Pfizer 54,08 Euro pro Impfdose. Bei angebotenen 500 Millionen Impfdosen wÀren das 27 Milliarden Euro gewesen. Damit hÀtten etwa 250 Millionen Menschen geimpft werden können.

Hierzu erklĂ€rte der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Wolf Dieter Ludwig gegenĂŒber tagesschau.de: „Ich sehe darin ein Profitstreben, das in der jetzigen Situation der Pandemie in keiner Weise gerechtfertigt ist.“ Seiner Meinung nach hĂ€tten „die Interessen der AktionĂ€re weniger Bedeutung als die Interessen der Bevölkerungen, die von dieser Pandemie befreit werden wollen.“

Interessen der AktionÀre

Bedeutende AktionĂ€re sind in diesem Fall die zwei deutschen ZwillingsbrĂŒder Andreas und Thomas StrĂŒngmann. Ihnen gehören 50 Prozent der Biontech-Aktien. Das Magazin Forbes bezifferte das Vermögen der 70-jĂ€hrigen Hexal-MitgrĂŒnder im September 2020 auf jeweils 9,6 Mrd. Dollar (weltweit Platz 141). Das war mehr als doppelt so viel wie im MĂ€rz 2019 (4,4 Mrd Dollar). Ihre Interessen nach möglichst hohen Profit dĂŒrften bei der Bestimmung des Preis pro Dosis also durchaus eine Rolle gespielt haben.

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Quelle: Fau-fl.org