September 29, 2021
Von End Of Road
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kopiert aus der Kreiszeitung

Fridays for Future in Bremen

Etwa 15.000 Menschen trafen sich am Freitag am Bremer Hauptbahnhof, um kurz vor der Bundestagswahl noch einmal fĂŒr Klimagerechtigkeit zu protestieren. Die Besonderheit: Darunter waren nicht nur SchĂŒlerinnen und SchĂŒler.

Fridays for Future: Etwa 15.000 Menschen waren bei der Demo in Bremen dabei.

Streikgesang tönt durch die Menge. Die Menschen tragen Masken und Schilder in ihren HĂ€nden. „Make Love not CO2“ oder „Fischers Fritze fischt Plastik“ sind nur einige der originellen SprĂŒche, die diese zieren.

15.000 Menschen sind am Freitag gegen 10 Uhr am Bremer Hauptbahnhof versammelt, um noch einmal kurz vor der Bundestagswahl fĂŒr Klimagerechtigkeit zu protestieren. Eine 3,2 Kilometer * lange Schlange aus streikenden Personen.
15.000 Menschen bei Klima-Demo in Bremen

Eine heterogene Gruppe wie diese ist nur selten in dieser Form zu sehen. Personen aus den unterschiedlichsten Altersklassen sind gekommen. Alle mit einem Ziel: „Die Politik wachrĂŒtteln und fĂŒr wirkungsvolle politische Maßnahmen kĂ€mpfen, die der Klimakrise gerecht werden“, heißt es seitens der Organisation Fridays for Future.

Überall auf der Welt gehen die Menschen auf die Straße. In mehr als 350 Orten in Deutschland * wird dazu aufgerufen, an Demonstrationen und Kundgebungen teilzunehmen und gegen die Klimakrise zu mobilisieren.

Jule Schlicht (21) ist eine von den Protestierenden. Bisher war die Studentin auf Klimastreiks in Hamburg und Berlin. DarĂŒber, dass heute auch in Bremen so viele Menschen gekommen sind, zeigt sie sich ĂŒberrascht: „Damit habe ich nicht gerechnet. Ich fand es richtig schön, dass so viele Leute da waren. “, sagt die Bremerin.

Auch die Teilnahme diverser Altersgruppen war in ihren Augen etwas Besonderes: „So viele Kinder waren da. Wahrscheinlich haben das Lehrende in ihren Unterricht integriert“, vermutet sie. Viele Kinder waren wĂ€hrend der Demo mit Aufgabenzetteln unterwegs. „Es ist spannend, wie sich die Fridays-for-Future-Demos weiterentwickeln.

„In den AnfĂ€ngen der Bewegung waren es SchĂŒlerinnen, SchĂŒler und Studierende, die fĂŒr das Klima auf die Straße gingen. Heute waren gefĂŒhlt alle dabei: Muttis, VĂ€ter, Omis, Opis, kleine Kinder“, sagt die Studentin erstaunt.

Sie freue sich darĂŒber, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema beschĂ€ftigen und es sich immer mehr in die Köpfe brenne, dass wir etwas Ă€ndern mĂŒssen. „Gefehlt haben mir ein wenige laute Rufe und mehr Interaktionen. Aber dafĂŒr gab es viele coole Plakate und Leute. Das hat mich beeindruckt“, sagt die 21-JĂ€hrige.

In Bremen haben laut dem Regionalmagazin „buten un binnen“ viele Schulen die Teilnahme unterstĂŒtzt. Unterricht fĂ€nde auch an diesem Freitag regulĂ€r statt, hieß es aus dem Bildungsressort. Einige Klassen wĂŒrden in Form eines „Wandertages“ mit ihren Lehrerinnen und Lehrern an der Kundgebung teilnehmen.

Auch die Veranstaltenden freuen sich: „Wir waren heute auf der Demonstration 15.000 Menschen! Das ist super viel und wir konnten zwei Tage vor der Bundestagswahl ein Zeichen fĂŒr mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit setzen! Danke, dass ihr laut und bunt wart, danke, dass ihr mit uns ein Zeichen gesetzt habt“, heißt es auf dem Instagram-Account von Fridays for Future Bremen.

Immer wieder sind die Proteste auch von Kritik begleitet. Der Deutsche Lehrerverband reagierte mit einem klaren Statement zur Teilnahme von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern an den Protestaktionen.

Quelle: Kreiszeitung




Quelle: Endofroad.blackblogs.org