September 12, 2021
Von FAU Hamburg
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Bereits seit letztem Jahr stehen wir in intensiven Kontakt mit Genoss*innen in Myanmar, insbesondere der Basisgewerkschaft Federation of General Workers Myanmar (FGWM). Die Lebenssituation der allermeisten Menschen hat sich seit dem gewaltvollen Coup des MilitÀrs dramatisch verschlechtert.

Um der MilitĂ€rjunta die Finanzquellen abzuschnĂŒren, haben Akteur*innen der Zivilgesellschaft sowie die FGWM die Blood Money Campaign initiiert. Mit dieser sollen Unternehmen, die weiterhin in dem Land GeschĂ€fte betreiben und somit auf direkte oder indirekte Weise das MilitĂ€r finanziell unterstĂŒtzen, unter Druck gesetzt werden, ihre Investitionen abzuziehen. Neben Firmen wie der Deutsche Post DHL Group, Primark, H&M und Volkswagen, gehört auch Adidas dazu.

Deshalb veranstalteten wir zusammen mit der Ortgruppe der IWW eine mehrstĂŒndige Kundgebung vor dem Adidas-GeschĂ€ft in der Mönckebergstraße letzten Sonnabend. Mehr als 300 Flyer wurden unter Leute gebracht und eine Audio-Botschaft von Genoss*innen in Myanmar mehrmals abgespielt. Flyer und Botschaft findet ihr auch weiter unten. Die Filialleitung fand das Ganze gar nicht witzig, versuchte uns einzuschĂŒchtern und war recht ungehalten. Nach RĂŒcksprache mit der Adidas-Zentrale nahm die zustĂ€ndige Person aber doch den Flyer mit den Kontaktdaten von den Initiator*innen der Blood Money Campaign und uns an.

Wir erwarten von Adidas eine öffentliche Stellungnahme! Das Unternehmen bezieht weiterhin Klamotten aus sechs Fabriken in Myanmar und betreibt LÀden in dem Land. So lange die MilitÀrdiktatur herrscht, ist das nicht akzeptabel.

Es soll monatlich international koordinierte Aktionen geben, bis die scheiß MilitĂ€rjunta verschwindet!
Das war also erst der Anfang. Wir bleiben dran!

Botschaft von Initiator*innen der Blood Money Campaign (auf Englisch)

Auch in anderen StÀdten, wie Derry und Warschau gab es Protestaktionen:





Quelle: Hamburg.fau.org