Oktober 29, 2020
Von Indymedia
241 ansichten


Wir haben mitbekommen, dass Bremer Bullen in Berlin waren und ihre Kolleg*innen bei der gewaltsamen RĂ€umung

der Liebig 34 unterstĂŒtzt haben. Das wollten wir nicht unkommentiert lassen. Deshalb haben wir, vor ihrer 24 Stunden

besetzten Wache, ein Feuer auf ihren Fuhrpark entfacht (https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurz-notiert

/streifenwagen-angezuendet-polieirevier-bremen-mitte-100.html). Unsere Knie schlottern noch immer
.

Die herrschenden VerhÀltnisse, die Keine*r will!

Dieser Staat und mit ihm die Gesellschaftsordnung wird autoritÀrer und gewaltsamer. Der Druck auf Menschen, die

außerhalb des Parlamentarismus und den vorgeschriebenen zivilgesellschaftlichen Wegen etwas verĂ€ndern wollen,

wird immer grĂ¶ĂŸer. Repression gegen unsere Strukturen und Mitstreiter*innen sind die gĂ€ngige Antwort der

Herrschenden. Beinahe wöchentlich ist von Hausdurchsuchung, Observationen, Überwachung und Haftstrafen zu

lesen. Legitimiert werden diese ZustĂ€nde von einer schier endlosen Welle von GesetzesverschĂ€rfungen – auch und

gerade unter einer (vermeintlichen) linken Regierung. Egal ob in Bremen oder Berlin.

Befugnisse der Bullen und „Sicherheitsbehörden“ werden stetig erweitert, AusrĂŒstung und Ausbildung militarisiert.

Vollautomatische Waffen und schwere SchutzausrĂŒstung, gepanzerte Einsatzwagen angeschafft und paramilitĂ€rische

Trainings durchgefĂŒhrt. Dass die Bullen nicht unsere Freunde und Helfer sondern zur Aufrechterhaltung der

alltĂ€glichen GewaltverhĂ€ltnisse da sind mĂŒsste inzwischen Allen bewusst sein. Unsere Freund*innen schicken sich

auf jeden Fall keine Hakenkreuzbilder in Chatgruppen. Wer noch immer von „EinzelfĂ€llen“ bei den Bullen spricht,

gehört anscheinend zu den Profiteur*innen der Eigentums- und HerrschaftsverhÀltnissen, die im Zweifel von eben

jenen Bullen mit KnĂŒppel und Knarre durchgesetzt werden. Nein, die Bullen haben kein strukturelles Problem, sie sind

Teil des strukturellen Problems. Die Geschichte zeigt, die Bullen und der ganze Behördenschmalz der vermeintlichen

„Sicherheitsbehörden“ selbst gehören abgeschafft und zerstört, alles Andere ist reformistischer Quatsch und wird an

den VerhÀltnissen nichts Àndern.

Dabei handelt es sich nicht um ein rein deutsches PhĂ€nomen. Repressive Restrukturierungender „

Sicherheitsbehörden“ mĂŒssen als Antwort auf eine neue Phase von AufstĂ€nden, Revolten und Selbstorganisation

verstanden werden. Jede Bewegung, der es gelingt eine gewisse GrĂ¶ĂŸe und Schlagkraft zu erreichen, ist mit massiver

Polizeigewalt konfrontiert: Die antiautoritÀre Bewegung in Griechenland, die revoltierende Jugend Hongkongs, der

Aufstand in Chile, die Bewegung gegen die rassistische Polizeigewaltin den USA, die Proteste inBelarus
 ĂŒberall

zeichnet sich ein Bild davon, worauf staatliche Herrschaft letztlich aufbaut: Gewalt. Gewalt und UnterdrĂŒckung.

Und genau deshalb ist die selbstorganisierte AbrĂŒstung der staatlichen Infrastruktur – insbesondere der repressiven –

ein entscheidendes Mittel, um einen Ausweg aus dem Schrecken dieser brutalen Gegenwart zu finden.

Unser Kampf geht (in SolidaritÀt) weiter!

 

Unsere Gedanken und Herzen sind bei denjenigen, die trotz Gefangenschaft und Kontrolle im Alltag ihr Bewusstsein

nicht verlieren. Bei denjenigen, die trotz des Drucks der Öffentlichkeit und der Repressionsbehörden dicht halten. An

dieser Stelle senden wir Liebe und Kraft an die 3 von der Parkbank. Egal wie der Prozess Anfang November ausfallen

wird
. es wird weitere Angriffe geben.

Die angebliche steigende Gewalt von Militanten [„qualitativ und quantitativ“ O-Ton VS-Bericht 2019] in dieser Stadt, ist

ein blitzender Hoffnungsschimmer. Ein Staat, der so mit Menschen umgeht wie dieser, darf sich nicht wundern wenn es

unter der Motorhaube laut knallt.

Solidarische GrĂŒĂŸen an die Rosarote Zora, ihr seid super!

 

 

 

 

 




Quelle: De.indymedia.org