April 27, 2021
Von SchwarzerPfeil
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Via Act for Freedom now

Diese Woche nahmen wir die BĂŒros von Kier in Bristol ins Visier, einer Firma, die Hand in Hand mit dem Staat vom Elend und Leid anderer profitiert.
Es war einfach und machte Spaß, als wir Farbe und Botschaften an die WĂ€nde sprĂŒhten und die Fenster des GebĂ€udes einschlugen, um zu zeigen, woher ein Teil ihrer Profite kommt.

GefÀngnisse:
Kier hat in den letzten 14 Jahren mit dem Ministerium fĂŒr „Gerechtigkeit“ gearbeitet. Sie haben an dem Mega-GefĂ€ngnis in den Midlands, HMP Oakwood und dem neuen Mega-GefĂ€ngnis in Wellingborough gearbeitet. Die Bedingungen innerhalb dieser Einrichtungen können als nichts weniger als Folter beschrieben werden. Kier materialisiert buchstĂ€blich physisches und psychologisches Trauma.

Tierversuche:
Im Einklang mit ihrer Leidenschaft fĂŒr Leiden und Gefangenschaft haben sie den Bau von Laboren beaufsichtigt, in denen auch eine Reihe von anderen Spezies verstĂŒmmelt und eingesperrt werden. Dazu gehören Labore fĂŒr Public Health England, die UniversitĂ€t von Cambridge und kĂŒrzlich ein 50 Millionen Pfund teures Projekt fĂŒr das Pirbright Institut, in denen Schweine, Schafe, Ziegen, KĂŒhe, GeflĂŒgel, Kaninchen, Meerschweinchen und MĂ€use gequĂ€lt und verstĂŒmmelt werden.

HS2 (High Speed 2, eine geplante Eisenbahnschnellfahrstrecke):
Kier ist auch in einer gemeinsamen Vereinbarung mit Genie Civil, um HS2 zu bauen. HS2 wird nicht nur Gemeinschaften im ganzen Land zerstören und ruinieren, sondern auch hunderte unersetzliche LebensrĂ€ume und uralte WĂ€lder zerreißen, alles fĂŒr den stetig fortschreitenden Ansturm des Kapitalismus. Wir möchten unsere UnterstĂŒtzung und SolidaritĂ€t an all diejenigen weitergeben, die sich in dieser Zeit im ganzen Land gegen HS2 engagieren.

Krieg:
Kier ist ein wesentlicher Bestandteil der militĂ€rischen Infrastruktur Großbritanniens. Sie arbeiten mit dem Verteidigungsministerium an MarinestĂŒtzpunkten, FlugplĂ€tzen, Einrichtungen zur UnterstĂŒtzung der LandstreitkrĂ€fte sowie an Labor- und Forschungseinrichtungen.

Arbeitnehmerrechte:
Kier wurde mehrerer SicherheitsverstĂ¶ĂŸe fĂŒr schuldig befunden, die zu TodesfĂ€llen und schweren Verletzungen von Arbeiter_innen fĂŒhrten. Kier war GrĂŒndungsmitglied der Beratervereinigung, die ĂŒber 3000 Arbeiter_innen ĂŒberwacht, wobei Hunderte wegen gewerkschaftlicher Organisierung mit Arbeitsverbot belegt wurden.

Die Liste geht weiter und weiter. Die Kier Group ist ein gigantisches Bauunternehmen mit Niederlassungen weltweit, das in mehreren Sektoren arbeitet (darunter mehrere Atomkraftwerke und die Luftfahrtindustrie). FĂŒr weitere Informationen besuche bitte corporatewatch.org.

Wir erkennen dies als einen kleinen symbolischen Akt an, wenn man es mit den relativ unendlichen Ressourcen vergleicht, die Kier zur VerfĂŒgung stehen und dem relativen Schaden, den sie dem Leben vieler Menschen zufĂŒgen. Durch ihre Handlungen haben sie es verdient, dass alle ihre GrundstĂŒcke dem Erdboden gleichgemacht werden, aber mit den Mitteln, die uns zur VerfĂŒgung stehen, fĂŒhlten wir, dass das Beste, was wir tun können, ist, dabei zu helfen, diese Firma als das zu zeigen, was sie wirklich ist, so dass diejenigen, die vorbeigehen, nicht noch ein weiteres harmloses BacksteingebĂ€ude in einer ansonsten friedlichen Wohngegend sehen.

Wir hoffen, dass die Mitarbeiter_innen von Kier ihre Rolle in einer Institution hinterfragen, die auf Tod und Leid basiert. Wir hoffen, dass wir die Menschen in dieser Zeit des lokalen und nationalen Widerstands gegen die Police, Crime and Sentencing Bill inspirieren können, ein grĂ¶ĂŸeres Bild zu sehen, zu erkennen, wie repressive Institutionen sich ĂŒberschneiden und voneinander abhĂ€ngen.

Wir hoffen auch, in dieser Zeit des erhöhten ideologischen und dogmatischen Pazifismus die Vielfalt der Kampfmittel zu erweitern. Wir versuchen nicht zu diktieren, was die Menschen tun, um ihren Beitrag zu leisten, wir unterstĂŒtzen mit allen Mitteln den Widerstand gegen die willkĂŒrliche AutoritĂ€t von zerstörerischen Unternehmen wie Kier und der Justiz, mit der sie ein Bett teilen. Wenn wir keines dieser Ziele erreichen, haben wir zumindest unsere Kompliz_innenschaft gestĂ€rkt, unseren Erfahrungsschatz erweitert, unser Selbstvertrauen gestĂ€rkt und Freude daran gefunden, die PassivitĂ€t des Zuschauens solcher Zerstörung zu verweigern, ohne unsere Wut und Frustration auszuleben.

Genauso wie repressive Gesetze nicht ohne Widerstand verabschiedet werden sollten, sollte es nicht sein, dass solche Unternehmen kampflos agieren können.

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Quelle: Schwarzerpfeil.de