November 2, 2020
Von Katze
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Der Protagonist, Gott, erschafft zwecks persönlicher Bespaßung eine Primatenart auf einem grĂ¶ĂŸtenteils mit Wasser bedeckten Planeten in einem Sonnensystem fern vom Zentrum des Universums. Nach anfĂ€nglichen Streitigkeiten, deren Ursache kaum nichtiger sein könnte, entscheidet sich der Hauptdarsteller ĂŒber Generationen hinweg furchtbares Leid ĂŒber seine Schöpfung zu bringen.

Dies Ă€ußert sich unter anderem darin, dass der Großteil der geschaffenen Kreaturen in abscheulicher Armut lebt und von regelmĂ€ĂŸig wiederkehrenden Hungersnöten und Seuchen geplagt wird. Auch vor Genoziden epischen Ausmaßes durch Naturkatastrophen wie ein beispielloses Hochwasser schreckt der Protagonist nicht zurĂŒck. Hauptmotivation ist dabei heftiger JĂ€hzorn gepaart mit einer Eifersucht, gegen die die Königin aus Schneewitchen geradezu bescheiden anmutet.

Zwischenzeitlich wird die Primatenart wegen der aufgefĂŒhrten negativen CharakterzĂŒge, die an Klaus Kinsky in „Leichen Pflastern seinen Weg“ erinnern, auf weniger als ein Dutzend reduziert.

In der ebenfalls enthaltenen Fortsetzung des ersten Teils reinkarniert sich der mit ĂŒbernatĂŒrlichen FĂ€higkeiten versehene Schöpfer persönlich in der durch ihn geschaffenen Trockennasenaffenart. Daraufhin verkĂŒndet er in einer entlegenen Region namens „PalĂ€stina“ in verschiedenen Ansprachen an die Lokalbevölkerung, dass er jene, die seine egoistische Person nicht als ihren Schöpfer verehren und anbeten, auf ewig foltern und grausam quĂ€len wird.

Danach opfert er seinen Sohn, der, zusammen mit dem „Heiligen Geist“, Teil seiner eigenen dreigespaltenen Persönlichkeit ist. Die konfuse Darstellung der SchlĂŒsselfigur als schizophrenes dreigeteiltes Wesen gewinnt auch bei mehrmaligem Lesen nicht an Klarheit.
Abgesehen von den verwirrenden HandlungsstrĂ€ngen gestaltet sich die LektĂŒre wegen endloser Darlegungen der FamilienstammbĂ€ume von Nebenfiguren ĂŒberaus ermĂŒdend.

Infolge der wiederkehrenden Gewaltexzesse im ersten und der brutalen Folterandrohungen im zweiten Teil ist die Schrift fĂŒr junges Publikum ungeeignet. Wer dagegen auf sinnlose Gewaltorgien steht, ist mit dem „Texas Chainsaw Massaker“ besser bedient.
Die Eigenart des Autors, die SÀtze innerhalb von Kapiteln zu nummerieren, ist dem Lesefluss abtrÀglich.

Das Werk wirkt sprachlich und inhaltlich veraltet und ist in seiner Gesamtheit nicht empfehlenswert.




Quelle: Schwarze.katze.dk